"Selbstanzeige hätte nie öffentlich werden dürfen"

Zwanziger empfiehlt Auszeit für Hoeneß

Von Martin Grabmann
Sonntag, 28.04.2013 | 21:44 Uhr
Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger empfiehlt Uli Hoeneß eine Auszeit als Bayern-Präsident
© getty
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In der öffentlichen Diskussion um die Selbstanzeige von Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung empfiehlt der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger dem Präsidenten des FC Bayern München, sein Amt ruhen zu lassen. Ein sofortiger Rücktritt sei aber keine Lösung.

"Bis zum Endspiel oder dem Empfang am nächsten Tag sollte er Bayern-Präsident bleiben. Auf die paar Wochen kommt es auch nicht an. Dann sollte er klug sein und ein Stück an die anderen denken", erklärte Zwanziger bei "Sky".

Trotz aller Versäumnisse habe Hoeneß verdient, das Finale als Präsident zu erleben: "Es wäre schade, wenn Uli Hoeneß vor dem Champions-League-Finale sein Präsidentenamt ruhen lassen würde. Das ist ein Stück Krönung seines Lebenswerkes."

Zwanziger betonte aber die Notwendigkeit einer restlosen Aufklärung der Sachlage um Hoeneß' Konten in der Schweiz: "Es gibt Fehlverhalten auf dem Platz - das ahnden die Schiedsrichter. Und es gibt Fehlverhalten außerhalb des Platzes - da muss eine angemessene Antwort drauf gegeben werden."

"Gab auch kritische Momente"

Der 67-Jährige sagte auch, dass Hoeneß, der viel für den Fußball getan habe, zwei Gesichter besitze. "Ich habe mit Uli Hoeneß gute Zeiten verlebt. Aber in meinem Buch habe ich ihn so geschildert, wie ich ihn anders erlebt habe. Es gab auch kritische Momente mit ihm", so Zwanziger.

Dass es überhaupt zu der öffentlichen Diskussion kommen konnte, hält der ehemalige DFB-Präsident für einen Skandal. Die Selbstanzeige des Bayern-Präsidenten hätte nie öffentlich werden dürfen: "Es ist eine Schweinerei, dass diese Selbstanzeige öffentlich wird. Ich war selbst mal Steuerinspektor und weiß, was das Steuergeheimnis für eine Rolle spielt."

Keine Chance zur Richtigstellung

Vor allem würde Hoeneß nun die Möglichkeit genommen, aus eigener Einsicht heraus für eine Richtigstellung seines Fehlverhaltens zu sorgen. "Wenn es zugelassen wird, dass Personen, die eingesehen haben, dass es falsch war, was sie gemacht haben und das wieder in Ordnung bringen wollen, anschließend an den Pranger gestellt werden, ist nicht in Ordnung", sagte Zwanziger.

Theo Zwanziger war von 2004 bis 2012 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, zunächst in einer Doppelspitze mit seinem Vorgänger Gerhard Mayer-Vorfelder und später als einziger Präsident. Darüber hinaus ist der erklärte Fan von Borussia Mönchengladbach Mitglied im Exekutivkomitee der FIFA.

Uli Hoeneß im Steckbrief

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