Blackouts im Wochentakt

Von Partrick Völkner
Mittwoch, 22.01.2014 | 14:09 Uhr
Markus Schmidt blieb als einziger Unparteiischer in der Hinrunde durchweg fehlerfrei
© getty
Advertisement
Fed Cup Women National Team
Sa21.04.
Halbfinale! Kerber, Görges und Co. gegen Tschechien
Primera División
Live
Levante -
Malaga
Primera División
Live
Real Betis -
Las Palmas
Premier League
Live
Leicester -
Southampton (Delayed)
Ligue 1
Nantes -
Rennes
Championship
Millwall -
Fulham
Ligue 1
Dijon -
Lyon
Primera División
Leganes -
La Coruna
J1 League
Kobe -
Nagoya
Primera División
Eibar -
Getafe
Premiership
Hibernian -
Celtic
Premier League
West Bromwich -
Liverpool
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Serie A
SPAL -
AS Rom
Championship
Ipswich -
Aston Villa
Premier League
Watford -
Crystal Palace
Primera División
Celta Vigo -
Valencia
Ligue 1
Marseille -
Lille
Serie A
Sassuolo -
Florenz
Super Liga
Radnicki Nis -
Roter Stern
Ligue 1
Amiens -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Monaco
Ligue 1
Metz -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Angers
Championship
Cardiff -
Nottingham
Serie A
AC Mailand -
Benevento
Copa del Rey
FC Sevilla -
FC Barcelona
Primeira Liga
Estoril -
Benfica
Primera División
Girona -
Espanyol
Serie A
Cagliari -
Bologna
Premier League
Arsenal -
West Ham
Ligue 1
Nizza -
Montpellier
Serie A
Udinese -
Crotone
Serie A
Chievo Verona -
Inter Mailand
Serie A
Lazio -
Sampdoria
Serie A
Atalanta -
FC Turin
Premier League
ZSKA Moskau -
Krasnodar
Primera División
Malaga -
Real Sociedad
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
St. Etienne -
Troyes
Premier League
Man City -
Swansea
First Division A
Brügge -
Lüttich
Primera División
Las Palmas -
Alaves
Premier League
Stoke -
Burnley (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Real Betis
Serie A
Juventus -
Neapel
Ligue 1
Bordeaux -
PSG
Superliga
Boca Juniors -
Newell's Old Boys
Serie A
CFC Genua -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Newcastle
Primera División
Bilbao -
Levante
Primeira Liga
FC Porto -
Setubal
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo

Phantomtore, Handelfmeter, Abseitstreffer - die Schiedsrichterleistungen geben auch in der Saison 2013/14 weiterhin viel Anlass zu Diskussionen. Im Rahmen unseres faktenbasierten Schiri-Checks analysieren wir die Entscheidungen der Unparteiischen und geben einen Überblick über ihr Leistungsniveau: Welche Referees haben enttäuscht? Wie hat sich das Leistungsniveau in den Hinrunde entwickelt? Wer sind die Top-Schiedsrichter dieser Spielzeit?

Selbst Schiri-Boss Herbert Fandel erkennt noch eine Menge Steigerungspotential: Auch in der Hinrunde ließen die Schiedsrichterleistungen mitunter zu wünschen übrig.

Das Gesamtniveau war gleichwohl absolut vorzeigbar, wurde jedoch konterkariert durch einige desaströse Darbietungen - allen voran Felix Brychs schwarze Stunde von Sinsheim. Neben zahlreichen Tiefpunkten und Enttäuschungen stechen eine positive Überraschung und Gräfes Sternstunde hervor.

Trübende Blackouts: Zahlen lügen nicht! Und dennoch bildet die Hinrundenstatistik nur einen Teil der Wahrheit ab. So zeugt die Durchschnittsnote von 2,99 bei einer Quote von 0,74 Fehlentscheidungen pro Spiel von einem durchaus ordentlichen Leistungsniveau der Schiedsrichter, das jedoch beeinträchtigt wurde durch vereinzelte, aber regelmäßig auftretende Blackouts.

