"Ergebnisse bemerkenswert"

Nürnberg will Serie gegen 96 ausbauen

Von Jakob Kunz
Samstag, 16.02.2013 | 13:57 Uhr
Nürnberg schwimmt auf der Erfolgswelle - Hannover ist nach der Europa League angeschlagen
© Getty
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Ungeschlagen - das war Hannover 96 in der Europa-League-Saison. Nun mussten die Niedersachsen vor der Begegnung beim 1. FC Nürnberg (15.15 Uhr im LIVE-TICKER) eine bittere 1:3-Pleite gegen Anschi Machatschkala hinnehmen. Im Liga-Alltag wollen die zuletzt defensivschwachen Niedersachsen ihre Wunden lecken.

Auf Kunstrasen im Moskauer Luschniki-Stadion präsentierte sich Hannover zu harmlos und muss jetzt um das Weiterkommen im internationalen Geschäft bangen.

Nicht die besten Voraussetzungen, trifft das Team von Mirko Slomka doch auf einen Gegner, der trotz Trainerwechsel erstarkt aus der Winterpause kam.

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Fünf Punkte holte Nürnberg in den ersten vier Spielen der Rückrunde - gegen Kaliber wie Werder Bremen, den Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach und Überraschungsaufsteiger Eintracht Frankfurt, die allesamt den Anspruch haben, international zu spielen.

"Ergebnisse sind bemerkenswert"

Damit haben sich die Franken zu diesem frühen Zeitpunkt ein ordentliches Polster auf die Abstiegsränge erarbeitet: Neun Punkte Vorsprung beträgt der Abstand zum Relegationsplatz.

"Es ist bemerkenswert, wie schnell und nahtlos es Mannschaft und Trainern gelungen ist, Ergebnisse zu erzielen", erkannte Sportdirektor Martin Bader die gezeigten Leistungen auf der vereinseigenen Webseite an. "Das bestätigt uns darin, dass der Verein an vielen Positionen stabil und in der Lage ist, unvorhergesehene Situationen zu bewältigen."

Nicht ohne Grund ist man in Nürnberg deshalb optimistisch, auch gegen einen starken Gegner wie Hannover 96 zu bestehen. Das Team von Coach Michael Wiesinger ist seit acht Heimspielen in Folge ohne Niederlage.

"Ich habe ein sehr gutes Gefühl für Sonntag. Wenn wir unsere Stärken abrufen, können wir ihnen weh tun. Wir müssen auftreten, wie in den letzten Spielen: aggressiv spielen, keine Räume zulassen. Das ist die Basis", sagte auch Mittelfeldspieler Mike Frantz zur anstehenden Partie, die übrigens erstmals im "Grundig-Stadion" ausgetragen wird. Das traditionsreiche Elektronik-Unternehmen wurde neuer Namenssponsor der Nürnberger Arena.

Zwei Stammspieler noch fraglich

Verzichten muss der FCN noch auf Timo Gebhart, dem eine hartnäckige Leistenverletzung zu schaffen macht. Der 23-Jährige kann voraussichtlich erst kommende Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Zudem musste Tomas Pekhart unter der Woche aufgrund einer Sprunggelenksverletzung das Training aussetzen, Mu Kanazaki plagte eine Schienbeinprellung und Timm Klose konnte wegen einer Oberschenkelverhärtung nicht trainieren. Für die Partie gegen 96 sollen die angeschlagenen Profis aber rechtzeitig wieder fit sein.

Während Nürnberg mit Zufriedenheit auf die erzielten Ergebnisse blickt, gleicht die 96-Rückrunde - wie auch die gesamte Saison - einer Achterbahnfahrt. In den vergangenen vier Spielen nach der Winterpause holte Hannover jeweils im Wechsel zwei Siege, kassierte eben aber auch zwei Niederlagen.

Die international ambitionierten Niedersachsen lassen schlichtweg die Konstanz vermissen. Gegen Nürnberg muss man punkten, um den Anschluss an die Euro-League-Plätze zu halten.

Hannover gleicht einem Lazarett

Erschwerend hinzu kommt, dass 96 zahlreiche Verletzungssorgen plagen. Der Kader gleicht einem Lazarett: Für Mario Eggimann ist die Saison nach seinem Knöchelbruch sowieso gelaufen, Leon Andreasen (Kreuzbandriss) wird erst Mitte April zurück erwartet. Genauso Felipe (Hüftverletzung). Bei Kapitän Steven Cherundolo (Knieprobleme) ist die Rückkehr noch ungewiss, auch Lars Stindl (Snydesmosebandanriss) wird wohl noch eine ganze Weile fehlen.

Zwar versuchte Hannover die vielen Ausfälle in der Winterpause mit den Verpflichtungen von Johan Djourou, Sebastien Pocognoli, Franca und Andre Hoffmann zu kompensieren, aber die Automatismen greifen einfach noch nicht richtig.

Gegen Nürnberg muss die Mannschaft nach dem Rückschlag gegen Anschi nun in die Spur zurück finden. Kein leichtes Unterfangen nach einer erfolglosen Reise über insgesamt mehr als 4000 Kilometer.

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