Fussball

Elber rät Bayern von Lewandowski ab

Von Adrian Bohrdt
Im September 2006 beendete Giovane Elber seine aktive Karriere
© getty

Insgesamt 264 Spiele absolvierte Giovane Elber für den FC Bayern München, erzielte dabei 139 Tore. In einem Interview erinnert er sich an seinen Abschied vom Rekordmeister - und rät von Dortmunds Robert Lewandowski ab. Er selbst habe nach wie vor ein gutes Verhältnis zum Verein.

Auf die Frage, ob Lewandowski besser sei als die aktuellen Bayern-Stürmer Mario Mandzukic, Mario Gomez und Claudio Pizarro antwortete Elber im Interview mit der "AZ": "Ich sage nein. Bayern braucht Lewandowski nicht. Ich würde weiter auf Mandzukic und Gomez setzen! Aber im Fußball-Geschäft geht's oft schnell: Wer heute gut ist, ist übermorgen vielleicht schon unbrauchbar und muss weg."

Elber selbst wurde 2003 bei den Münchnern aussortiert, nachdem Roy Makaay verpflichtet worden war. "Als Roy Makaay verpflichtet wurde, ahnte ich es schon. Dann kam Ottmar Hitzfeld zu mir und sagte: 'Giovane, ab heute bist du nur noch die Nummer drei.' Ich sollte nicht mal mehr Ersatzspieler sein. Ich, der Torschützenkönig, war auf einmal nicht mehr gefragt. Das wollte mir nicht in den Kopf."

Gomez und Mandzukic gleichstark

Er selbst sei deswegen aber nicht mehr sauer auf den damaligen FCB-Trainer Ottmar Hitzfeld. "Nein, nein! Der Kontakt zu ihm und Uli Hoeneß ist sehr gut", so Elber. Der Grund dafür sei, dass "sie fair zu mir waren und mit offenen Karten gespielt haben."

Der 40-Jährige lobte Gomez und Mandzukic: "Sie stehen auf einer Stufe. Mandzukic hat den Vorteil, dass man mit ihm auch mal Doppelpass spielen kann. Gomez ist nicht so stark im Eins-gegen-Eins, braucht für sein Spiel die richtigen Vorlagen." Gleichzeitig sei bei Gomez eines aber unbestreitbar: "Tore sprechen ihre eigene Sprache."

Neben seinen Gedanken zum Sturmpersonal des FC Bayern drückte Elber auch seine Sorge über die brasilianische Nationalmannschaft vor der Heim-WM 2014 aus: "Bis jetzt haben wir keine gute Mannschaft. Alle haben auf den alten Fuchs Scolari gehofft, aber das erste Spiel ist gleich in die Hose gegangen (1:2 in England, d. Red.)." Die Favoriten kämen aus Europa. "Uns läuft die Zeit davon. Die Einzelspieler sind gut, aber wir sind noch kein Team wie Deutschland oder Spanien."

Giovane Elber im Steckbrief

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