Der Aufwärtstrend gegenüber der Vorsaison, zu der zum gleichen Zeitpunkt ein Notenmittelwert von 3,11 und eine Fehlerquote von 0,88 zu Buche standen, gerät denn auch in den Hintergrund angesichts einiger hanebüchener Darbietungen der Unparteiischen. Gerade die Ausreißer nach unten bleiben in Erinnerung und beeinflussen die Wahrnehmung der Bundesliga-Schiedsrichter besonders negativ.

Stellvertretend dafür steht der 4. Spieltag, an dem die Referees eine insgesamt höchst ansehnliche Gesamtperformance ablieferten (Spieltagsnotenschnitt 2,72). Die öffentliche Berichterstattung fokussierte sich jedoch vielmehr auf den schwachen Auftritt von Robert Hartmann bei der Partie zwischen Wolfsburg und Hertha (Note 4,5). Hartmann, der den Gastgebern zunächst einen Handelfmeter verweigerte, um ihnen später einen abwegigen Strafstoß zu gewähren, stand an diesem Spieltag im Mittelpunkt der Kritik und trübte mit seinem mäßigen Auftritt die soliden Leistungen seiner Kollegen.

Das Szenario wiederholte sich regelmäßig. Immer wieder wurde die im Gros annehmbaren Schiedsrichterleistungen verwässert durch einzelne desolate Darbietungen. Auch Herbert Fandel, sonst eher für rechtfertige Statements bekannt, zeigt sich selbstkritisch und sieht noch Luft nach oben. Im Hinblick auf die zahlreichen Komplettaussetzer kann man ihm da nur zustimmen.

Tiefpunkt der Hinrunde: An Bewerbungen für die Goldene Himbeere der Bundesligaschiedsrichter mangelte es dementsprechend nicht. Gleich mehrere Referees warfen ihren Hut in den Ring, zuletzt Guido Winkmann, der die Partie zwischen Braunschweig und Hoffenheim am 17. Spieltag mit seinen Entscheidungen maßgeblich beeinflusste. So erkannte er mit seinem Gespann zunächst fälschlicherweise bei Oehrls Führungstreffer auf Abseits und gab wenig später einen Strafstoß, der sich wegen einer vorangegangenen Abseitsstellung und mangels Foulspiels gleich aus zwei Gründen als unberechtigt darstellte. Winkmanns auch ansonsten unsichere und konfuse Spielleitung wurde mit der SPOX-Note 6 bewertet.

Eine Woche zuvor erlaubte sich Thorsten Kinhöfer im Rahmen der Partie zwischen Hannover und dem 1. FC Nürnberg die wohl groteskeste Abseitsfehlentscheidung der letzten zehn Jahre. Mame Diouf stand bei seinem Anschlusstreffer zum 2:3 - für jedermann sichtbar - mindestens zwei Meter im Abseits. Doch weder Assistent Detlef Scheppe noch der Unparteiische erkannten den Regelverstoß. Für Kinhöfer, der bis zu diesem Zeit eine jedenfalls ordentliche Spielleitung geboten hatte, stand nach dieser geradezu absurden Fehlentscheidung die Note 5,5 zu Buche. Getoppt wurden diesen Fehlleistungen nur durch Dr. Felix Brych, der am 9. Spieltag im Spiel zwischen Hoffenheim und Leverkusen die wohl schwärzeste Stunde seiner Karriere als Bundesligaschiedsrichter erlebte. Die Verantwortung für das gegebene Phantomtor fiel dabei nicht alleine dem Unparteiischen zu.

Auch die weiteren Beteiligten, allen voran die Spieler von Bayer Leverkusen, machten in dieser Szene eine ebenso unglückliche Figur wie Brych, der an diesem Freitagabend gleich mehrfach daneben lag. Neben dem wegen vermeintlichen Abseits nicht gegebenen Volland-Treffer bleibt dabei vor allem die falsche Elfmeterscheidung zu Gunsten der Hoffenheimer in schlechter Erinnerung. Die höchst unglückliche und für Brych-Verhältnisse untypisch schlechte Darbietung markierte den Tiefpunkt der Schiedsrichterleistungen der Hinserie.

