Mittwoch, 02.10.2013

Geschäftsführer hat konkrete Pläne mit dem BVB

Watzke: Keine Angst vor Reus-Abgang

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke befürchtet keinen baldigen Abschied von Marco Reus, im Gegensatz zu Mario Götze sei dieser viel stärker verwurzelt. Generell lobte der 54-Jährige Dortmunds Transferpolitik und gab Einblicke in die Stürmersuche. Einige Spitzen in Richtung Bayern München konnte sich Watzke nicht verkneifen.

Hans-Joachim Watzke konnte sich einige Spitzen in Richtung Bayern München nicht verkneifen
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Hans-Joachim Watzke konnte sich einige Spitzen in Richtung Bayern München nicht verkneifen
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"Marco fühlt sich einfach sehr wohl bei uns und wir fühlen uns sehr wohl mit ihm", beruhigte Watzke in der "Sport Bild" die Borussia-Fans. Trotz Ausstiegsklausel ist er von einem Verbleib des 24-Jährigen überzeugt: "Er hat einen noch engeren Bezug zum Umfeld und der Stadt als Mario Götze. Marco ist hier geboren, seine Familie lebt hier, sein Lebensmittelpunkt war immer hier. Das ist sicher auch ein Entscheidungskriterium."

Dennoch habe der BVB aus Götzes Wechsel zum FC Bayern gelernt und will künftig möglichst auf Ausstiegsklauseln verzichten: "Es ist ein weitgehendes No-Go, ja." Ein Aber bleibt: "Wir haben nie gesagt, es gibt keine Ausstiegsklauseln mehr."

"Ein paar gute Mittelstürmer kennen wir längst"

Auch ohne Klausel ist für Watzke klar, dass Robert Lewandowski den Verein im kommenden Jahr verlassen wird. Daher suche Dortmund bereits einen Nachfolger: "Ein paar gute Mittelstürmer kennen wir längst. Die Frage ist, ob sie zu uns in unseren Rahmen passen. Wir sind große Anhänger einer gewissen Gehaltshygiene. Borussia Dortmund funktioniert über das Kollektiv."

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Deshalb mache ihm der bevorstehende Abgang des Polen, der in dieser Saison in zwölf Pflichtspielen bereits neun Tore erzielte, keine Sorgen: "Wir haben bisher immer Antworten gehabt, wenn ein Spieler gegangen ist. Nach Sahin. Nach Kagawa. Nach Götze. Wir werden sie auch diesmal haben."

Henrikh Mkhitaryan: Karriere in Bildern
Henrikh Mkhitaryan (r.) wurde in Armeniens Hauptstadt Jerewan geboren. Schon als 18-Jähriger gab er sein Debüt für die Nationalmannschaft
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Im internationalen Vergleich ist Armenien ein Underdog. In der WM-Quali ließ man immerhin mit einem 4:0 in Dänemark aufhorchen
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2009 verließ Mkhitaryan sein Heimatland und ging nach Donezk in die Ukraine. Dort heuerte er zunächst bei Metalurg an
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Ein Jahr später dann der Wechsel zum Vorzeigeklub Schachtjor. Trainer Mircea Lucescu (r.) präsentiert stolz seine neue Nr. 22
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Mit Schachtjor räumt Henrikh Mkhitaryan national alles ab, was es gibt. Seine Bilanz: Doublegewinn 2011, 2012 und 2013
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In der Champions League 2010/11 ließ man in der Vorrunde den FC Arsenal hinter sich und schaffte es bis ins Viertelfinale
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Dort waren dann Busquets und der spätere Sieger FC Barcelona allerdings eine Nummer zu groß
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Dort waren dann Busquets und der spätere Sieger FC Barcelona allerdings eine Nummer zu groß
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Im Jahr darauf war in der Vorrunde Endstation, doch 2012/13 präsentierte man sich wieder bärenstark. Leidtragender war u.a. der FC Chelsea
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Im Jahr darauf war in der Vorrunde Endstation, doch 2012/13 präsentierte man sich wieder bärenstark. Leidtragender war u.a. der FC Chelsea
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Hinter Juventus Turin belegte Schachtjor Platz zwei in der Gruppe und zog ins Achtelfinale ein
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Dort war dann allerdings Borussia Dortmund eine Nummer zu groß. Beerbt Henrikh Mkhitaryan jetzt Mario Götze beim BVB?
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Dort war dann allerdings Borussia Dortmund eine Nummer zu groß. Beerbt Henrikh Mkhitaryan jetzt Mario Götze beim BVB?
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Gleiches gelte für Ilkay Gündogan, falls dieser seinen 2015 auslaufenden Vertrag nicht verlängern würde: "Unser Wunsch ist es, dass Ilkay, den wir fußballerisch und als Persönlichkeit sehr schätzen, noch lange beim BVB spielt. Wir sind aber auch so selbstbewusst zu sagen, dass die Welt nicht untergeht, wenn es eine andere Entscheidung geben würde."

Watzke kritisiert Sammer

Außerdem äußerte sich Watzke zum Erzrivalen aus München und der zuletzt öffentlich geführten Diskussion über die mediale Schelte von Sportvostand Matthias Sammer. "Unabgestimmt kann ich mir Kommunikation nicht vorstellen", kritisierte Watze: "Das wäre komplett gegen unsere Philosophie und Logik."

Gleichzeitig wies er aber die Äußerungen des Bayern-Boss Uli Hoeneß, wonach man sich bei Dortmund über das Theater totlachen würde, zurück: "Da hat er unrecht. Er glaubt vielleicht, da er häufig nach Dortmund schaut, dass wir genauso häufig nach München schauen. Da täuscht er sich aber. Wir haben für uns vor der Saison wieder klar festgelegt, dass wir uns auf unsere Aufgaben konzentrieren."

Borussia Dortmund in der Übersicht

Adrian Bohrdt
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