Freitag, 04.10.2013

Bayerns Finanzvorstand rechtfertigt Gelder für Guardiola und Thiago

Dreesen: "Pep jeden Cent wert"

Bayern Münchens Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen hat das hohe Gehalt für Trainer Pep Guardiola verteidigt. Die jeweiligen Ablösesummen für Thiago Alcantara und den abgegebenen Stürmer Mario Gomez seien gerechtfertigt gewesen - nicht jedoch die 100 Millionen für Gareth Bale. Die Titelflut der Vorsaison habe den FC Bayern viel Geld gekostet, aber noch mehr eingebracht.

Pep Guardiola soll der neue Erfolgstrainer des FC Bayern München werden
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Pep Guardiola soll der neue Erfolgstrainer des FC Bayern München werden

Die Höhe des Trainergehalts, die laut Medienberichten im Bereich von acht bis zehn Millionen Euro liegen soll, hält Dreesen für gerechtfertigt. "Pep Guardiola ist nicht zu uns gekommen, um sein Gehalt zu maximieren. Er ist gekommen, weil ihm das sportliche Umfeld und die Perspektive gefallen hat. Zudem ist er jeden Cent wert", sagte er im Interview mit "Bild".

Für die Jahreshauptversammlung am 13. November kündigte der 46-Jährige, der am 1. Februar den langjährigen Finanzvorstand Karl Hopfner beerbt hatte, bereits ein Spitzenergebnis an: "Wir werden neue Rekorde verkünden. Umsatzmäßig auf jeden Fall. Und wir werden einen wiederum gestiegenen Gewinn verkünden."

Guardiola machte Thiago teurer

Dreesen erklärte weiterhin, im welchem Maße das öffentliche Interesse eines Vereins die Höhe einer Ablösesumme beeinflusst. So sei die Verhandlungsposition im Werben um Thiago durch die öffentliche Forderung von Trainer Pep Guardiola nach der Verpflichtung des Spielers "nicht unbedingt leichter geworden."

Die Nachfrage erhöhe den Preis: "Wenn bekannt ist, dass wir einen Spieler wollen, macht sich das der abgebende Verein zu Nutze und verlangt mehr." Allerdings glaubt er, den Thiago-Transfer "noch zu akzeptablen Preisen hinbekommen" zu haben. Der Spanier wechselte im Juni für eine Ablöse von rund 25 Millionen Euro vom FC Barcelona nach München.

Gomez "nicht unter Wert verkauft"

Zudem wehrte er sich gegen den Vorwurf, der Verein habe Mario Gomez im Sommer unter Wert an den AC Florenz verkauft. Man müsse den Deal im Gesamtpaket sehen: "Ein Mario Gomez hat über Jahre sehr gute Arbeit geleistet. Er hat mit vielen Toren seinen Transferbetrag gerechtfertigt. Man kann sagen: Er hat seinen Transferbetrag abgearbeitet." Zudem habe der Verein durch den Verkauf des Angreifers sein Gehalt über drei Jahre eingespart.

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Auch Spekulationen, wonach die Personalkosten der Münchner mittlerweile über 175 Millionen Euro gestiegen seien, wies der 46-Jährige zurück. Der Wert läge "deutlich darunter". Der Anstieg in der Saison 2012/13 beim Triple-Gewinner habe zudem einen schönen Anlass gehabt: "Ein größerer Teil des Gehaltes bei unseren Spielern ist leistungsabhängig. Und die Leistung war großartig. Es gibt richtig Geld, wenn die Jungs viele Titel gewinnen."

Bale-Ablöse sei "Wahnsinn"

100 Millionen Euro für Gareth Bale seien dagegen "verrückt". Ihn beruhige, "dass ein Großteil der Menschen schockiert über diese Transfersumme ist. Sie ist zu hoch. Ich kann sie mir heute nicht bei Bayern vorstellen. Man darf ja nicht vergessen, welche Unruhe so ein Transfer mit sich bringt."

Ein solcher Transfer würde eine Kettenreaktion anstoßen: "Die Mitspieler fragen sich, warum der Kerl so viel verdient. Jeder Berater hat das notiert und fordert bei der nächsten Vertragsverlängerung exorbitant mehr." Auch Fans und Trainer würden keine Schwächen tolerieren. Aus diesem Grund sei ein solcher Transfer "schon ein Stück weit Wahnsinn."

Der FC Bayern München im Überblick

Marco Heibel

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