Mittwoch, 17.07.2013

Stürmer sieht sich in Bringschuld

Petersen träumt von der Nationalmannschaft

Nach seinem Wechsel vom FC Bayern München zu Werder Bremen hat Nils Petersen schon konkrete Ziele für die Zukunft. Er sieht sich gegenüber Werder in der Bringschuld und will in der Chancenverwertung besser werden. Gleichzeitig hofft er so auf eine Chance in der Nationalmannschaft.

Nils Petersen erzielte in der letzten Saison für Werder Bremen elf Tore
© getty
Nils Petersen erzielte in der letzten Saison für Werder Bremen elf Tore

Wie Petersen in der "Sport Bild" verriet, hatte er schon während der vergangenen Saison gehofft, an der an das Saisonende anschließenden USA-Reise der Nationalmannschaft teilnehmen zu können: "Es war klar, dass die Bayern- und Dortmund-Spieler nicht mitfahren. Natürlich machte ich mir Hoffnungen. Denn ich hatte nach 22 Bundesliga-Spielen schon elf Tore erzielt."

Doch in den weiteren zwölf Partien folgte nur noch eine Torvorlage, Petersen schaffte den Sprung zur Nationalmannschaft nicht. "Ich war von mir enttäuscht. Ich wäre gerne dabei gewesen", gab der 24-Jährige zu.

Dennoch glaubt er weiter an seine Chance und will sich für die Zeit nach der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr empfehlen: "Ich bin noch jung. Und wir wissen, in Deutschland gibt es nicht so eine Vielzahl an Stürmern. Klose, Gomez, dahinter kommen einige junge, die sich Chancen ausrechnen können."

Petersen arbeitet an seiner Chancenverwertung

Wichtig sei für ihn daher jetzt Konstanz bei Werder Bremen: "Zuerst muss ich meine Ziele mit Werder erreichen und zwei, drei Spielzeiten zweistellig treffen." Damit das gelingt, will er sich weiter verbessern. Gemeinsam mit seinem Vater Andreas, der den Viertligisten 1. FC Magdeburg trainiert, analysiert Petersen derzeit seine Spiele, um in der Chancenverwertung besser zu werden.

Immerhin habe Werder "viel Geld für mich bezahlt. Ich bin deshalb in der Bringschuld und möchte es mit Toren zurückzahlen", kündigte der Stürmer an. Bremens Manager Thomas Eichin hat daran keine Zweifel: "Die vorige Saison war seine erste als Stammspieler in der Bundesliga. Deshalb wird Nils zehn bis 15 Prozent stärker."

Insgesamt elf Tore und sechs Vorlagen gelangen Petersen, der in der vergangenen Saison bereits vom FC Bayern an die Weser ausgeliehen war, in der Vorsaison in 34 Bundesliga-Spielen. Für drei Millionen Euro wechselte er anschließend fix nach Bremen, wobei Werder die Ablösesumme in drei Raten zu je einer Million abstottert. Petersens Vertrag läuft bis 2017.

Nils Petersen im Steckbrief

Adrian Bohrdt

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Petersen hatte schon auf die USA-Reise gehofft, jetzt will er sich für die Zeit nach der WM für die Nationalelf empfehlen. Vorerst steht aber Werder im Vordergrund - Videotraining inklusive.

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