Rauball fordert klare Entscheidung

Innenminister Friedrich setzt Vereine unter Druck

SID
Montag, 10.12.2012 | 12:41 Uhr
Forderte die Profiklubs auf, für das DFL-Sicherheitskonzept zu stimmen: Hans-Peter Friedrich
© Getty
Advertisement
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Championship
Millwall -
Sheff Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
Torino -
Atalanta
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Unmittelbar vor der Abstimmung über das Sicherheitskonzept im Fußball haben der Bundesinnenminister und der Ligapräsident noch einmal zu einer klaren Entscheidung gedrängt. Diese Notwendigkeit sehen aber nicht alle Profiklubs.

Vor der Abstimmung über das umstrittene Sicherheitskonzept im deutschen Fußball hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich den Druck auf die 36 Proficlubs weiter erhöht.

"Das Problem ist, dass einige Vereine das Thema nicht ernst nehmen. Sie haben eine Verantwortung, für die Sicherheit der Zuschauer im Stadion zu sorgen. Es kann nicht sein, dass einige Vereine sagen: Gewalt im Fußball? Nie gehört!", sagte der CSU-Politiker Friedrich "Sport Bild Plus".

Auch Ligapräsident Reinhard Rauball nahm die Vereine vor der Mitgliederversammlung am Mittwoch in Frankfurt/Main noch einmal in die Pflicht: "Meiner Meinung nach brauchen wir eine klare Entscheidung und keine Verschiebung."

Brisanz durch Ausschluss von Dresden

Der Pokal-Ausschluss von Dynamo Dresden, den das DFB-Sportgericht am Montagabend verfügte, verlieh dem Treffen zusätzliche Brisanz. Die Richter des DFB sahen den Zweitligisten als Wiederholungstäter und kannten keine Gnade.

Grund für den Ausschluss aus dem Cup-Wettbewerb der kommenden Saison waren die Ausschreitungen beim Pokalspiel in Hannover Ende Oktober. Damals hatte die Polizei insgesamt 41 Straftaten verzeichnet. Es gab neun Verletzte und drei Festnahmen. Hannover 96 wurde zu einer Geldstrafe von 70 000 Euro verurteilt.

Das Urteil sei "angesichts der aggressiven Fußball-Chaoten in den Fanreihen von Dynamo Dresden sehr nachvollziehbar. Die Entscheidung zeigt, dass der DFB nicht vor konsequenten Strafen und drastischen Maßnahmen zurückschreckt", sagte der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann. Der CDU-Politiker fordert wie seine Amtskollegen, dass der deutsche Fußball ein neues Sicherheitskonzept in die Tat umsetzt.

Überblick: Die Streitpunkte des DFL-Sicherheitskonzepts

Innenminister Friedrich macht Druck

Rauball, zugleich Präsident von Meister Borussia Dortmund, erklärte in der "Bild"-Zeitung: "Der Ligaverband steht vor einer Weggabelung. Ich sehe die Abstimmung auf einer Ebene mit einem TV-Vertrag oder der 50+1-Frage. Es geht um die Frage: Können die Profi-Clubs ihre Hausaufgaben eigenverantwortlich machen und anschließend auch entsprechend selbstbewusst gegenüber Politik und Polizei auftreten?" Er sei jedenfalls froh, dass die meisten Vereine das erkannt hätten.

Friedrich forderte die 36 Erst- und Zweitligisten erneut auf, bei der Vollversammlung an diesem Mittwoch für das DFL-Sicherheitskonzept zu stimmen.

Die Proficlubs entscheiden in Frankfurt/Main über das 37-seitige Papier mit den 16 Anträgen. Der designierte Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), Andreas Rettig, geht fest davon aus, dass es am Mittwoch verabschiedet wird.

Jarchow plädiert für Aufschub

Der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV, Carl-Edgar Jarchow, kündigte allerdings an, für einen Aufschub der Abstimmung zu plädieren. "Ich werde dafür stimmen, dass wir am Mittwoch nicht abstimmen, sondern dass wir diese Fragen diskutieren und dann auf der ersten Mitgliederversammlung im neuen Jahr abstimmen", sagte der 57-Jährige am Sonntagabend im NDR Sportclub und betonte: "Ich finde es übereilt. Ich bin der Meinung, dass wir diesen Zeitdruck, der dort aufgebaut wird, nicht haben."

Ähnlich hatte sich bereits der VfB Stuttgart geäußert, auch Werder Bremen und die Zweitligisten FC St. Pauli und Union Berlin gelten als klare Gegner einer Verabschiedung des Maßnahmenkatalogs zum jetzigen Zeitpunkt.

"Am Mittwoch muss erstmal gar nichts entschieden werden. Der Druck kommt von der Politik", sagte Ben Praße von der Fan-Organisation "Unsere Kurve" am Sonntagabend im SWR-Fernsehen und betonte: "Die Stadien sind sehr, sehr sicher. Der Druck ist gar nicht nötig. Von daher kann man das Thema ordentlich abhandeln."

Für Rauball hätte eine Verabschiedung zur Folge, dass angedrohte Restriktionen aus der Politik vom Tisch wären. "Es ist ein ganz schmaler Grat. Wir müssen aufpassen, dass wir unsere Souveränität nicht verlieren", warnte er erneut. Das Sicherheitskonzept sei von Politik und Polizei anerkannt.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung