Manager Christian Heidel hofft auf mehr Durchschlagskraft im Angriff

Klasnic: "Plan B" als letzte Hoffnung für Mainz

SID
Dienstag, 04.09.2012 | 14:39 Uhr
Für die Bolton Wanderers erzielte Ivan Klasnic (r.) 20 Tore in 78 Spielen
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Ivan Klasnic ist zurück in der Bundesliga. Der FSV Mainz geht mit der Verpflichtung des Kroaten ein Risiko ein. Klasnic hat Trainingrückstand und gilt als als schwieriger Charakter.

Bei Werder-Fans ist die Szene unvergessen: Das drittletzte Spiel der Saison 2003/04, Bremen bei Bayern München, Ivan Klasnic umkurvt nach dessen Fehler Oliver Kahn und schiebt zum 1:0 ein. Die Aktion ebnet Bremen den Weg zum Sieg und zur Vorentscheidung um den Meistertitel.

Nun ist der Kroate zurück in der Bundesliga - die Mainzer erhoffen sich durch seine späte Verpflichtung endlich mehr Durchschlagskraft für den Angriff. "Er war von Anfang an unser Plan B", sagt Manager Christian Heidel. In welcher Verfassung der Profi ist, der seit fünf Jahren mit einer Spenderniere lebt, muss sich noch zeigen.

Die medizinische Untersuchung bestand er bereits am Montagabend. Vorgestellt wird Klasnic, der von 2001 bis 2008 für Werder kickte, nach Vereinsangaben erst zum Ende der Woche. Voraussichtlich trainiert der 32-Jährige am Freitag erstmals mit der Mannschaft.

"Ich werde sofort beginnen, meinen Trainingsrückstand aufzuholen, um der Mannschaft sehr schnell zu helfen", sagte Klasnic, der noch vier Tage nach Ende der Transferperiode verpflichtet werden konnte, da er knapp zwei Monate ohne Verein war.

Heidel: Qualitäten nachgewiesen

Der als nicht immer einfach geltende Profi hatte nach einem dreijährigen Engagement bei den Bolton Wanderers in der englischen Premier League keine Vertragsverlängerung bekommen. Zuvor hatte er nach seinem turbulenten Abschied aus Bremen 2008 ein Jahr beim französischen Erstligisten FC Nantes gespielt. In der kroatischen Nationalmannschaft kam er seit 2011 nicht mehr zum Zuge.

Klasnic' Karriere stand nach der Nierenerkrankung 2007 bereits vor dem Aus. Erst zwei Transplantationen machten eine Fortsetzung möglich. Im Anschluss verklagte er unter anderem Bremens Team-Arzt Götz Dimanski auf Schadenersatz. Dimanski habe die Erkrankung zu spät erkannt. Klasnic muss seither Medikamente nehmen, besucht regelmäßig seinen Vertrauensarzt in Bremen und spielt mit einem Nierenschutz aus Fiberglas.

Klasnic kam in den letzten drei Jahren Premier League auf insgesamt 20 Tore, jetzt soll er das Mainzer Sturmproblem lösen. Die Rheinhessen hatten sich vor der Saison mit Transfers sehr zurückgehalten. Nach den Abgängen von Anthony Ujah und Zoltan Stieber trugen Adam Szalai und Eric Maxim Choupo-Moting die Last im Sturm allein. Trainer Thomas Tuchel und Heidel wollten - anstatt auf spektakuläre Neuzugänge - auf eine eingespielte Mannschaft setzen, bei der "die Automatismen greifen", wie Tuchel gerne betont.

Höhepunkt der Karriere in Bremen

Bisher griffen sie nur bedingt. Ein Punkt und ein Tor (von Mittelfeld-Mann Andreas Ivanschitz) stehen zu Buche - zuletzt verlor Mainz zu Hause 0:1 gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth. Der gewünschte Transfer von Adrian Ramos von Hertha BSC scheiterte. Man habe, sagt Heidel, einen "erfahrenen Stürmer gesucht, der die Bundesliga kennt."

In Klasnic habe man jemanden gefunden, "der seine Qualitäten, insbesondere beim Torabschluss, bei allen seinen bisherigen Stationen nachgewiesen hat." Wobei die Zeit in Bremen sicherlich die bedeutendste in seiner Karriere ist. Unter Trainer Thomas Schaaf bildete der Kroate gemeinsam mit dem brasilianischen "Kugelblitz" Ailton das Sturmduo, das Werder mit 41 Toren zur Meisterschaft schoss, den DFB-Pokal holten sie noch dazu. Später glänzte er im Tandem mit Miroslav Klose.

"Ich hatte eine ganze Reihe von Anfragen, aber die Möglichkeit, bei Mainz 05 und in der Bundesliga zu spielen, hat mich am meisten gereizt", sagte der gebürtige Hamburger Klasnic, der auch private Gründe abwog. Seine Tochter kommt in diesen Tagen in der Hansestadt zur Schule, er möchte ihr "näher" sein. Näher ist er nun auch wieder am FC St. Pauli. Dort wurde er zum Profi und gab danach mehrfach zu Protokoll, eines Tages seine Laufbahn auch am Millerntor beenden zu wollen.

Ivan Klasnic im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung