Montag, 17.09.2012

Das Top-Thema des Spieltags

Huszti und die "beschissene" Seite 88

Szabolcs Husztis Platzverweis nach dem Siegtreffer gegen Werder Bremen wirft große Zweifel am DFB-Regelwerk auf. Dennoch lässt sich Hannover 96 die Freude an der Rückkehr des Ungarn nicht verderben und feiert seine "Weltklasseleistungen".

Szabolcs Huszti: Seinem Last-Minute-Traumtor folgte ein vieldiskutierter Platzverweis
© Getty
Szabolcs Huszti: Seinem Last-Minute-Traumtor folgte ein vieldiskutierter Platzverweis

Nach 93 Minuten zog Lars Stindl zum letzten Mal voll an. Er spurtete so schnell, wie es seine müden Beine noch hergaben. Mit letzter Kraft jagte er seinen Teamkollegen Szabolcs Huszti, der Hannover 96 soeben mit einem potenziellen Tor des Monats zum Last-Minute-Sieg gegen Nordrivale Werder geschossen hatte und mit blankem Oberkörper wie ein Derwisch auf die Nordkurve zuraste.

Tippspiel

Doch der Torschütze war nicht mehr einzuholen - ein verlorenes Laufduell mit unvorhersehbaren Konsequenzen. Denn: Als Stindl den entfesselten Ungarn endlich zu fassen bekam, war das Kind bereits in den Brunnen gefallen.

Huszti hatte den Stadionzaun erklommen und sich für wenige Sekunden von der bebenden Menge in der AWD-Arena feiern lassen, bevor sein Mannschaftskamerad ihn entschlossen herunterzog. Stindl schien trotz aller überschäumenden Emotionen die Seite 88 des DFB-Regelwerks vor seinem inneren Auge präsent gehabt zu haben - ganz im Gegensatz zu Huszti.

Aytekin: "Ich bin nur die Exekutive"

"Ein Spieler wird verwarnt, wenn er an einem Zaun hochklettert, um einen Treffer zu feiern, sein Hemd über seinen Kopf auszieht oder es ganz oder teilweise über seinen Kopf stülpt", heißt es in einem Passus der Regel 12 zu verbotenem Spiel und unsportlichem Betragen.

Eine Regel, die freilich auch Schiedsrichter Deniz Aytekin kennt. Die Folgen sind bekannt: Gelb für Trikotausziehen, Gelb für die Klettereinlage, Platzverweis für den Helden von Hannover. "Mir blieb nichts anderes übrig, ich bin nur die Exekutive", sagte Aytekin, dem die aus seiner sicht unvermeidliche Entscheidung selbst Bauchschmerzen bereitete: "Es tut mir weh und leid, aber so sind die Regeln."

Huszti selbst gab sich reumütig: "Das Ganze war ein bisschen doof von mir, aber ich wusste das nicht". Auch 96-Coach Mirko Slomka nahm den Unparteiischen nach der Partie zunächst in Schutz: "Die Szene ist absolut regelgerecht bewertet worden." Inzwischen hat der Klub jedoch Einspruch gegen die Sperre eingelegt.

Begründung: Huszti habe die erste Karte nicht entgegen genommen und somit keine Chance gehabt darauf zu reagieren und sein Verhalten vor der zweiten Verwarnung entsprechend anzupassen.

