Montag, 02.12.2013

Der Spieltag in Zahlen

Thiago und seine Spielkameraden

Wer ist nochmal die Passmaschine in Europa? An welchen Bayern-Legenden zieht Arjen Robben vorbei? Und was hat eigentlich Michael Kutzop mit dem 14. Spieltag zu tun? Antworten liefern die Opta-Daten in "Der Spieltag in Zahlen".

Thiago Alcantara (r.) kam gegen Eintracht Braunschweig auf 155 Ballkontakte
© getty
Thiago Alcantara (r.) kam gegen Eintracht Braunschweig auf 155 Ballkontakte

Eiskalt! Acht Mal zeigten die Schiedsrichter am 14. Spieltag auf den Punkt, mehr oder weniger berechtigt. Den Schützen war's egal - alle acht Elfmeter waren drin. Eine derart hohe Trefferquote gab es zuletzt am 4. Spieltag der Saison 1986/87. Sejad Salihovic und Robert Lewandowski trafen diesmal zweifach, vor 27 Jahren gelang Michael Kutzop ein Doppelpack vom Punkt. Es waren die ersten beiden Treffer des Bremers seit dem berühmten Fehlschuss gegen den FC Bayern am 33. Spieltag der Saison 1985/86, der Werder den Meistertitel kostete. Mehr als acht Elfmeter wurden erst einmal in der Bundesliga verwandelt. Am 12. Spieltag 1971/72 wurden zehn Strafstöße verwandelt, aber auch zwei verschossen.

Kontrolle ist alles: Der FC Bayern zog gegen Eintracht Braunschweig keine große Show ab, stellte mit 1092 Ballkontakten aber mal wieder einen neuen Bundesligarekord auf. Sechs Spieler kamen auf über 100 Kontakte, mit van Buyten, Dante und Rafinha gehören drei zur Viererkette. Thiago war 155 Mal am Ball.

My ass, Barca! Apropos Kontrolle. Jahrelang war der FC Barcelona das Maß aller Pass-Dinge im Fußball. Mark van Bommel schimpfte 2009 nach einem 0:4 des FC im Camp Nou, dass man Xavi, Iniesta und Co. nicht aufhalten könne, weil man nicht mal dazu kommt, Fouls zu machen. Mittlerweile sind die Bayern selbst die Passmaschine in Europa. Mit 88,8 Prozent Passgenauigkeit liegen die Münchner vor Barca (88,5) und Paris Saint-Germain (88,2.).


Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Borussia Mönchengladbach hat beim 1:0 gegen Freiburg nicht nur das fünfte Spiel in Folge gewonnen, sondern mit dem siebten Heimsieg hintereinander auch einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Dagegen läuft es beim 1. FC Nürnberg in die andere Richtung. Das 0:3 in Leverkusen war das 14. Spiele in Folge ohne Sieg - Einstellung des Negativrekords aus der Saison 1984/85. Damals beendete Nürnberg die Flaute mit einem 2:0-Sieg gegen Duisburg - in der 2. Bundesliga. Zudem hat der Club in den letzten 22 Spielen immer mindestens ein Gegentor kassiert und hat als einzige Mannschaft der Top-5-Ligen Europas noch nicht gewonnen. Mit 14 Spielen ohne Sieg in eine Saison gestartet sind bislang zwei Teams: Duisburg und 1860 München, beide in der Saison 1977/78. Beide konnten am 15. Spieltag gewinnen.

Jubiläum in Augsburg: 249 Mal spielte Yildiray Bastürk in der Bundesliga für den VfL Bochum, Bayer Leverkusen, Hertha BSC und den VfB Stuttgart. Seit Samstag gibt es einen neuen Rekord-Türken. Halil Altintop stand beim 0:0 des FC Augsburg in Berlin zum 250. Mal in einem Bundesligaspiel auf dem Platz. Halil spielte vor Augsburg für Kaiserslautern, Schalke 04 und Eintracht Frankfurt und erzielte 52 Tore. Bastürk kam auf 32.

Schneller als Elber, Pizarro und Kalle: Arjen Robben erzielte gegen Braunschweig seine Bundesligatore 49 und 50 für den FC Bayern. 90 Spiele hat der Niederländer dafür benötigt. Damit nimmt Robben Platz vier in der ewigen Bayern-Rangliste ein. Nur Roy Makaay (67), Mario Gomez (71) und Gerd Müller (83) hatten die 50-Tore-Marke früher erreicht. Robben war schneller als Giovane Elber (91), Claudio Pizarro (110), Uli Hoeneß (123) oder Karl-Heinz Rummenigge (136).

Bester Vize: Wer über Bayer Leverkusen spricht, denkt in erster Linie an die 0:5-Blamage gegen Manchester United. Dabei steht die Werkself in der Bundesliga für haufenweise Siege und viele Punkte. 34, um genau zu sein. Das genügt normalerweise für Tabellenplatz eins nach 14 Spielen. Da die Bayern aber noch vier Punkte mehr haben, ist Bayer - mal wieder - nur Zweiter. Der beste Zweite seit Einführung der Drei-Punkte-Regel.

Oldie-Gang BVB: Mit 26,8 Jahren stellte Jürgen Klopp in Mainz die älteste Dortmunder Startelf auf seit März 2009. Manuel Friedrich (34) und Roman Weidenfeller (33) "versauen" den Schnitt, der auch vom Jüngsten Erik Durm (21) nur bedingt ausgeglichen werden konnte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war der BVB sogar noch deutlich älter als Sebastian Kehl (33) für Marco Reus (24) eingewechselt wurde.

Der 14. Spieltag im Überblick

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