Fussball

"Studium oder Trainerbank möglich“

Von Christian Ehrhardt
Mittwoch, 26.09.2012 | 15:40 Uhr
Sebastian Kehl (r.) drückt den Gegner weg. Drückt er bald auch die Schul- oder Trainerbank?
© Getty

Auch wenn es für den Zuschauer ein sensationelles Spiel war, das am Main zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund lief, waren gerade die BVB-Spieler nicht sonderlich begeistert. Als Meister gegen den Aufsteiger nach einer Zwei-Tore-Führung den Ausgleich hinzunehmen, kann und darf auch nicht der Anspruchshaltung des letztjährigen Ligaprimus entsprechen. Das sah auch Sebastian Kehl so.

Als Kapitän des BVB ist es die Aufgabe von Sebastian Kehl, wachzurütteln. Und das tat er nach dem Spiel in Frankfurt deutlich. "Die Abstände in den Mannschaftsteilen sind zu groß, es mangelt an Abstimmung und wir sind nicht konsequent genug", lautete die Fehleranalyse des Kapitanos nach dem Spiel gegenüber "Eurosport". "Es lag wieder mehr an uns, dass wir nicht gewonnen haben. Wir müssen uns an den eigenen Ohren wieder aus dem Dreck ziehen", so Kehl.

Auch wenn gerade erst fünf Spieltage gespielt sind - oder: gerade weil? - sind die sieben Punkte Rückstand der Dortmunder auf Tabellenführer und Ligadominierer Bayern München ein Warnsignal. Da ist es logisch, dass Sportdirektor Michael "Susi" Zorc kalmierend sagt, der momentane Tabellenstand würde nur Journalisten interessieren. Laut ihm hat die Tabelle derzeit noch null an Aussagekraft.

Sebastian Kehl und die Zeit nach der Karriere

Sebastian Kehl hat in einem Interview mit "The European" auch über das Ende seiner Karriere gesprochen. Demnach ist der Kapitän des Meisters aus Dortmund nicht abgeneigt, nach seiner aktiven Zeit an der Seitenlinie zu arbeiten - als Trainer. "Ein Studium würde mich reizen, das wäre eine ganz neue Richtung. Eine andere Möglichkeit wäre, und das hat mir Jürgen Klopp im vergangenen Jahr auch immer wieder bescheinigt, Trainer zu werden", wird der Mannschaftsführer aus Dortmund vom Magazin zitiert.

Mut bewies Kehl mit seiner Aussage zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Ich schätze sie als Mensch und Politikerin. Ich denke, sie macht einen guten Job."

Sebastian Kehl im Steckbrief

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