Donnerstag, 23.01.2014

Vorschau: Gladbach - FC Bayern

"Sie kommen mit Respekt"

Der Bundesliga droht die völlige Langeweile, doch Bayern München ist dies so ziemlich egal. Der gierige Rekordmeister will trotz einiger Personalsorgen der Konkurrenz schon zum Start der Rückrunde zeigen: Der Meistertitel 2014 ist bereits fest vergeben.

Das Hinspiel konnten die Bayern mit 3:1 für sich entscheiden
© getty
Das Hinspiel konnten die Bayern mit 3:1 für sich entscheiden

"Wir dürfen keine Hoffnungen aufkommen lassen", betonte Nationalspieler Thomas Müller vor der Partie am Freitag (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) bei Borussia Mönchengladbach. Für die Verfolger müsse weiter gelten: "Da ist nichts zu holen."

15 Monate liegt die letzte Niederlage (28.10.2012 1:2 gegen Leverkusen) des Triple-Siegers in der Liga zurück. 41 mal blieb der FC Bayern seitdem ungeschlagen - und das soll auch so bleiben.

In den vergangenen 23 Spielen in Gladbach hätten die Münchner zwar nur dreimal gewonnen, "das zeigt, wie schwierig es wird", sagte Trainer Pep Guardiola. Aber klar sei auch: "Wir wollen gewinnen. Die nächsten sieben, acht Spiele werden zeigen, was in der Liga passiert. Wir können einen großen Schritt nach vorne machen."

Klarer Spitzenreiter

Der Rekordmeister liegt mit 44 Punkten derzeit bei einem Spiel Rückstand bereits deutlich vor seinen Verfolgern Leverkusen (37), Gladbach (33) und Dortmund (32). Trotzdem sind die Bayern gewarnt, besonders nach der missratenen Generalprobe (0:3 in Salzburg).

"Das war eine gute Lehre für uns. Wir haben gesehen, was passiert, wenn wir keine gute Mentalität zeigen", meinte Guardiola. Und Müller ergänzte: "Wir müssen aus der Urlaubsstimmung raus. Auch der angeblich übermächtige FC Bayern kriegt nichts geschenkt."

Für Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kam der Dämpfer ohnehin zur rechten Zeit, nachdem es ihm beim FC Bayern zuletzt "zu kuschelig war". So würde das Team "nachdenklich" nach Gladbach fahren.

Ribery-Einsatz gefährdet

Nachdenklich und mit einigen Sorgen. So ist der Einsatz von Superstar Franck Ribéry gefährdet. Der Franzose habe "Schmerzen am Bein, ich weiß nicht, ob er spielen kann", sagte Guardiola. Ausfallen werden zudem der Langzeitverletzte Holger Badstuber, Javi Martínez (Fußverletzung) und weiterhin auch Bastian Schweinsteiger (Entzündung am Knie).

"Das ist ein Problem für uns und für ihn. Wir brauchen ihn und auch die Nationalmannschaft. Ich hoffe, dass er so bald wie möglich wieder dabei sein kann", meinte Guardiola. Schweinsteiger befindet sich wegen einer Entzündung an der Patellasehne weiter im Aufbautraining.

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Wenigstens stehen Kapitän Philipp Lahm, der in dieser Woche wegen leichter Probleme am Knie nur eingeschränkt trainiert hatte, und Arjen Robben nach siebenwöchiger Verletzungspause wieder zur Verfügung.

Zu Hause eine Macht

Die heimstarken Gladbacher (acht Siege, ein Unentschieden) strotzen nach ihrer tollen Hinrunde vor Selbstvertrauen und dürfen auf eine breite Unterstützung zählen. "Ich weiß, dass uns viele in Deutschland die Daumen drücken", sagte Trainer Lucien Favre, der auf die Defensivspieler Tony Jantschke (Gesichtsverletzung) und Roel Brouwers (Zerrung im Adduktorenbereich) verzichten muss.

"Wir müssen sie so versuchen zu ärgern und so bespielen, dass sie Fehler machen, unruhig werden und nicht in ihren Spielfluss kommen", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Zum Rückrundenstart 2011/12 reisten die Münchner ebenfalls als Herbstmeister zum ersten Spiel nach der Winterpause nach Gladbach. Sie verloren nicht nur 1:3, sondern am Ende auch die Meisterschaft. "Sie wissen, dass es für sie in den vergangenen Jahren in Gladbach nie leicht war. Sie kommen mit Respekt", sagte Eberl.

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