Die besten Bilder des 3. Spieltags
Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 3:2: Das erste Spiel von Rafael van der Vaart (r.) nach seiner Rückkehr zum HSV
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Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 3:2: Das erste Spiel von Rafael van der Vaart (r.) nach seiner Rückkehr zum HSV
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Die Defensive der Hamburger: konfus und ungeordnet. Auch Heiko Westermann (2.v.l.) scheint ratlos. Frankfurt freut's.
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Kollektive Freude herrschte bei der Frankfurter Eintracht nach dem frühen Doppelpack
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Kollektive Freude herrschte bei der Frankfurter Eintracht nach dem frühen Doppelpack
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Für Petr Jiracek (r.) war das Spiel in Frankfurt schon vor der Pause beendet. Sein Einsatz gegen Carlos Zambrano war überhart
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Für Petr Jiracek (r.) war das Spiel in Frankfurt schon vor der Pause beendet. Sein Einsatz gegen Carlos Zambrano war überhart
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Auch Thorsten Fink wurde auf die Tribüne verbannt. Der Druck auf den HSV-Trainer steigt
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Auch Thorsten Fink wurde auf die Tribüne verbannt. Der Druck auf den HSV-Trainer steigt
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SC Freiburg - 1899 Hoffenheim 5:3: Da war die Welt für 1899 Hoffenheim noch in Ordnung. Matthieu Delpierre (2.v.l.) erzielte die Führung
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SC Freiburg - 1899 Hoffenheim 5:3: Da war die Welt für 1899 Hoffenheim noch in Ordnung. Matthieu Delpierre (2.v.l.) erzielte die Führung
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Aber der SC Freiburg übernahm schnell die Kontrolle: Karim Guede traf zum Ausgleich
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Aber der SC Freiburg übernahm schnell die Kontrolle: Karim Guede traf zum Ausgleich
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"Geh deinen Weg, aber unterlaufe nicht alle Flanken" wäre ein gutes Motto für Tim Wiese gewesen
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"Geh deinen Weg, aber unterlaufe nicht alle Flanken" wäre ein gutes Motto für Tim Wiese gewesen
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Max Kruse (r.) erzielte sein zweites Saisontor für den SC Freiburg
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Max Kruse (r.) erzielte sein zweites Saisontor für den SC Freiburg
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Über das Torfestival seiner Freiburger gegen die Kraichgauer freute sich auch Christian Streich
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Über das Torfestival seiner Freiburger gegen die Kraichgauer freute sich auch Christian Streich
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FC Bayern - Mainz 05 3:1: Münchner Jubeltraube - nach nicht einmal 120 Sekunden bat Mario Mandzukic die Kollegen bereits zum Freudentänzchen
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FC Bayern - Mainz 05 3:1: Münchner Jubeltraube - nach nicht einmal 120 Sekunden bat Mario Mandzukic die Kollegen bereits zum Freudentänzchen
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Und so war's passiert: Nach Müllers Hereingabe musste der Kroate den Fuß nur noch hinhalten - und tat dies dann auch
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Und so war's passiert: Nach Müllers Hereingabe musste der Kroate den Fuß nur noch hinhalten - und tat dies dann auch
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Flying Mario - nach der Kür widmete sich Mandzukic seinen Defensivaufgaben
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Flying Mario - nach der Kür widmete sich Mandzukic seinen Defensivaufgaben
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Ein Kopfball, ein Tor, ein Finger - Bastian Schweinsteigers Arbeitstag verlief erstklassig
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Ein Kopfball, ein Tor, ein Finger - Bastian Schweinsteigers Arbeitstag verlief erstklassig
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Javi Martinez kam, gewann Zweikämpfe und bereitete Kroos' 3:1 sehenswert vor
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Javi Martinez kam, gewann Zweikämpfe und bereitete Kroos' 3:1 sehenswert vor
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Hannover 96 - Werder Bremen 3:2: Was für ein irres Nordderby? Erst in letzter Sekunde sichert sich Hannover die drei Punkte
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Hannover 96 - Werder Bremen 3:2: Was für ein irres Nordderby? Erst in letzter Sekunde sichert sich Hannover die drei Punkte
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Schon nach zehn Minuten lag Hannover mit 2:0 in Führung. Eine bärenstarke Anfangsphase von 96
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Schon nach zehn Minuten lag Hannover mit 2:0 in Führung. Eine bärenstarke Anfangsphase von 96
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Werder aber gab sich nicht auf, kam zurück ins Spiel und erzielte in Person von Kevin de Bruyne (l.) sogar den Ausgleich
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Werder aber gab sich nicht auf, kam zurück ins Spiel und erzielte in Person von Kevin de Bruyne (l.) sogar den Ausgleich
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Doch Sekunden vor Schluss erzielte Hannover 96 den Siegtreffer. Der Jubel kannte kaum noch Grenzen...
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Doch Sekunden vor Schluss erzielte Hannover 96 den Siegtreffer. Der Jubel kannte kaum noch Grenzen...
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Marco Arnautovic und Kevin de Bruyne konnten es nicht fassen
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Marco Arnautovic und Kevin de Bruyne konnten es nicht fassen
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Fürth - Schalke, 0:1: Mike Büskens und Huub Stevens begrüßten sich vor der Partie freundschaftlich. Schließlich gewann man 1997 gemeinsam den UEFA-Pokal
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Fürth - Schalke, 0:1: Mike Büskens und Huub Stevens begrüßten sich vor der Partie freundschaftlich. Schließlich gewann man 1997 gemeinsam den UEFA-Pokal
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Fußball und Politik geht einfach zusammen. Während Angela Merkel den Sieg des BVB verfolgte, gab sich in Fürth der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger (r.) die Ehre
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Fußball und Politik geht einfach zusammen. Während Angela Merkel den Sieg des BVB verfolgte, gab sich in Fürth der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger (r.) die Ehre
