Sonntag, 20.10.2013

Nach Bundesfinanzhof-Entscheidung

Klubs drohen Steuernachzahlungen

Die deutschen Profifußball-Klubs müssen aufgrund einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes Steuernachzahlungen im hohen zweistelligen Millionen-Bereich fürchten.

Den Bundesliga-Klubs drohen offenbar hohe Steuer-Nachzahlungen
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Den Bundesliga-Klubs drohen offenbar hohe Steuer-Nachzahlungen
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Aufgrund einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes (BFH) zur Rechtmäßigkeit von Umsatzsteuerzahlungen der Vereine an Spielerberater könnten auf die Vereine nach einem Bericht des Fachmagazins kicker Nachforderungen des Fiskus von insgesamt bis zu 70 Millionen Euro zukommen. Gleichzeitig drohten Funktionären der Vereine in Führungspositionen demnach zudem staatsanwaltliche Ermittlungen wegen des Verdachts der Veruntreuung von Vereinsvermögen.

Der BFH als höchste Instanz legte fest, dass Spielerberater durch die bisher weit verbreitete Praxis zu Unrecht von den Klubs Honorare und darauf entfallende Umsatzsteuer erhalten haben. Dadurch können die Klubs bei einer zu erwartenden Bestätigung durch das Finanzgericht (FG) Düsseldorf gezwungen sein, auch noch nachträglich ihre Vorsteuer-Abzüge und damit die geltend gemachten Betriebsausgaben um die Zahlungen an die Berater zu kürzen.

Bis zu 26 Millionen Euro sind fällig

Die zu versteuernden Betriebsergebnisse der Kapitalgesellschaften würden entsprechend höher ausfallen. Laut "kicker" droht einzelnen Vereinen für die Jahre 2009 bis 2013 dadurch eine Zusatzbelastung von bis zu 26 Millionen Euro.

Die BFH-Position stellt klar, dass Spielerberater für ihre Leistungen ausschließlich von ihren Klienten und nicht von den Klubs bezahlt werden dürfen. Die Zahlungen der Vereine seien somit Honorare für nicht erbrachte Leistungen. Aus dieser Rechtsposition könnten Ermittlungen gegen Vereinsfunktionäre resultieren.

Auslöser des Verfahrens war eine Klage von Erstligist Borussia Mönchengladbach von 2007 gegen entsprechende Erkenntnisse von Steuerprüfungen. Zwar erhielten die Rheinländer in erster Instanz beim FG Düsseldorf recht, doch rief das Finanzamt den BFH zur grundsätzlichen Klärung an.

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