Dienstag, 07.01.2014

Mögliche HSV-Reformen

Kühne knüpft Spritze an Bedingungen

Investor Klaus-Michael Kühne hat dem finanziell angeschlagenen Hamburger SV erneut seine Unterstützung angeboten. Er knüpft sein Hilfsangebot allerdings an die Bedingung, dass die Strukturreform "HSVPlus - Aufstellen für Europa" umgesetzt wird.

Der HSV ist finanziell angeschlagen
© getty
Der HSV ist finanziell angeschlagen

Kühne bezeichnete die Initiative des ehemaligen HSV-Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst-Otto Rieckhoff, die die Umwandlung der Profi-Abteilung in eine Aktiengesellschaft vorsieht, als "beste Alternative zur bisherigen Vereinsstruktur".

"Ich kann mir vorstellen, dieses Konzept als strategischer Partner in größerem Umfang zu unterstützen", teilte der 76-Jährige in einer schriftlichen Stellungnahme mit: "Ich verbinde dies mit der Erwartung, dass zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Vereins auch andere maßgebliche Partner herangezogen werden."

Dabei sei ihm wichtig, "dass der Verein wesentlich besser geführt wird. Er befindet sich in einer Negativspirale, die nur durch fundamentale Änderungen in der Grundstruktur und einhergehend mit der Neubesetzung wichtiger Schlüsselfunktionen in der Vereinsführung durchbrochen werden kann".

Tippspiel

Einfache Mehrheit reicht aus

Die erste Hürde für eine mögliche Strukturreform könnte bei der HSV-Mitgliederversammlung am 19. Januar genommen werden. Eine einfache Mehrheit reicht, um den Vorstand zu beauftragen, die gewählte Reform vorzubereiten. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Initiativen, die um die Gunst der Vereinsmitglieder werben. "Im Gegensatz zu HSVPlus gehen mir andere Reformmodelle nicht weit genug, und ich kann sie daher auch nicht unterstützen", sagte Kühne.

Der HSV hatte das Geschäftsjahr 2012/13 zum dritten Mal in Folge mit einem Minus abgeschlossen. Das Vereinsvermögen sank innerhalb des vergangenen Jahres von 15,6 auf 5,7 Millionen Euro, das Minus betrug 9,8 Millionen Euro.

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