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Ibrahim Afellay (r.) gab sein Startelf-Debüt für die Knappen. Alles wollte dem Niederländer freilich noch nicht gelingen
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Ibrahim Afellay (r.) gab sein Startelf-Debüt für die Knappen. Alles wollte dem Niederländer freilich noch nicht gelingen
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Ehre, wem Ehre gebührt. Julian Draxler leitete den Schalker Sieg mit einem Traumtor ein
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Ehre, wem Ehre gebührt. Julian Draxler leitete den Schalker Sieg mit einem Traumtor ein
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Edu (M.) tat sich gegen die alten Kollegen doch merklich schwer
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Edu (M.) tat sich gegen die alten Kollegen doch merklich schwer
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Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen 3:0: Der Meister gab sich gegen die Werkself keine Blöße
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Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen 3:0: Der Meister gab sich gegen die Werkself keine Blöße
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Angela Merkel (M.), die Schirmherrin der Aktion "Geh deinen Weg", saß in Dortmund auf der Tribüne
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Mats Hummels (l.) köpft nach einer Ecke von Marcel Schmelzer das 1:0 in der 29. Minute
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Mats Hummels (l.) köpft nach einer Ecke von Marcel Schmelzer das 1:0 in der 29. Minute
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Der starke Jakub Blaszczykowski (l.) nach seinem Tor in der 39. Minute mit Gratulant Marcel Schmelzer
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Der starke Jakub Blaszczykowski (l.) nach seinem Tor in der 39. Minute mit Gratulant Marcel Schmelzer
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Robert Lewandowski (M.) köpft in der 78. Minute das 3:0 und lässt Keeper Bernd Leno keine Chance
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Robert Lewandowski (M.) köpft in der 78. Minute das 3:0 und lässt Keeper Bernd Leno keine Chance
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VfB Stuttgart - Fortuna Düsseldorf 0:0: Düsseldorf-Keeper Fabian Giefer bleibt weiterhin ohne Gegentreffer in der Liga
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VfB Stuttgart - Fortuna Düsseldorf 0:0: Düsseldorf-Keeper Fabian Giefer bleibt weiterhin ohne Gegentreffer in der Liga
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Die Partie war gezeichnet durch viele Zweikämpfe im Mittelfeld
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Die Partie war gezeichnet durch viele Zweikämpfe im Mittelfeld
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Nach einem Zusammenprall mit Martin Harnik musste Fortuna-Keeper Giefer verletzt runter
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Nach einem Zusammenprall mit Martin Harnik musste Fortuna-Keeper Giefer verletzt runter
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Abräumer Adam Bodzek (M.) hatte Tamas Hajnal (l.) weitgehend im Griff
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Abräumer Adam Bodzek (M.) hatte Tamas Hajnal (l.) weitgehend im Griff
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Borussia Mönchengladbach - 1. FC Nürnberg 2:3: Mit dem Auswärtssieg in Gladbach sorgte Nürnberg für eine der Überraschungen am dritten Spieltag
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Borussia Mönchengladbach - 1. FC Nürnberg 2:3: Mit dem Auswärtssieg in Gladbach sorgte Nürnberg für eine der Überraschungen am dritten Spieltag
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Gleich zwei mal durften die Nürnberger in den ersten 25 Minuten einen Treffer bejubeln und gingen mit 2:0 in Führung
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Gleich zwei mal durften die Nürnberger in den ersten 25 Minuten einen Treffer bejubeln und gingen mit 2:0 in Führung
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Sekunden vor der Halbzeit brachte Luuk de Jong (r.) Gladbach mit seinem ersten Bundesliga-Treffer zurück ins Spiel
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Sekunden vor der Halbzeit brachte Luuk de Jong (r.) Gladbach mit seinem ersten Bundesliga-Treffer zurück ins Spiel
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Kurz nach dem Pausentee erzielte Granit Xhaka (l.) sogar noch den Ausgleich. Die Partie schien komplett zu kippen
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Kurz nach dem Pausentee erzielte Granit Xhaka (l.) sogar noch den Ausgleich. Die Partie schien komplett zu kippen
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Doch nur zwei Minuten nach dem Ausgleich brachte Hiroshi Kiyotake den Club erneut in Führung und markierte den 3:2-Endstand
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Doch nur zwei Minuten nach dem Ausgleich brachte Hiroshi Kiyotake den Club erneut in Führung und markierte den 3:2-Endstand
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FC Augsburg - VfL Wolfsburg 0:0: Ein Bild, das die Partie perfekt beschreibt. Was beide Mannschaften den Zuschauern...
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FC Augsburg - VfL Wolfsburg 0:0: Ein Bild, das die Partie perfekt beschreibt. Was beide Mannschaften den Zuschauern...
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...zum Auftakt des 3. Spieltags boten, war erschreckend. Kaum Torchancen, überhaupt kein Spielwitz
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...zum Auftakt des 3. Spieltags boten, war erschreckend. Kaum Torchancen, überhaupt kein Spielwitz
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VfL-Coach Felix Magath (r.) tobte an der Seitenlinie wie zu besten Zeiten und fuchtelte immer wieder wild mit den Armen
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VfL-Coach Felix Magath (r.) tobte an der Seitenlinie wie zu besten Zeiten und fuchtelte immer wieder wild mit den Armen
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Diego (M.) war der Lichtblick im Spiel der Wölfe. Er scheint langsam aber sicher wieder zu alter Stärke zu finden
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Diego (M.) war der Lichtblick im Spiel der Wölfe. Er scheint langsam aber sicher wieder zu alter Stärke zu finden
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Simon Kjaer (l.) durfte überraschend im defensiven Mittelfeld ran und machte seine Sache - wie hier gegen Daniel Baier - ordentlich
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Simon Kjaer (l.) durfte überraschend im defensiven Mittelfeld ran und machte seine Sache - wie hier gegen Daniel Baier - ordentlich
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DFB-Regelwerk ließ Aytekin Spielraum

