"Haben keine bessere Mannschaft"

Von Jöran Landschoff
Mittwoch, 28.08.2013 | 11:54 Uhr
Thorsten Fink ist mit nur einem Punkt aus drei Spielen in die neue Saison gestartet
© getty

Thorsten Fink sieht seinen Kader im Vergleich zur Vorsaison nicht verstärkt. Vor allem der Abgang von Heung-Min Son zu Bayer Leverkusen sei nicht ohne Weiteres zu verkraften. Das Prädikat "Skandalklub" habe der HSV deshalb absolut nicht verdient.

"Wir haben bislang keine bessere Mannschaft als in der vergangenen Saison", befand der Übungsleiter im Interview mit der "Sport Bild". "Wir haben Heung-Min Son für zehn Millionen verkauft und Jacques Zoua für 600.000 geholt. Wir können nicht davon ausgehen, dass er Son gleichwertig ersetzen kann", erklärte er. Neuzugang Johan Djourou habe zudem noch gar nicht gespielt.

Fink will von Skandal nichts wissen

Der Hamburger SV hatte am zweiten Spieltag mit 1:5 gegen 1899 Hoffenheim verloren und eine Woche später ein 0:1 gegen Aufsteiger Hertha BSC folgen lassen. Die Mittelfeldspieler Dennis Aogo und Tomas Rincon waren nach der Hoffenheim-Niederlage nach Mallorca geflogen, zudem kritisierte HSV-Investor Kühne Sportdirektor Oliver Kreuzer und Fink. Der will jedoch von Unruhe im Verein nix wissen: "Ich habe keinen Skandal bei uns erlebt." Anderslautende Meldungen würden ihn aufregen, fügte er hinzu.

Aogo und Rincon waren als Folge für das Spiel in Berlin gesperrt worden. "Da wollten wir als Verein konsequent sein. Vor allem dann, wenn man eine Linie reinbringen will", verteidigte der Trainer die Maßnahme. Er selbst nutzte die zwei von ihm gegebenen freien Tage, um seine Familie in München zu besuchen. Für ihn sei das etwas anderes, "denn Mallorca verbindet man mit Ballermann." "Wenn ich nach Mallorca geflogen wäre und hätte die Spieler dann bestraft, dann würde ich an Glaubwürdigkeit verlieren", zeigte er auf.

"Rafael kann nicht alles machen"

Hoffnungsträger Rafael van der Vaart, der gegen Hertha nicht positiv auffiel und beim 1:5 in der Woche davor die Kapitänsbinde auf den Boden warf, sei nicht Alleinschuldiger für die schlechten Resultate.

"Rafael kann in unserem Spiel nicht alles machen", erläuterte Fink. Zudem sei es für eine Beurteilung noch zu früh. Fink erklärte: "Man kann nicht schon nach drei Spieltagen Bilanz ziehen, sondern nach einem halben Jahr."

Am Samstag empfängt der HSV Eintracht Braunschweig zum Nordderby in der Imtech Arena. Der Aufsteiger ist noch ohne Punkt, der HSV mit nur einem Zähler noch ohne Sieg.

Der Hamburger SV im Überblick

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