Die letzten Transfers der Bundesligisten

Wenn's mal wieder länger dauert

Von SPOX
Dienstag, 03.09.2013 | 10:00 Uhr
Wechselten am Deadline Day: Cigerci, Lasogga, Haggui und Skjelbred
© spox
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Der letzte Transfertag war in der Bundesliga weniger spektakulär als auf internationalem Terrain. Dennoch haben einige Klubs kurz vor Toresschluss zugeschlagen und sich dringend benötigte Hilfen und Alternativen in den Kader geholt. Ein Überblick.

Karim Haggui (von Hannover 96 zum VfB Stuttgart, Zweijahresvertrag plus Option)

Erst die Entlassung von Bruno Labbadia, dann das peinliche Aus in der Europa League und am Freitag verließ auch noch Serdar Tasci überraschend den VfB - in Stuttgart hatte es die letzte Woche in sich.

Da die Besetzung der Innenverteidigung aktuell auch durch die Verletzung von Georg Niedermeier mehr als vakant ist, schlugen die Schwaben am Montag nochmal zu und angelten sich den tunesischen Nationalspieler. Haggui ist nach Konstantin Rausch und Mo Abdellaoue der dritte Spieler in dieser Spielzeit, der von 96 an den Neckar wechselt.

"Karim bringt große Erfahrung mit - sowohl in Bezug auf die Bundesliga als auch auf internationale Wettbewerbe. Wir erhoffen uns von ihm, dass er sich schnell bei uns integriert und unseren Kader entsprechend verstärkt", sagt Fredi Bobic und trifft dabei den Nagel auf den Kopf.

Der kopfballstarke Haggui kommt mit der Erfahrung von 166 Bundesliga-Spielen (davon 152 Startelfeinsätze), steht voll im Saft und dürfte auf Anhieb eine Hilfe sein. Es ist davon auszugehen, dass die Zeit von Daniel Schwaab in der Innenverteidigung nunmehr abgelaufen ist.

"Generell gehört der VfB zu den besten Vereinen in Deutschland, auch wenn die ersten drei Spieltage nicht gut liefen. Der Sieg gegen Hoffenheim war nun vor allem für das Selbstvertrauen wichtig. Ich hoffe natürlich, dass ich der Mannschaft helfen kann und dass wir zusammen am Ende ein gutes Saisonergebnis erzielen", sagte Haggui bei seiner Präsentation.

Pierre-Michel Lasogga (von Hertha BSC zum Hamburger SV, Leihe bis Saisonende)

Die vergangene Saison hatte für Lasogga zwar ein Highlight bereit, war aber unter dem Strich sportlich zum Vergessen. Nach einem Kreuzbandriss verpasste er die gesamte Hinrunde in der 2. Liga, kam nur auf einen Einsatz von Beginn an und wurde sechsmal eingewechselt - gegen Sandhausen netzte er dann aber immerhin zum Sieg und machte damit den Aufstieg der Herthaner perfekt.

Bei der U-21-EM in Israel enttäuschte er wie das gesamte deutsche Team und auch die aktuelle Spielzeit verlief bislang bescheiden. Mit einem Außenbandanriss verpasste er den Pflichtspielstart. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich der HSV dennoch für seine Dienste entschied. "Ich bin auf einem guten Weg, habe meine Reha beendet und werde versuchen, diese Woche ins Mannschaftstraining einzusteigen. Ich hoffe, möglichst schnell meinen Rhythmus wieder aufnehmen zu können", so Lasogga zum derzeitigen Stand.

Die Rothosen haben durch den Tausch mit Per Skjelbred nun einen perspektivlosen Spieler aus dem Kader bekommen und in Lasogga einen typischen Strafraumstürmer verpflichtet, der eine körperliche Komponente ins HSV-Spiel bringen kann. Lasogga, an dem zu einem früheren Zeitpunkt auch der VfB Stuttgart Interesse zeigte, muss nach seiner Verletzungspause nun aber auch zulegen, um dauerhaft eine Perspektive in der Bundesliga nachzuweisen.

Per Skjelbred (vom Hamburger SV zu Hertha BSC, Leihe bis Saisonende)

Die Hoffnungen, die man an der Elbe in den Norweger setzte, konnte dieser letztlich nie erfüllen. 26 Mal stand Skjelbred für den HSV auf dem Platz, ein Tor gelang ihm dabei nicht. Eine äußerst magere Quote, die die Hertha aber nicht davon abhielt, Skjelbred im Tausch mit Lasogga an die Spree zu lotsen.

Der Hintergrund: Alexander Baumjohann wird durch einen Kreuzbandriss monatelang ausfallen und kann intern von Aufstiegsheld Ronny ersetzt werden. Skjelbred, der im Mittelfeld auf der rechten Außenbahn, als Sechser und vor allem auch hinter den Spitzen auflaufen kann, erhöht jedoch die Optionen von Trainer Jos Luhukay.

Inwiefern er der Hertha direkt weiterhelfen kann, ist angesichts seiner Darbietungen in Hamburg allerdings fraglich. Für den 26-Jährigen gilt gleiches wie für Tauschpartner Lasogga: Es muss künftig mehr kommen.

Seite 1: Stuttgarts Haggui, Hamburgs Lasogga und Herthas Skjelbred

Seite 2: Bremens Garcia, Augsburgs Hong und Herthas Cigerci

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