Was bleibt, ist die Frage, ob Aytekins Entscheidung tatsächlich unumgänglich war. Neben dem klar definierten Strafmaß lässt die Regel Nummer 12 dem Schiedsrichter in einem späteren Absatz nämlich durchaus Spielraum in der Auslegung zu. Demnach werde von den Referees erwartet, dass sie "bei der Beurteilung des Torjubels gesunden Menschenverstand walten lassen."

Ob Aytekin eben diesen gesunden Menschenverstand aufgrund fehlenden Fingerspitzengefühls oder etwa aus Angst vor einer möglichen Abstufung im strengen DFB-Bewertungssystem für Schiedsrichter hat stecken lassen, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Korrekte Regelauslegung oder unmündige Paragraphenreiterei hin oder her: Fest steht, dass mit jener Regel Nummer 12 weder Spielern noch Schiedsrichtern oder Fans geholfen ist. "Von uns werden Woche für Woche Emotionen gefordert. Und wenn man sie dann zeigt, wird man bestraft. Das ist eine beschissene Regel", sagte 96-Kapitän Steven Cherundolo treffend.

Huszti hat mit seinem Verhalten weder Werders Fans provoziert, noch mutwilliges Zeitspiel betrieben. Sein Jubellauf war ein simpler Ausdruck von Freude und - im Gegensatz zu anderen mit Gelb geahndeten Vergehen - nicht im Keim destruktiv motiviert.

DFB kommt ins Grübeln

Sogar DFB-Schiedsrichterwart Lutz Wagner drückte daher Zweifel an der Sinnhaftigkeit des besagten Paragraphen aus. "Ich empfinde die Entscheidung als unangemessen, das steht in keinem Verhältnis zu einem Tritt oder einem anderen Foulspiel."

