Fussball

Van der Vaart trifft bei Comeback im HSV-Trikot

SID
Rafael van der Vaart soll den HSV aus dem Dreck ziehen
© Getty

1.571 Tage nach seinem bisher letzten Spiel in der Bundesliga hat Rafael van der Vaart ein umjubeltes Comeback im Trikot des Hamburger SV gegeben. Im Test beim Landesligisten SC Schwarzenbek kam der 29-Jährige 61 Minuten zum Einsatz und steuerte zum 12:0 (7:0) des HSV auch einen Treffer bei.

Van der Vaart, der nach seinem Wechsel am vergangenen Freitag eine wahre Euphoriewelle in Hamburg losgetreten hatte, führte sein Team als Vertreter des geschonten Heiko Westermann als Kapitän aufs Feld.

Die weiteren Treffer für den Erstligisten erzielten Heung-Min Son (4), Dennis Diekmeier (2), Zhi Gin Lam, Marcell Jansen, Robert Tesche, Felix Brügmann und Tolgay Arslan.

Im Mittelpunkt stand aber van der Vaart. "Es war gut, zu spielen - auch wenn es kein guter Gegner war. Ich denke, dass ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung Sicherheit geben kann", sagte der Spielmacher nach seiner Auswechslung. Zuvor hatte der "kleine Engel" im himmelblauen Trikot immer wieder Anweisungen gegeben und sich hoch motiviert gezeigt.

Klubchef von Hype "beeindruckt"

2.500 Zuschauer in Schwarzenbeks ausverkaufter Sportanlage Schützenallee feierten Hamburgs Hoffnungsträger bei seinen Aktionen frenetisch und setzten damit den seit Tagen andauernden Hype um den Niederländer fort.

Schon bei seiner ersten Trainingseinheit am Sonntag hatten sich rund 1.000 Fans auf dem HSV-Gelände versammelt, um van der Vaart ganz nah zu sein.

Bereits jetzt haben die Hamburger über 3.000 Trikots mit dem Namenszug und der Rückennummer "23" des Regisseurs verkauft. "Mir war klar, dass es keinen anderen Spieler gibt, der so etwas bei uns auslösen kann", sagte HSV-Vorstandschef Carl Jarchow am Dienstagmittag.

"Aber diese Ausmaße sind schon beeindruckend. Über allem steht natürlich das Sportliche. Dass Rafael van der Vaart den Trikot- und Ticketverkauf ankurbelt, ist für uns aber natürlich auch ein guter wirtschaftlicher Faktor."

Neuzugang Jiracek fehlt

Während van der Vaart in Schwarzenbek das Spiel seines Klubs lenkte, fehlten Trainer Thorsten Fink die beiden anderen erst kurz vor Transferschluss zum Team gestoßenen Zugänge. Petr Jiracek reiste zur tschechischen Nationalmannschaft, Milan Badelj hatte sich bei seinem Debüt am vergangenen Samstag im Nordderby bei Werder Bremen (0:2) einen Muskelfaserriss zugezogen.

Der Coach hofft allerdings, dass der Kroate im nächsten Punktspiel am 16. September bei Eintracht Frankfurt wieder zur Verfügung steht.

Dann soll auch van der Vaart, der für rund 13 Millionen Euro von den Tottenham Hotspur zu den Hanseaten zurückgekehrt war, erstmals dem Bundesligakader des HSV angehören.

Jarchow bremste allerdings die extrem hohe Erwartungshaltung im Umfeld des Vereins. "Das Ziel ist es, einen guten Mittelfeldplatz zu erreichen. Danach wollen wir uns jedes Jahr einen Schritt verbessern", sagte der 57-Jährige.

Lockerer Erfolg für 96

Auch Hannover 96 konnte einen Testspielerfolg feiern. Zwei Tage nach der Galavorstellung im Derby beim VfL Wolfsburg gaben sich die Niedersachsen beim Oberligisten TuS Celle FC keine Blöße.

Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka kam am Dienstagabend durch Tore von Deniz Kadah (3), Jannik Löhden (2), Szabolcs Huzti, Deniz Aycicek und Jan Schlaudraff zu einem nie gefährdeten 8:2 (4:0).

Rafael van der Vaart im Steckbrief

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