"Es wird bis zum Schluss ganz eng"

Von Interview: Fabian Swidrak
Freitag, 17.08.2012 | 09:59 Uhr
Andreas Ottl fühlt sich beim FC Augsburg pudelwohl
© spox
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Andreas Ottl ist einer der namhaftesten Verpflichtungen des FC Augsburg. Der dreifache Double-Gewinner soll in der kommenden Saison bei den Schwaben eine echte Führungsrolle übernehmen. Vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen den SV Wilhelmshaven sprach er mit SPOX über Bundesliga-Neuling Markus Weinzierl, seine Rolle in der Mannschaft und den Dreikampf um die Meisterschale.

SPOX: Das Spiel gegen die Queens Park Rangers war der letzte Test vor dem Pokalspiel gegen Willhelmshaven am Freitag. Wie zufrieden sind Sie mit der Saisonvorbereitung?

Andreas Ottl: Das war generell ein guter Test gegen eine starke Mannschaft. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg. Gerade an den Details müssen wir bis zum Bundesliga-Start in einer Woche aber noch arbeiten und uns weiter verbessern. Gelingt uns das, sind wir sicher gut gerüstet für die neue Saison.

SPOX: Sie haben in Ihrer Karriere bereits einige Trainer erlebt. Für Markus Weinzierl ist es die erste Saison in der Bundesliga. Wie ist Ihr erster Eindruck von ihm?

Andreas Ottl: Sehr gut. Wir arbeiten unter der Woche sehr detailliert und konzentriert. Er versucht uns seine Philosophie nahe zu bringen und wir versuchen diese auf dem Platz umzusetzen. Das gelingt uns streckenweise schon ganz gut. Jetzt müssen wir schauen, dass wir das über 90 Minuten auf den Platz kriegen, nicht nur über eine Halbzeit. Daran arbeiten wir noch. Aber ich denke, dass wir bisher sehr gut zusammen arbeiten.

SPOX: Wie würden Sie Ihre Rolle innerhalb der Mannschaft beschreiben?

Andreas Ottl: Meine Aufgabe ist es, auf der Position direkt vor der Abwehr für mehr Stabilität zu sorgen. Im Verbund mit den zwei Innenverteidigern, mit den Außenspielern und dem Zehner zu schauen, dass vor allem die Mitte zu ist. Und im Ballbesitz eben zu versuchen, Torchancen heraus zu spielen. So sieht auch die Zielsetzung des Trainers aus.

SPOX: Sie sind in München aufgewachsen, haben für den FC Bayern und den 1. FC Nürnberg gespielt. Hat die Rückkehr in die bayerische Heimat bei ihrem Wechsel nach Augsburg eine Rolle gespielt?

Andreas Ottl: Nein, das war sicher nicht der ausschlaggebende Grund. Ich habe es schon oft gesagt: Der Klub ist das einzige, was zählt. Ich habe hier genau die richtige Entscheidung getroffen und fühle mich jetzt schon sehr wohl. Die Mannschaft, das Umfeld und das ganze Team haben mich gut aufgenommen. Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit dem FC Augsburg. Darauf, mit dem Verein gegen den Abstieg zu spielen und die fantastische Leistung aus der Vorsaison zu wiederholen.

SPOX: Wer sind Ihrer Meinung nach die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf?

Andreas Ottl: Es ist schwierig, einzelne Namen zu nennen. Wir schauen, dass wir unser Spiel durchbringen und uns auf unsere eigene Leistung konzentrieren. Es wird bis zum Saisonende am letzten Spieltag wieder ganz eng, das haben die letzten Jahre gezeigt. Wenn wir unser Potential abrufen, bin ich davon überzeugt, dass wir es wieder schaffen können, die Klasse zu halten.

SPOX: Werfen wir einen Blick nach ganz oben in der Tabelle. Wer ist Ihr Meisterschaftsfavorit?

Andreas Ottl: Ich tippe wieder auf einen Zweikampf. Vielleicht kommt noch Schalke als dritte Mannschaft hinzu. Borussia Dortmund hat mit den Titelgewinnen in den letzten zwei Jahren eindrucksvoll gezeigt, dass sie aktuell die Nummer eins in Deutschland sind. Bayern steht dieses Jahr unter enormem Druck und ist deshalb natürlich wieder einer der Favoriten.

Andreas Ottl im Steckbrief

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