Eintracht-Boss: "Blutprofile überzogen"

Bruchhagen: "Niersbach kein UEFA-Präsident"

SID
Sonntag, 22.09.2013 | 13:31 Uhr
Heribert Bruchhagen (l.) möchte Wolfgang Niersbach (r.) nicht als UEFA-Präsident haben
© getty
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Heribert Bruchhagen von Eintracht Frankfurt hat sich vehement gegen einen Wechsel von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach an die Spitze der Europäischen Fußball-Union ausgesprochen.

"Wolfgang Niersbach soll auf gar keinen Fall UEFA-Präsident werden", sagte das Vorstandsmitglied des Liga-Verbands der "Bild am Sonntag": "Wolfgang Niersbach ist das Beste, was der Bundesliga passiert ist. Wenn er zur UEFA geht, wäre das schlecht für die Bundesliga."

Niersbach wird als Nachfolger von Michel Platini gehandelt, falls der französische UEFA-Boss im Jahr 2015 FIFA-Präsident Joseph S. Blatter beerben sollte. Vor allem Liga-Präsident Reinhard Rauball hatte sich im "SID"-Interview für Niersbach als künftigen UEFA-Chef stark gemacht.

Mit Blick auf die Diskussion um die Torlinien-Technologie nimmt Bruchhagen einen konservativen Standpunkt ein. "Ich sehe nicht, dass es den Fußball weiterbringt", sagte der 65-Jährige, der auch beim Thema Doping den Status quo erhalten möchte: "Ich halte es für überzogen, bei Fußballern Blutprofile anzulegen."

Bruchhagen warnt vor Fernsehgelder-Verteilung

Mit Blick auf sein Lieblingsthema - der Verteilung der Gelder im Fußball - sieht sich Bruchhagen nach wie vor als Vorreiter: "Ich bin überzeugt davon, dass die ungleiche Verteilung der Fernsehgelder in fünf Jahren ein sehr großes Thema sein wird, weil die Schere von Jahr zu Jahr immer weiter auseinandergeht."

Bruchhagen hatte zuletzt vorgeschlagen, den Verteilungsschlüssel der UEFA umzugestalten und die kleineren Klubs in der Liga mit einem größerem Anteil auszustatten. Dafür wurde der "Robin Hood der Bundesliga" vor allem von den Verantwortlichen des Triple-Gewinners Bayern München und der Chefetage des Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund kritisiert.

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