Wolfsburger muss mehrere Monate pausieren

Patrick Helmes erleidet Kreuzbandriss

SID
Sonntag, 05.08.2012 | 13:30 Uhr
Patrick Helmes muss mit einem Kreuzbandriss lange pausieren
© Getty
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Patrick Helmes von Bundesligist VfL Wolfsburg muss wegen eines Kreuzbandrisses eine monatelange Pause einlegen und wird frühestens in der Rückrunde wieder spielen können.

Monatelang hatte sich Patrick Helmes Tor für Tor die Gunst des gestrengen Trainers Felix Magath erkämpft. Nun wird der 13-malige deutsche Fußball-Nationalspieler Monate brauchen, um beim Bundesligisten VfL Wolfsburg überhaupt wieder auf die Beine zu kommen.

Helmes erlitt beim 0:2 im Testspiel am Samstag gegen den englischen Meister Manchester City ohne Fremdeinwirkung einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie. Damit wird der 28-Jährige erst 2013 in der Rückrunde der 50. Bundesliga-Saison wieder an einen Einsatz denken können.

Sogar für das Kapitänsamt gehandelt

"Patrick war auf einem sehr guten Weg. Das ist bitter für ihn und für die ganze Mannschaft", sagte Magath, unter dem Helmes einer der Gewinner der Vorbereitung war und sogar für das Kapitänsamt gehandelt wurde. Der ehemalige Kölner und Leverkusener Profi wird operiert und muss dann eine monatelange Reha anschließen.

Dieses Martyrium für einen Fußballprofi hatte er 2009 schon einmal erleben müssen, als er sich noch als Angestellter von Bayer Leverkusen beim Kicken mit Freunden einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Damit waren nicht nur jegliche Hoffnungen zerstoben, bei Bundestrainer Joachim Löw noch in den Kader für die WM 2010 in Südafrika zu stürmen. Er verlor auch seinen Stammplatz beim Werksklub an den Schweizer Eren Derdiyok.

Sicherlich hatte auch sein Phlegma dazu beigetragen, dass er bei Bayer nicht mehr zurückkam. Helmes wirkte nach der Rückkehr im Anschluss an die erste schwere Verletzung seiner vielversprechenden Karriere nie so richtig austrainiert.

Miserable Saison unter McClaren

Im Frühjahr 2011 ging es dann zum VfL Wolfsburg, der Ex-Meister spielte trotz großer Investitionen eine miserable Saison unter dem neuen Trainer Steve McClaren. Der Engländer wurde wenig später entlassen, fünf Wochen danach war Felix Magath da.

Und damit ging es für Helmes richtig bergab. Magath kannte wie bei manch anderem Profi zuvor keine Gnade. Er schickte den Vollblut-Angreifer zu den Amateuren, 4. Liga unter Lorenz-Günther Köstner.

Dort schmorte der Stürmer monatelang. Einzeltraining am Mittellandkanal. Erst am 23. Spieltag der vergangenen Saison meldete sich Helmes mit einem Tor beim 1:2 gegen 1899 Hoffenheim in der ersten Mannschaft des VfL zurück - und erzielte in seinen weiteren neun Punktspielen prompt neun Treffer.

"Aus meiner Sicht führt für Joachim Löw kein Weg an Patrick Helmes vorbei", hatte Magath vor der EM in Polen und der Ukraine erklärt.

Helmes ist in sich gegangen

Was für ein Kompliment von einem, dessen Bannstrahl ansonsten gleichbedeutend mit dem Ende einer Zusammenarbeit ist. Aber Helmes ist die Sache offenbar pragmatisch angegangen.

Erst einmal verfügt der Stürmer über einen lukrativen Vertrag in Wolfsburg.

Und der Stürmer ist offenbar auch in sich gegangen, zudem entwickelte er sich als junger Vater zwangsläufig weiter. "Ich habe mich selbst hinterfragt, an meinen Schwächen gearbeitet und es so gemacht, wie der Trainer es will", sagte Helmes.

Mit der Einstellung fiel es ihm offenbar nicht so schwer, die Schmach der Strafversetzung in die Regionalliga über sich ergehen zu lassen.

Neuerliche harte Prüfung

Nun erwartet "Helmi", wie er von den Kollegen gerufen wird, eine neuerliche harte Prüfung. Wenn er die auch besteht, wird er bei Magath auch spielen.

Denn der Europapokalsieger von 1983 scheint ein richtiger Fan von Helmes geworden zu sein. "Wir werden Patrick jetzt alle gemeinsam unterstützen, damit er möglichst schnell wieder den Weg zurück auf den Platz findet", sagte Magath.

Patrick Helmes im Steckbrief

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