Mittwoch, 06.11.2013

Inside Bundesliga: 5 Klubs - 5 Personalien

Der Super-Sub der Liga

Hoffenheims Sven Schipplock ist der Wiederholungstäter von der Bank. Eintracht Frankfurt sucht nach defensiver Stabilität und der VfB Stuttgart wagt etwas ganz Neues.

Sven Schipplock spielt Sommer 2011 für 1899 Hoffenheim
© getty
Sven Schipplock spielt Sommer 2011 für 1899 Hoffenheim

FSV Mainz 05: Heinz Müllers Verletzung (Probleme im Hüft- und Leistenbereich) und der Platzverweis von Christian Wetklo (drei Spiele Sperre) stellen Trainer Thomas Tuchel vor dem Derby gegen Eintracht Frankfurt vor einige Probleme. In der Hinterhand hat Tuchel für die Partie am Sonntag nur die beiden unerfahrenen Loris Karius und Christian Mathenia. Karius, der vor gut zwei Jahren von Manchester City zurück nach Deutschland gewechselt war und als eines der größten Torhütertalente in Deutschland galt, hat dabei die schlechteren Karten im Vergleich mit Mathenia. Der 20-jährige Karius hat seine Stellung als Nummer drei hinter den Routiniers Müller und Wetklo in dieser Saison eingebüßt, durfte zuletzt nur noch dreimal bei den Amateuren in der Regionalliga Südwest ran (fünf Gegentore). Mathenia (21) dagegen schaffte es wenigstens schon in den Kader der Profis - jetzt winkt ihm gegen Frankfurt sogar der erste Bundesligaauftritt seiner noch jungen Karriere. Immerhin wird dann auch der ehemalige Stuttgarter Karius wieder einen Hauch von Bundesligaluft schnuppern. Wenngleich auch nur auf der Ersatzbank.

VfB Stuttgart: Im Trubel um das 1:6 in Dortmund und den Mini-Streit zwischen Fredo Bobic und RB Leipzigs Ralf Rangnick um zwei VfB-Talente ging eine relativ beachtliche Meldung in den letzten Tagen fast unter: Der VfB wird sein rund zehntägiges Winter-Trainingslager in dieser Saison nicht in Spanien, der Türkei, in Dubai oder in Portugal abhalten - sondern sehr wahrscheinlich in Kapstadt. Auf den ersten Blick eine exotische Lösung, beträgt doch alleine die Flugzeit ins Kap rund elf Stunden. Zudem ist Südafrika kein Zielmarkt, weder für den VfB noch für einen anderen Bundesligisten. Und trotzdem wird die DFL den Trip der Schwaben mit rund 250.000 Euro finanziell unterstützen. Rund 1,5 Millionen Euro stellt die Liga insgesamt zur Verfügung, um die Auslandsvermarktung anzukurbeln. Der VfB greift da in diesem Jahr als erster Klub beherzt zu.

Im ehemaligen WM-Spielort finden sich hervorragende infrastrukturelle und klimatische Bedingungen vor, die Zeitverschiebung von nur einer Stunde ist kaum erwähnenswert. Bereits vor zwei Jahren wollte der VfB nach Südafrika reisen, allerdings waren da die Rahmenbedingungen noch nicht geschaffen. "Ich habe schon vor zwei Jahren bei der DFL hinterlegt, dass wir an so etwas Interesse haben - jetzt liegt endlich ein schlüssiges Konzept vor", sagt Sportdirektor Bobic. Der VfB wäre damit der erste Bundesligaklub, der ein Trainingslager im südlichen Teil Afrikas abhält.

Eintracht Frankfurt: Carlos Zambrano ist gesperrt. Der Peruaner, der sich in den kommenden Wochen voll auf die Eintracht konzentrieren will und deshalb die Länderspieltermine seiner Nationalmannschaft hinten anstellt, brummt gegen Mainz seine fünfte Gelbe Karte ab. In der löchrigen Defensive der Eintracht (schon 20 Gegentore) waren Zambrano und Innenverteidigerkollege Bamba Anderson noch so etwas wie zuverlässige Arbeiter. Im Grunde bleibt Trainer Armin Veh im Derby kaum etwas anderes übrig, als den zuletzt im Mittelfeld sehr ordentlichen Marco Russ zurück ins Abwehrzentrum neben Anderson zu ziehen - womit aber im defensiven Mittelfeld gleich wieder die nächste Baustelle offen wäre. Pirmin Schwegler wird nach seiner Knie-OP in der Vorrunde nicht mehr auflaufen können, als "echter" Sechser bliebe dann noch Martin Lanig. Oder aber Veh geht wieder weg von seiner zuletzt praktizierten 4-3-3-Grundordnung und stellt auf zwei klare Sechser mit Sebastian Rode und Johannes Flum um.

Hamburger SV: Manchmal ändert ein Trainerwechsel für einen Spieler alles. Besonders für jene, die beim Vorgänger kaum noch eine Rolle gespielt hatten. Beim HSV ist das aber vorerst noch ein wenig anders. Bert van Marwijk will den zuletzt gegen Gladbach ganz schwachen Lasse Sobiech nicht sofort wieder fallen lassen. Sobiech, der den verletzten Johan Djourou vertreten hatte, waren bei beiden Gegentoren folgenschwere Fehler unterlaufen.

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"Das Thema war für mich schon am Samstagabend abgehakt. Die Fehler wurden einmal benannt. Lasse hat die Möglichkeit, daraus zu lernen. Er hat die Rückendeckung vom ganzen Team", sagt Trainer van Marwijk. Damit dürfte auch klar sein, dass sich Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic weiterhin keine großen Hoffnungen machen sollten. Mancienne stand zwar immerhin die ersten beiden Male in dieser Saison im Kader (gegen Nürnberg und Gladbach), kam aber nicht zum Einsatz. Rajkovic muss sich nach seinem Innenbandriss erst wieder zurückkämpfen. Ähnlich ergeht es Gojko Kacar und Robert Tesche, die im Moment keine Chance auf eine Berücksichtigung haben. Wie Mancienne und Rajkovic stehen die beiden bei null Spielminuten in dieser Saison.

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1899 Hoffenheim: Der Power-Einwechselspieler der Liga ist Sven Schipplock. Der bald 25-Jährige wurde von Trainer Markus Gisdol am Samstag gegen die Bayern im elften Saisonspiel zum elften Mal eingewechselt. Damit setzt Schipplock seine Serie gewissermaßen fort. Bereits in der abgelaufenen Saison war er hinter dem Düsseldorfer Dani Schahin (15 Einwechselungen/vier Tore) der erfolgreichste Joker der Liga (neun Einwechslungen/drei Tore). Nimmt man die beiden Relegationspartien gegen Kaiserslautern (zwei Einwechslungen, ein Tor) noch dazu, war er der erfolgreichste Ergänzungsspieler der Liga. Schipplock erzielte bisher sechs seiner neun Bundesligatore, nachdem er von der Bank aus ins Spiel gekommen war. "Als Einwechselspieler nimmt man sich immer vor, der Mannschaft so schnell wie möglich zu helfen", sagt Schipplock, der sich mit seiner Rolle arrangiert zu haben scheint. Natürlich würde auch er jede Partie von Beginn an spielen, an den treffsicheren Firmino (sieben Tore), Kevin Volland (fünf Tore) und Anthony Modeste (sechs Tore) kommt Schipplock aber nicht vorbei. Zumal alle drei anders als er auf Grund ihrer Qualitäten in der Defensivbewegung besser in Gisdols Konzept passen. Schipplock als reiner Strafraumstürmer ist eher der Mann für spezielle Spielsituationen.

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