Für Brych, der sich nach einer insgesamt durchwachsenen bis schwachen ersten Saisonhälfte auf Platz 20 unserer Schiedsrichtertabelle wiederfindet, gab es unlängst gleichwohl eine positive Nachricht: Er wird als einziger deutscher Schiedsrichter bei der Weltmeisterschaft in Brasilien vertreten sein und dort hoffentlich ein glücklicheres Händchen beweisen als zuletzt in der Bundesliga.

Enttäuschung & Überraschung: Auch wenn Brych bis dato weit hinter seinen Erwartungen blieb, darf er den Titel der "Enttäuschung der Hinrunde" einem Kollegen aus seiner Heimatstadt überlassen. Der ebenfalls aus München stammende Günter Perl, dem gemeinhin der Ruf eines abgeklärten und souverän agierenden Unparteiischen vorauseilt, blieb an den ersten 17. Spieltagen zumeist weiter unter seinen Möglichkeiten.

Neben der hohen Fehlerquote von 1,3 fiel insbesondere seine unsichere und mitunter kleinliche Spielleitung negativ auf. Beispielhaft dafür stehen seine schwachen Leistungen am 2. Spieltag (Hamburg - Hoffenheim, Note 4,5) und bei der Partie zwischen Hertha und Schalke am 11. Spieltag (Note 4,0).

Entgegen seinem Image als mitunter konfuser und desorientierter Referee lieferte Markus Schmidt indes eine blitzsaubere Hinrunde ab und ist damit bislang die positive Überraschung der Saison. Als einziger Bundesliga-Unparteiischer blieb Schmidt an den ersten 17 Spieltagen ohne jeden Fehler und rangiert mit der Durchschnittsnote 2,5 auf einem geradezu sensationellen zweiten Platz. Die erste richtige Bewährungsprobe steht allerdings noch aus. So wurde Schmidt in seinen sechs Einsätzen vor keine all zu großen Herausforderungen gestellt. Es bleibt daher abzuwarten, ob er auch in einer hektischen Partie mit kniffligen Entscheidungen die Übersicht bewahrt und weiterhin fehlerfrei bleibt.

Kircher & Co.: Eine Art Liebesbeziehung schien sich im ersten Saisondrittel zwischen Knut Kircher und Borussia Dortmund anzubahnen. Für gleich drei der ersten zehn Dortmunder Partien wurde der Rottenburger Referee vom Schiedsrichterausschuss eingeteilt. Kircher pfiff die BVB-Gastspiele in Augsburg, Nürnberg und auf Schalke.

Beim Topspiel der Schwarzgelben gegen den FC Bayern am 13. Spieltag konnte man dann nicht schon wieder auf den Schwaben zurückgreifen. Gänzlich auf ihn verzichten wollte man jedoch auch nicht und berief Kircher als Vierten Offiziellen. Die Spielleitung oblag Manuel Gräfe, der einen hervorragenden Job machte und insbesondere bei der deeskalierenden Schlichtung zwischen Kevin Großkreutz und Mario Mandzukic seine ganze Klasse bewies. Allein die unterlassene Gelbe Karte gegen Marco Reus, dessen Foulspiel an Rafinha zwingend verwarnungswürdig war, trübte ein wenig die ansonsten absolut überzeugende Leistung Gräfes (SPOX-Note 1,5).

Bei Toppartien und Risikospielen griff man seitens des DFB fast ausschließlich auf renommierte Referees vom Schlage der Kirchers, Gräfes und Meyers zurück. Für Wolfgang Stark indes scheint die Zeit abgelaufen. Nur noch selten wird er für die Leitung wirklich brisanter Begegnungen eingeteilt, zumal er nach dem Skandalmatch der Vorsaison zwischen Dortmund und Wolfsburg auf absehbare Zeit nicht mehr bei BVB-Spielen zum Einsatz kommen wird.

Ein ähnliches "Schicksal" widerfuhr diese Saison auch Peter Gagelmann. Er wird nach massiven Beschwerden der Augsburger Spieler über seine abfällige Ausdrucksweise keine Partien mit FCA-Beteiligung mehr leiten. Gagelmann dürfte es verkraften.

Alles zur Bundesliga

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung