"Sie wollten uns zerstören"

SID
Freitag, 31.01.2014 | 09:56 Uhr
Hans Joachim Watzke leite seit 2005 die Geschäfte des BVB
© getty
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Borussia Dortmunds Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Watzke hat Branchenprimus Bayern München mit harten Worten attackiert: Nach den zwei BVB-Meisterschaften sei es das Ziel des Rekordmeisters gewesen, die Schwarz-Gelben "zu zerstören".

Finanziell könne man nicht mithalten, das Resultat seien schottische Verhältnisse. Watzke kündigte aber gleichzeitig auch deutliche Investitionen an.

Das Verhältnis zwischen den Münchnern und dem Verfolger aus dem Ruhrpott ist wohl doch nicht so gut wie von beiden Seiten immer betont wird. Auf einer Presserunde in Berlin am Donnerstagabend schilderte Watzke seine Sicht der Dinge.

"Jetzt schlagen sie zurück", erklärte der 54-Jährige in Bezug auf die Anstrengungen der Bayern, nach dem BVB-Double 2012 die Vorherrschaft in der Liga zurückzugewinnen.

Mehr noch: "Natürlich war es nach den beiden Meisterschaften und dem Double das Ansinnen, uns zu zerstören. Aber nicht dahingehend, dass man uns menschlich kaputtmachen oder uns nicht mögen würde. Es ging vielmehr darum, uns als Rivalen auszuschalten. Das ist aber total legitim. Und damit müssen wir leben."

Im vergangenen Sommer war Mario Götze aus Dortmund an die Isar gewechselt, in wenigen Monaten wird es ihm Stürmer Robert Lewandowski gleichtun. "Wenn sie das zweifache Gehalt geboten bekommen, haben wir nun mal keine Chance", wird Watzke in der "Welt" zitiert.

BVB will "Ausrufezeichen setzen"

Mit 50 Punkten sitzen die Münchner komfortabel an der Tabellenspitze, Dortmund ist schon 17 Punkte weg. "Es gibt derzeit keine andere Liga, die derart von einem einzigen Klub dominiert wird wie die Bundesliga", so Watze. "Das sind keine spanischen, das sind schottische Verhältnisse."

Kampflos wolle man sich aber nicht geschlagen geben. "Wir werden im Sommer investieren, und das nicht wenig. Wir werden einiges machen", bekräftigte der BVB-Boss erneut die Absicht, richtig Geld auszugeben. "Wir werden ein paar Ausrufezeichen setzen und haben noch Raum für Steigerungen im Gehaltsbudget."

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