"Als langfristiges Ziel im Hinterkopf"

Von Daniel Reimann und Fatih Demireli
Dienstag, 12.11.2013 | 16:23 Uhr
Halil Altintop wechselte im Sommer zum FC Augsburg
© getty
Advertisement
Ligue 1
Live
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Live
Arsenal -
Man City
League Cup
Live
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Live
Lüttich -
Brügge
Serie A
Live
Juventus -
Atalanta
Superliga
Live
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Live
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Superliga
Brøndby -
Odense BK
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Halil Altintop ist beim FC Augsburg Leistungsträger und einer der Garanten für die bisher gute Saison. Der 31-Jährige spricht im Interview über die Bundesliga-Zukunft des FCA, seinen großen Wunsch von früher und das Phänomen Weinzierl.

SPOX: Halil, Ihr Bruder Hamit wurde in München operiert. Haben Sie Ihn schon besucht?

Halil Altintop: Ich habe ihn anfangs oft besucht, momentan wohnt er sogar bei mir. In den letzten Wochen und Monaten haben wir uns öfter gesehen als üblich, da er gesundheitliche Probleme hat. Er war öfter bei Ärzten in München zur Kontrolle. Aber mir wäre es lieber, wenn ich ihn seltener sehen würde, er aber gesund wäre.

SPOX: Wie geht es Ihm jetzt?

Altintop: Er ist auf einem guten Weg. Doch er braucht noch ein bisschen Geduld.

SPOX: Zu Beginn Ihrer Karriere definierten Sie immer wieder das Ziel, gemeinsam spielen zu wollen. Geklappt hat es nur auf Schalke. Ist der Wunsch noch aktuell oder haben Sie damit abgeschlossen?

Altintop: Natürlich will ich möglichst viel Zeit mit meinem Bruder und meiner Familie verbringen. Das wäre eine schöne Sache, wenn wir noch einmal zusammenspielen könnten. Wir verstehen uns sehr gut, das würde perfekt passen. Aber es ist kein Muss mehr.

SPOX: Wenn Sie es sich aussuchen könnten: Lieber in Deutschland oder in der Türkei?

Altintop: Wenn es nach mir geht, lieber in Deutschland (lacht). Meine Familie und ich wollen in Deutschland sesshaft werden. Aber wenn es gute Optionen gibt, dann ist auch die Türkei denkbar.

SPOX: Sie waren zumindest eine Saison in einer Liga wieder vereint. Zwischen Istanbul und Trabzon liegen 1.100 Kilometer. Haben Sie sich dennoch oft gesehen?

Altintop: Ja, regelmäßig, aber meistens habe ich ihn besucht. Galatasaray war im internationalen Geschäft länger unterwegs als wir mit Trabzon, daher hatte ich ein bisschen mehr Zeit als er.

SPOX: Hat Sie dieser Schritt in die Türkei in Ihrer Karriere weitergebracht?

Altintop: Definitiv. Nicht nur sportlich, sondern auch privat. Meine Eltern stammen ja aus der Türkei. Ich wurde in Deutschland geboren und kannte das Leben in der Türkei gar nicht so gut. Ich habe die Mentalität und die Kultur viel besser kennengelernt. Wenn man in Deutschland geboren ist, orientiert man sich eher an der hiesigen Kultur. Mir hat die Zeit in der Türkei sehr gut getan. Meiner Frau übrigens auch. Sie ist Deutsche und hat so die türkische Seite viel besser kennengelernt.

SPOX: Nun hat Sie Ihr Weg nach Augsburg geführt. Hatten Sie denn noch andere Optionen?

Altintop: Ja, es gab einige Möglichkeiten. Sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern.

SPOX: Haben Sie sich vielleicht auch deshalb für Deutschland entschieden, weil Ihr letztes Jahr in Frankfurt nicht so gut lief und sie quasi noch eine Rechnung offen hatten?

Altintop: Nein. Ich muss niemandem etwas beweisen, außer mir selbst. Ich bin nach Deutschland zurückgekehrt, weil ich vieles an Deutschland mag. Die Stadien, die Atmosphäre, die Art Fußball zu spielen. Das hat mir schon gefehlt. In der Türkei habe ich zu schätzen gelernt, was ich hier zurückgelassen habe. Deshalb war es schnell mein Ziel, wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Umso schöner ist es, dass ich beim FC Augsburg jetzt Teil eines Projekts bin, das sich super entwickelt und auf einem sehr guten Weg ist.

SPOX: Sie sagten, Sie wollen sich höchstens selbst etwas beweisen. In Augsburg sind sie nun Leistungsträger. Fühlen Sie sich ein Stück weit rehabilitiert?

Altintop: Nach der Zeit in Frankfurt habe ich alles gut analysiert und dann wieder abgehakt. Wenn man anfängt, über bestimmte Dinge nachzudenken, mit etwas zu hadern, ist es schnell zu spät, neue Aufgaben anzunehmen. Man hat keine Zeit, um über alles nachzudenken. Egal ob negativ oder positiv. Vielleicht hat es auch geholfen, dass ich Abstand habe und das ein bisschen verdrängt habe.