Dennoch geht er nicht von einer schnellen Änderung aus. Diese obliegt ohnehin dem International Football Association Boards, das im Allgemeinen nicht für seine zeitnahen Umsetzungen von Regeländerungen bekannt ist. Wesentlich schnellere Entscheidungen brachte der Fall Huszti dafür bei Hannover 96 mit sich.

Entgegen der gültigen Standard-Regelung muss der 29-Jährige für seinen Platzverweis lediglich 500 Euro in die Mannschaftskasse, nicht aber die gängige 1000-Euro-Strafe an den Verein zahlen.

Bundesliga Spielplaner - Der Tabellenrechner von SPOX.com

Cherundolo über Huszti: "Weltklasse"

Denn ungeachtet des großen Wirbels um Husztis Hinausstellung überwiegt bei 96 die Freude über dessen bärenstarke Vorstellungen auf dem Platz. Vier Assists gegen Wolfsburg, zwei Treffer und eine Vorlage gegen Werder - Huszti spielt derzeit in der Form seines Lebens und führt die Scorerliste der Liga noch vor zwei Bayern-Stars an.

"Einer der besten Kreativspieler der Bundesliga", lobt Coach Slomka. Auch Keeper Ron-Robert Zieler ("Fantastisch, was er die letzten beiden Spiele geleistet hat") und Cherundolo ("Die letzten beiden Spiele von ihm waren weltklasse") schwärmen vom Flügelflitzer.

Und die Weltklasse-Leistungen kommen von einem wahrhaftigen Schnäppchen: Für kolportierte 750.000 Euro soll 96-Boss Martin Kind den Ungarn im Sommer aus St. Petersburg zurück an die Leine zurückgeholt haben, nachdem er 2009 für das Vierfache dieser Summe aus Hannover nach Russland transferiert worden war.

Rückkehr dank Gehaltsverzicht

Der russische Fußball sowie der höhere Leistungs- und Konkurrenzdruck bei Zenit schienen eine hemmende Wirkung auf den Ungarn ausgeübt zu haben. Huszti kam angesichts hochklassiger Mitbewerber wie Danny, Danko Lazovic oder Andrej Arschawin nie richtig in Tritt und nicht über die Reservistenrolle hinaus. Coach Luciano Spaletti verbannte ihn zuletzt sogar ins Reserveteam.

Huszti selbst, zwischen 2006 und 2009 gefeierter Publikumsliebling der 96-Fans, machte die überraschende Rückkehr zu seiner "Alten Liebe" schließlich durch massive Abstriche bei seinem 2-Millionen-Gehalt möglich. "Es fühlt sich ein bisschen an, wie nach Hause zu kommen", sagte er bei seiner Vorstellung.

Huszti und 96 - das passt. Nach einer eher unauffälligen Saisonvorbereitung blühte er - auch dank Slomkas anhaltenden Vertrauen - in der niedersächsischen Komfortzone auf. Schnell ließ er Fans und Verantwortliche wieder von Gänsehaut-Momenten wie seinem unvergessenen Freistoß-Siegtor gegen den FC Bayern aus dem Jahr 2008 träumen.

Huszti als X-Faktor im 96-Spiel

Huszti verleiht Hannover zusätzlich zum Slomka-Trademark, dem überfallartigen Konterspiel, eine weitere brandgefährliche Waffe für die Offensive.

Mit seinen Tempodribblings, den maßgenauen Standards und einer individuellen Klasse, die in Slomkas Kader wohl ihresgleichen sucht, hat Hannover einen neuen X-Faktor in seinen Reihen.

Einen X-Faktor, der durch die Dürrezeit in St. Petersburg gereift ist, der sich trotz seiner Klasse unterzuordnen weiß und sich perfekt in ein bereits funktionierendes Team integriert hat. Einer, der es schlichtweg schätzt, in jener Mannschaft spielen zu dürfen und sich mit ihr identifiziert.

So brachte spätestens jener denkwürdige Samstag gleich zwei Erkenntnisse mit sich: Während sich Coach Slomka endgültig sicher war, einen "tollen Profi" zurückgeholt zu haben, stellte Huszti fest: "Immerhin habe ich ein neues Wort gelernt: Zaun."

Szabolcs Huszti im Steckbrief

Thomas Jahn

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