Wer beendet seinen Negativlauf?

Von Adrian Bohrdt
Samstag, 30.03.2013 | 13:03 Uhr
Das Hinspiel endetete 1:1: Zoltan Stieber gleich die Führung durch Frankfurts Alex Meier aus
© getty
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Wenn Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt am Sonntagabend aufeinandertreffen, kämpfen beide Teams gegen einen Negativtrend. Die Fürther hoffen auf den ersten Heimsieg, während sich Frankfurt nach der Vertragsverlängerung von Trainer Armin Veh wieder auf das Sportliche konzentriert.

Greuther Fürth will sich ordentlich aus der Bundesliga verabschieden. Dafür will der Tabellenletzte am 27.Spieltag gegen kriselnde Frankfurter punkten (So., 17.30 Uhr im LIVE-TICKER).

In der Länderspielpause ereilten Frankfurt gute und schlechte Nachrichten. Trainer Armin Veh verlängerte seinen Vertrag und hofft, dass der Fokus jetzt wieder dem Fußball gilt und das Team durchstarten kann: "Ich glaube schon, dass es besser ist, dass jetzt Ruhe herrscht. Es soll ja auch ein paar Spieler gegeben haben, die haben sich gefreut."

Torhüter Kevin Trapp dagegen brach sich bei einem Werbedreh die Hand und fällt vermutlich bis zum Saisonende aus. Er wird vom 38-jährigen Oka Nikolov vertreten. Wieder zur Verfügung steht Veh dafür Stürmer Srdjan Lakic, der seine Rückenprobleme überwunden hat. "Ich habe keine Schmerzen mehr. Es ist von Tag zu Tag besser geworden", erklärte der 29-Jährige in der "FAZ". Auch Innenverteidiger Carlos Zambrano ist nach seiner Schulterverletzung wieder dabei.

Obwohl die Eintracht in der Rückrunde nur neun Punkte geholt hat, haben die Hessen noch Chancen auf die Champions League. Derzeit steht der vierte Platz zu Buche, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Königsklasse berechtigt.

Kramer: Bundesliga ein dickes Brett

Sucht man auch Greuther Fürth in der Tabelle, erscheint es kaum vorstellbar, dass das Team im vergangenen Sommer gemeinsam mit Eintracht Frankfurt aufgestiegen ist - und dass Fürth dieses Kunststück sogar mit zwei Zählern mehr gelang, als sie die Eintracht damals am Saisonende auf dem Konto hatte.

In dieser Saison allerdings hat Fürth magere zwei Siege eingefahren und damit neun weniger als die Frankfurter. Noch nie war der Rückstand auf den Relegationsplatz für die Franken so groß wie aktuell (neun Punkte).

Klar, dass es für Trainer Frank Kramer vor allem um einen ordentlichen Abschied geht: "Wir haben die Verpflichtung gegenüber dem Umfeld und den Fans, die beste Mannschaft auf die Platte zu bringen. Die Bundesliga ist für uns ein ganz dickes Brett. Wenn man da nicht mit den besten Bohrern ran geht, dann kriegt man ein Problem."

Fürth will den ersten Heimsieg

Noch wartet der Aufsteiger allerdings auf seinen ersten Heimsieg in der Bundesliga. Kein Team musste in der Liga-Historie so lange auf den ersten Heimsieg warten, und die Fürther könnten noch einen Negativrekord aufstellen: Sollte vor eigenem Publikum erneut kein Tor gelingen, wäre der bisherige Rekord von Tasmania Berlin (elf torlose Spiele) geknackt.

Kramer, für den es das erste Heimspiel mit Fürth ist, hofft, dass es nicht so weit kommt: "Irgendwann sind wir ja mal dran, warum nicht im nächsten Spiel?" Ein Sieg für Fürth wäre auch das Ende eines Negativlaufes. Genau wie Frankfurt wartet die Spielvereinigung seit sechs Spielen auf einen Sieg, es sind die aktuell längsten Durststrecken in der Liga.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Fürth: Hesl - M. Zimmermann, Sobiech, Mavraj, Baba - Pekovic - Klaus, Fürstner, Petsos, Schmidtgal - Sararer

Frankfurt: Nikolov - S. Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner, Meier, Inui - Lakic

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