Freiburg klopft ans Tor zur Champions League

Im Schatten des Trainers

Von Andreas Lehner
Freitag, 22.02.2013 | 13:46 Uhr
Christian Streich ist seit Anfang 2012 Trainer des SC Freiburg
© Getty
Advertisement
Bundesliga
Sa18:00
Die Highlights vom Samstag mit BVB, VfB und Leipzig
Premier League
Live
Huddersfield -
Man United
Primera División
Live
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Live
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

Der SC Freiburg könnte mit einem Sieg gegen Eintracht Frankfurt (20.15 Uhr im LIVE-TICKER) auf Champions-League-Qualifikationsplatz vier springen. Warum ist das Team von Trainer Christian Streich so stark?

Armin Veh hat sich in den letzten Jahren das Image eines Charakterkopfs erarbeitet. Weise, gelassen, distanziert zum Zirkus Profifußball. Vor dem Duell der Überraschungsmannschaften am Freitagabend verweist Veh aber gern auf ein traditionelles Rollenbild. "Wir sind die Aufsteiger, nicht Freiburg."

Klar, es geht dem Eintracht-Trainer darum, die Favoritenrolle von sich zu schieben. Denn ein Favorit muss immer das Spiel machen, die Initiative ergreifen und das will Veh in Freiburg auf keinen Fall. Erstens ist die Stärke der Eintracht das aggressive Spiel gegen den Ball und das schnelle Umschalten nach Ballgewinnen und zweitens spielt Freiburg gerne genauso.

Kollektiv und qualitativ stark

Der Sportclub hat sich unter Trainer Christian Streich zu einer der ungemütlichsten Mannschaften der Liga gemacht. Selbst der FC Bayern (sogar in Überzahl) und Borussia Dortmund hatten große Probleme mit der aggressiven, laufintensiven Spielweise der Freiburger - auch wenn die beiden Topteams jeweils 2:0 siegten.

Streich hat seit seiner Amtsübernahme zu Beginn des Jahres 2012 ein Team geformt, das in erster Linie von seiner Arbeit im Kollektiv lebt, aber auch qualitativ und individualtaktisch gehobenen Ansprüchen genügt.

Hilfe aus dem eigenen Nachwuchs

Den Nährboden für seine Arbeit hatte Streich selbst bestellt. Beim Schlusspfiff im Bremer Weserstadion, wo der SC am vergangenen Samstag 3:2 siegte, standen sechs Spieler auf dem Platz, die in der Freiburger Fußballschule ausgebildet wurden. Bevor Streich zu den Profis hochgezogen wurde, arbeitete der Fußballlehrer 16 Jahre im Jugendbereich.

Was seinem Vorgänger Marcus Sorg nicht gelang und am Ende auch den Job kostete, schaffte Streich auf Anhieb. Die Verzahnung von Nachwuchs- und Profibereich. Die Auswirkungen auf die Altersstruktur des Kaders sind unübersehbar. Mit Pavel Krmas steht nur ein Spieler über 30 Jahre im zweitjüngsten Kader der Liga (Durchschnittsalter 24,2 Jahre). Krmas Vertrag läuft Ende der Saison aus, lange schien eine Vertragsverlängerung unwahrscheinlich.

Seine Leistungen als Vertreter von Freiburgs Innenverteidigerjuwel Matthias Ginter haben ihn einem neuen Arbeitspapier aber sehr nahe gebracht. Mit Krmas kassierte Freiburg in zehn Spielen nur fünf Gegentore (keines per Kopfball) - ohne ihn waren es 17 Gegentreffer in zwölf Partien.

Schwimmende Neuneinhalb bringt Flexibilität

Die Defensivbewegung ist zweifelsohne die herausragende Qualität der Freiburger. Nur der FC Bayern (7) hat weniger Gegentore kassiert als Freiburg (22). Das liegt zum einem am starken Torhüter Oliver Baumann und zum anderen am mutigen Konzept der Vorwärtsverteidigung. Der SC attackiert seine Gegner früh in deren Hälfte und läuft viele Passwege zu. Auch deshalb hat Streich keinen klassischen Stürmer in seinem Konzept wie früher etwa Papiss Demba Cisse.

Streich setzt auf flexible Stürmertypen, die eigentlich eher in die Kategorie Mittelfeldspieler fallen. Was bei Spanien und Barcelona als falsche Neun durchgeht, heißt in Freiburg plötzlich schwimmende Neuneinhalb.

Das Spiel ist darauf angelgt, "dass wir die Möglichkeit haben, uns dabei abzuwechseln, in die Tiefe zu gehen oder sich auch mal in den Raum zurückfallen zu lassen. Das macht unser Spiel variabel und unberechenbarer", sagt Max Kruse.

Streich zieht Aufmerksamkeit auf sich

Die Gegner suchen oft noch nach dem richtigen Mittel gegen diese Variabilität. In der Jahrestabelle 2012 landete Freiburg auf Platz sechs, in der gesamten Ära Streich haben nur Bayern, Dortmund und Leverkusen mehr Punkte geholt.

Die Chance zum Sprung auf den Champions-League-Platz ist also das Ergebnis einer kontinuierlichen Entwicklung. Streich ist der Ursprung dieser Entwicklung. Der 47-Jährige hat eine klare Idee von Fußball und kann die jungen Spieler dafür begeistern.

Dass seine Persönlichkeit für Interesse sorgt, ist ein schöner Nebeneffekt. Viel in der Berichterstattung konzentriert sich auf den Trainer, seine Interviews und Pressekonferenzen genießen Kultstatus. Die Spieler können sich im Schatten des Trainers entwickeln.

Dritte Qualifikation für Europa?

Wenn seine Spieler von Europa träumen, sollen sie das ruhig tun. "Ich find's toll, dass sie selbstbewusst sind. Es geht dann aber darum: Kannst du dieses Selbstbewusstsein auch in Taten umsetzen?", sagt Streich. "Ich bin nicht so ein maßloser Optimist. Aber vielleicht ist das dann auch meine Rolle, dass ich ein bissle anders bin als sie." Er selbst sprach nach dem Sieg in Bremen nur über das Saisonziel Klassenerhalt.

Die dritte Qualifikation für den Europapokal ist trotzdem nicht unrealistisch, auch wenn im Mittelfeld der Tabelle alles sehr eng zusammenliegt und es auch schnell nach unten gehen kann. Freiburg strebt weiter nach oben, Jan Rosenthal bringt es auf den Punkt. "Wir können schlecht sagen, wir verlieren dreimal, um Zehnter zu werden."

Der SC Freiburg im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung