Ist das eigentlich noch zu toppen?

Die Köpfe des Bayern-Jahres 2013: Pep, Heynckes und Co.
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August: Das Chelsea-Trauma besiegt

Die 51. Bundesliga-Saison begann für den FC Bayern wie gewohnt: mit einer Siegesserie. Die Darbietung war aber dabei nicht immer so astrein, wie es sich manch einer gewünscht hatte. Die Veränderung von Jupp Heynckes auf Pep Guardiola beanspruchte logischer Weise Zeit. 3:1 gegen Gladbach, 1:0 in Frankfurt, 2:0 gegen Nürnberg - davor der klare Sieg im Pokal in Osnabrück gegen Rehden.

Dass man in der Öffentlichkeit dennoch nicht mit dem FC Bayern zufrieden war, störte vor allem den Trainer: "Wir sollen jedes Spiel sieben oder acht zu Null gewinnen. Das ist unmöglich. Die ganzen Leute wollen immer mehr, mehr, mehr." Wenn der Erfolg schuld ist...

Das 1:1 in Freiburg wenige Tage vor dem europäischen Supercup verbesserte die Stimmungslage nicht wirklich: Aber spätestens das Spiel in Prag war ein wichtiger Meilenstein früh in der Saison. Die Bayern hatten erneut spielerische Probleme, kamen mit der Gangart von Jose Mourinhos Chelsea nicht zurecht, aber dank einer lange nicht dagewesenen Fan-Unterstützung und dank einer kampfstarken Leistung erzwangen die Münchener mit dem Treffer Javi Martinez' in der 120. Minute das Elfmeterschießen und siegten dort.

Der Supercup war gewonnen, das Chelsea-Trauma, das man nach dem verlorenen Finale 2012 hatte, vergessen. Aber gerade im August nahm das Verletzungspech des FC Bayern seinen Lauf und zog sich bis hin zum Jahresende. Mario Götze, der beim Testspiel im ungarischen Györ sein Debüt im Bayern-Trikot gab, erlitt gegen Chelsea einen Kapselriss im Sprunggelenk und fiel zunächst aus. Thiago Alcantar erwischte es am heftigsten, er kehrte erst im November wieder zurück. Auch Javi Martinez erlitt eine Knieverletzung und wurde im Jahr 2013 nicht mehr richtig fit. Ein möglicher Vertreter wäre Luiz Gustavo, doch der schloss sich kurzfristig dem VfL Wolfsburg an.

Eine gute Nachricht gab es von Breno: Der Brasilianer bekam ein bisschen Freiheit, durfte fortan tagsüber aus der Justizvollzugsanstalt - mit tatkräftiger Unterstützung des FC Bayern, der Breno die Möglichkeit gab, an der Säbener Straße tätig zu werden. Just an seinem ersten Tag in der Freiheit sprach Breno zur Presse und drückte seinen Dank aus. Klar wurde aber auch, dass Breno spätestens nach Ablauf seiner Gefängnisstrafe abgeschoben wird. Aus der Heimat liegen bereits Angebote vor.