Bayerns Albtraum und haufenweise Ballermänner

SID
Sonntag, 01.09.2013 | 18:52 Uhr
Zweimal Stuttgart, zweimal Gladbach und ein Kessel Buntes: Die SPOX-Top-11 des 4. Spieltags
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Venlo

Die SPOX-Top-11 ist geprägt von geballter Offensivpower - aus den verschiedensten Lagern. Der VfB Stuttgart ist nach dem 6:2-Kantersieg über Hoffenheim gleich doppelt vertreten, ebenso wie Mönchengladbach. Außerdem: Der Mann, der KPB in den Schatten stellte.

Oliver Baumann (SC Freiburg): Hielt die Freiburger mit mehreren Paraden überhaupt erst im Spiel, sensationell seine doppelte Rettungstat gegen Kroos und Müller. Auch gegen Shaqiri einige Male Sieger und Garant für den Punkt der Breisgauer.

Paul Verhaegh (FC Augsburg): War keineswegs überragend, aber absolut zuverlässig. Stand hinten stets sicher und meldete Gegenspieler Drmic komplett ab. Dazu mit einigen guten Vorstößen.

Martin Stranzl (Borussia Mönchengladbach): Dass Gladbach-Keeper ter Stegen nur nach Nordtveits Eigentor hinter sich greifen musste, hatte vor allem einen Grund: Martin Stranzl. Der Österreicher gewann jedes Kopfballduell und verlor lediglich einen Zweikampf im ganzen Spiel. Gladbach wird es schwer haben, nach dieser Saison einen adäquaten Ersatz für Stranzl zu finden.

Ricardo Rodriguez (VfL Wolfsburg): Hatte gegen Allagui meist alles im Griff, gab der Wölfe-Abwehr Stabilität. Hatte im Spiel nach vorne zahlreiche gefährliche Aktionen. Ebenfalls stark: Seine scharf geschossenen Standards.

Leon Andreasen (Hannover 96): Das Herz des Hannoveraner Spiels. Doch in der ersten Hälfte tat sich Leon Andreasen schwer, da er von Moritz früh angelaufen wurde. Zusammen mit Lars Stindl wurde er immer mehr zum Motor des Konterspiels. Das Tor von Edgar Prib bereitete er mustergültig vor.

Jefferson Farfan (FC Schalke 04): Machte über 90 Minuten Dampf und drehte besonders in der zweiten Halbfzeit richtig auf. Boenisch hatte auf seiner linken Verteidigerseite so einige Probleme mit dem agilen, trickreichen Schalker. Bereitete das 1:0 vor, holte den Elfer raus und verwandelte eiskalt.

Henrikh Mkhitaryan (Borussia Dortmund): Passt sich vor allem in der Rückwärtsbewegung immer besser dem Dortmunder Spiel an und zeigte diesbezüglich eine sehr disziplinierte Leistung. Wechselte sich immer wieder mit Lewandowski ab und presste daher auch mal alleine in vorderster Front. Dazu sehr explosiv im Umschaltspiel und mit seinen ersten beiden Treffern in der Bundesliga.

Rafael van der Vaart (Hamburger SV): Brachte den HSV früh auf die Siegerstraße und war aus Braunschweiger Sicht ein ständiger Unruheherd. Seine Standards waren höllisch gefährlich, seine Distanzschüsse unberechenbar, seine Steilpässe sehenswert. Setzte seine Mitspieler immer wieder gut Szene (zehn Flanken, sechs Torschussvorlagen).

Alexandru Maxim (VfB Stuttgart): Wenn er am Ball war, wurde es gefährlich. Mit zwei zielgenauen Hereingaben nach Standards bereitete der Rumäne die ersten beiden Tore vor und brachte den VfB so auf die Siegerstraße. Nach dem Hoffenheimer Anschlusstreffer nutzte er gedankenschnell Casteels' Fehler aus und sorgte für den 3:1-Pausenstand. Mit seinem zweiten Torschuss erzielte er seinen zweiten Treffer - in traumhafter Manier. Ohne Auswechslung zwanzig Minuten vor Schluss wären vielleicht sogar noch mehr Highlights für den 23-Jährigen drin gewesen.

Vedad Ibisevic (VfB Stuttgart): War als einzige Spitze fast immer anspielbar, hielt den Ball meist gut im Spiel und setzte auch die nachrückenden Außen oftmals in Szene. Weder Abraham noch Vestergaard konnten den Bosnier unter Kontrolle bekommen. Herausragend natürlich als Vollstrecker, der mit vier Torversuchen drei Treffer erzielen konnte und sich in der aktuellen Torjägerliste auf den (geteilten) ersten Platz vorschob.

Max Kruse (Borussia Mönchengladbach): Einmal mehr der entscheidende Faktor in Borussias Offensive. War in gewohnter Manier 90 Minuten unterwegs und an fast jedem Angriff seiner Mannschaft beteiligt. Sein Treffer zum 3:1 entschied die Partie, die zuvor zu Kippen drohte. Sein Traumpass auf Herrmann vor dessen Tor zum 4:1 rundet die starke Leistung des Nationalspielers ab.

Der 4. Spieltag im Überblick

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