Der 17. Spieltag in Zahlen

Deppen, Krisen, Siegertypen

Von David Kreisl
Montag, 23.12.2013 | 19:59 Uhr
BVB-Coach Jürgen Klopp musste in der Rückrunde einige Rückschläge wegstecken
© getty
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Während der BVB zum Ende der Saison in eine Krise schlittert und Erinnerungen an Udo Lattek wach werden, wird Nürnberg seinem Ruf gerecht. Der FC Augsburg gibt Rätsel auf und in München hält ein Oldie den Laden dicht. Das und mehr in den OPTA-Zahlen zum 17. Spieltag.

Der Glubb is a Depp - die anderen aber auch: Ohne einen einzigen Sieg in der Hinrunde haben die Nürnberger eine traurige Bestmarke aufgestellt. Kein Dreier in den ersten 17 Spielen - das "schaffte" bislang noch kein einziges Team in 50 Jahren Bundesliga. Doch nicht nur die Franken dürfen/sollen/müssen sich nach der Winterpause steigern. Zuhause ist Eintracht Frankfurt den Fans einiges schuldig geblieben und noch ohne Sieg im heimischen Stadion. Die Frankfurter Antithese ist dagegen Hannover. 96 hat in der Fremde sagenhafte 0 Punkte geholt.

Siegertyp?: Apropos Hannover: Der momentan in der Kritik stehende Mirko Slomka hat mit Hannover dennoch insgesamt 54 Bundesliga-Siege auf dem Konto. Seine Vorgänger schafften maximal 35.

Siegertyp!: Erstrundenaus im Pokal gegen einen Drittligisten, 0:7-Heimniederlage gegen Bayern und der 11. Tabellenplatz: Abgesehen vom Derbysieg gegen den HSV lief Werders Hinrunde unter dem Motto "Schön ist anders". Noch düsterer sähe es für die Nordlichter allerdings aus, wenn sie Mr. Effizienz Santi Garcia nicht in ihren Reihen hätten. Zwei Mal traf die Leihgabe vom US Palermo in elf Bundesliga-Spielen, zwei Mal schoss er die Bremer damit zum Sieg. Gegen Hannover sicherte der Linksverteidiger Werder mit dem 3:2 kurz vor Schluss die drei Punkte, am letzten Spieltag erledigte er Leverkusen mit seinem 1:0 im Alleingang. Ohne seine Tore wäre Werder nur einen Platz von den Abstiegsrängen entfernt.

Berliner Auswärtsmacht: Für die Hertha gab es schon schlechtere Spieltage als den vergangenen. Mit dem 2:1-Triumph im Signal Iduna Park schossen die Hauptstädter nicht nur den BVB aus den Top-3, sondern schoben sich gleichzeitig auf Europa-League-Platz sechs. Für die Berliner waren es seit über sechs Jahren wieder drei Liga-Auswärtssiege in Folge. In der Fremde verließ man den Platz sowieso nur zwei Mal als Verlierer: In Wolfsburg und bei den Bayern.

Mehr schwarz als gelb: Wo wir gerade bei Hertha gegen Dortmund sind - die Borussen sind auch wegen vieler personeller Rückschläge in der Krise und haben jetzt ihre letzten drei Bundesliga-Heimspiele verloren. Das gab es zuletzt vor fast 14 (!) Jahren unter der Leitung von Udo Lattek. Damals unter anderem im schwarz-gelben Trikot: Jens Lehmann, Stefan Reuter, Andreas Möller, Otto Addo und Fredi Bobic. Wenigstens konnte der Champions-League-Finalist wieder zuhause treffen. Das Tor von Marco Reus zur zwischenzeitlichen Führung war das erste Tor vor eigenem Publikum seit 50 Tagen. Anfang November kam Stuttgart mit 1:6 unter die Räder.

Überirdisch: Jetzt treten die Bayern nicht einmal mehr in der Liga an und bauen ihren Vorsprung nach Toren trotzdem aus. Die bei der Klub-WM weilenden Quintupel-Gewinner holen ihr letztes Spiel gegen den VfB Stuttgart Ende Januar nach. Die Chance, wenigstens ein bisschen heranzukommen, ließen aber sowohl Bayer Leverkusen (0:1 gegen Werder Bremen) und auch Borussia Dortmund (1:2 gegen Hertha BSC) verstreichen. Heißt konkret: 7 Punkte und 18 Tore Vorsprung auf Rang zwei bei einem Spiel weniger.

Seite 1: Siegertypen und Überirdische

Seite 2: Hoffnungsträger und Mauern

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