Fussball

„In Wolfsburg könnte ich nicht spielen“

Von Sandra Specks
Heiko Westermann spielt seit vielen Jahren an der Elbe
© Getty

Der Hamburger SV ist endlich zurück. Mit dem 3:2-Sieg gegen den amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund nimmt der Bundesliga-Dino endlich wieder Fahrt auf. Auch Kapitän Heiko Westermann ist zufrieden, dass die Qualität der Mannschaft endlich Früchte trägt.

In der Sommerpause musste in Hamburg unbedingt etwas passieren, um in der laufenden Saison nicht wieder so unterzugehen, wie in der vergangenen. Mit der Verstärkung von unter anderem Rafael van der Vaart ist dem Nordklub dies laut Westermann gelungen. "Er hat Druck vom Team genommen. Es kam frischer Wind und die Stimmung hat sich gedreht", sagt der 29-Jährige gegenüber dem "Kicker".

Und auch die anfängliche Unsicherheit konnten der Niederländer und die anderen Neuzugänge deutlich wett machen. "Seit wir gestandene Spieler wie Van der Vaart, Badelj und Jiracek bekommen haben, hat sich was geändert. Der Druck auf die jüngeren Spieler hat nachgelassen, Und siege da, wir haben besser Fußball gespielt".

"Wegen der Tradition bin ich hier"

Dass es nach den ersten drei Niederlagen aber auch deutliche Kritik gehagelt hat, versteht Westermann demnach gut. "Wenn wir schlecht spielen müssen wir uns Kritik gefallen lassen. Nun erst recht, weil wir eine gute Mannschaft haben." Und weiter: "In der Abwehr müssen wir einfach die Bälle wegschlagen, dann kassieren wir auch nicht diese dummen Gegentore."

Dass der Druck im 125. Jahr des HSV noch größer ist, glaubt der Kapitän nicht, sondern freut sich viel mehr, als Teil der Mannschaft dieses Jubiläum miterleben zu dürfen. "Wegen der Tradition bin ich hier her gekommen. Ich wollte immer in Vereinen spielen, wo etwas dahinter steckt, die leben. Nichts gegen Wolfsburg, aber das wäre nicht meine Welt, da könnte ich nicht spielen."

Heiko Westermann im Steckbrief

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