SPOX: War Augsburg genau die richtige Adresse für einen Neuanfang?

Altintop: Ja, ich war von Anfang an von diesem Projekt überzeugt. Wie die Leute an die Sache herangehen, wie realistisch sie damit umgehen. Ich habe nicht lange überlegt und es bestätigt sich zum Glück Woche für Woche, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

SPOX: Augsburg hat die vergangenen beiden Jahre den Klassenerhalt nur knapp geschafft. Auch diese Saison wird der FCA als Abstiegskandidat gehandelt. Wird Augsburg unterschätzt?

Altintop: Definitiv nicht. Denken Sie doch an das Spiel gegen Mainz. Die haben mit drei Innenverteidigern und zwei Außenverteidigern gespielt. So, wie sie auch gegen Bayern aufgetreten sind. Wir spielen zwar nicht etwa alle Gegner an die Wand, aber bis auf wenige Momente waren wir in allen elf Pflichtspielen mindestens genauso gut wie der Gegner. Auch gegen Champions-League-Teams wie in den ersten 15 Minuten auf Schalke oder gegen Leverkusen.

SPOX: Wurden unter diesen Umständen nicht zu wenige Punkte geholt?

Altintop: Natürlich kassieren wir noch Rückschläge. Uns fehlt noch die Erfahrung, wir müssen uns noch weiterentwickeln. Aber wenn man das richtig einordnet, kommt man auch immer wieder zurück in die Erfolgsspur. So wie am vergangenen Wochenende gegen Mainz.

SPOX: Sie haben die Augenhöhe in vielen Spielen angesprochen: Welche Rolle spielt Weinzierls - in der Bundesliga nicht gerade übliches - 4-1-4-1-System für den Erfolg des FCA?

Altintop: Wichtig ist in erster Linie das Gesamtpaket. In unserem Kader stehen ausschließlich Spieler, die wissen, was Teamgeist bedeutet. Jeder macht auf seiner Position enorme Fortschritte. Im Spielsystem sieht man auch, dass es eine klare Linie gibt, die von jedem verkörpert wird. Wir machen das zurzeit richtig gut, deshalb werden wir auch nicht mehr unterschätzt.

SPOX: Wie groß ist der Verdienst des Trainers, der dieses System beim FCA etabliert hat?

Altintop: Seine Handschrift ist sehr deutlich zu erkennen. Das hat man von Anfang an gesehen. Er verlangt den Spielern alles ab, Woche für Woche. Zurzeit läuft es gut, aber das muss man dem kompletten Verein anrechnen, nicht nur dem Trainer. Wenn man bedenkt, mit welchen Mitteln ein FC Augsburg im Vergleich zu zahlreichen Teams, die nur knapp hinter uns oder vor uns in der Tabelle stehen, arbeitet, dann ist das schon ein gravierender Unterschied.

SPOX: Sie spielen unter Weinzierl wieder zentral. In Frankfurt oder in der Türkei mussten Sie oft auf den Flügeln ran, da lief es nicht so gut. Fühlen Sie sich in der Zentrale wohler?

Altintop: Ja, definitiv.

SPOX: Sie haben meistens hinter Stürmer Sascha Mölders in der Zentrale gespielt. Der durchlebt eine kleine Torkrise. Wie ist es, als gelernter Stürmer dahinter zu agieren, wenn der Vordermann das Tor nicht mehr trifft?

Altintop: Ich sehe keine Krise bei Sascha Mölders.

SPOX: Er hat bei elf Einsätzen erst ein Tor erzielt.

Altintop: Natürlich wird er an Toren gemessen, aber man muss das Gesamtkonstrukt sehen. Er muss genauso intensiv mitarbeiten wie der Rest der Mannschaft. Bei uns kann der Stürmer nicht einfach warten und auf die eine Torchance lauern. Das Spiel ist für alle sehr intensiv. Und es wird eng, wenn das nicht jeder verkörpert. Deshalb sollte man Sascha nicht nur an Toren messen, auch wenn er schon erfolgreichere Phasen hatte. Es sagt ja auch einiges aus, dass wir als ein eigentlicher Abstiegskandidat in den letzten Spielen fast immer getroffen haben. Meistens haben wir sogar das erste Tor gemacht. Wer dieses Tor dann schießt, ist nicht entscheidend. In unserem Spiel kann jeder treffen, fast jeder aus der Offensive hat ein Tor erzielt.

SPOX: Hat Augsburg das Potenzial, um sich wie beispielsweise Mainz 05 langfristig in der Bundesliga zu etablieren?

Altintop: Natürlich ist das als langfristiges Ziel im Hinterkopf. Aber man wird gerne mal übermütig und wird irgendwann den eigenen Erwartungen nicht mehr gerecht. Diesen Fehler sollten wir nicht machen. Wir müssen weiterhin kleine, aber sichere Schritte machen. So wie in den letzten Wochen.

Halil Altintop im Steckbrief

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung