Mittwoch, 02.10.2013

Mitgliederversammlung am 19. Januar 2014

Hunke wettert gegen Ausgliederung

Im Machtkampf um eine Strukturreform beim kriselnden HSV hat sich Aufsichtsrat Jürgen Hunke klar gegen eine Ausgliederung der Profi-Abteilung positioniert. Eine Öffnung für Investoren ist in seinem Strukturkonzept "Zukunft mit Tradition - die Seele des Vereins ist unantastbar" nicht vorgesehen, trotzdem hofft der Hamburger Privatier auf weitere Finanzspritzen des umstrittenen Unternehmers Klaus-Michael Kühne.

Aufsichtsrat Jürgen Hunke: "Wir dürfen auf keinen Fall Anteile des Vereins verkaufen"
© getty
Aufsichtsrat Jürgen Hunke: "Wir dürfen auf keinen Fall Anteile des Vereins verkaufen"

"Er ist der einzige, der uns helfen könnte. Wir müssen das Herz und die Seele eines solchen Mannes erobern", sagte Hunke, der sein 25-seitiges Konzept für eine neue Klub-Satzung am Mittwoch der Öffentlichkeit vorstellte: "Vielleicht gibt es einen Weg, dass er als Mäzen bei uns einsteigt."

Tippspiel

Heftige Kritik äußerte Hunke an den Reformplänen des früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst-Otto Rieckhoff, der eine Ausgliederung befürwortet und den Klub für Investoren öffnen will. "Wir dürfen auf keinen Fall Anteile des Vereins verkaufen - das ist unser Tafelsilber. Wir müssen uns selbst helfen", sagte Hunke und warb für seine Ideen, über die bei der Mitgliederversammlung am 19. Januar 2014 abgestimmt werden soll.

Kostenreduzierung wichtigstes Ziel

Mit seinem Gegenentwurf zur Rieckhoff-Initiative "HSVPlus - Aufstellen für Europa" wolle er den Verein jedoch nicht spalten, der 70-Jährige signalisierte Gesprächsbereitschaft. "Wir müssen zusammen eine Lösung finden. Mit Konfrontation kommen wir nicht weiter, sondern mit konstruktiver Diskussion", sagte Hunke. Wichtigstes Ziel sei es, Kosten zu reduzieren, um den Klub wieder erfolgreich zu machen. Zuletzt hatte der HSV-Vorstand um Klubchef Carl Jarchow seine Unterstützung für eine Ausgliederung angedeutet.

Hunkes Pläne sehen zudem eine Verkleinerung des HSV-Aufsichtsrats von elf auf sieben Mitglieder (bei Rieckhoff: sechs statt elf) vor. Für eine Satzungsänderung bedarf es bei der Versammlung im Januar einer Dreiviertelmehrheit.

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