Bundesliga-Stars nach einem verlorenen Jahr

Der zweite Anlauf

Von Daniel Börlein
Freitag, 27.07.2012 | 12:51 Uhr
Mit der zweiten Chance: Mehmet Ekici, Rafinha, Per Skjelbred (v.l.)
© Getty
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Liverpool - Chelsea - Der Kampf um die CL-Plätze
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheffield Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak Moskau -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Premier League
Brighton -
Liverpool
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man United
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Leicester -
Burnley (Delayed)
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Swansea (Delayed)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Inter Zapresic
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Auckland City
Indian Super League
Chennai -
Kalkutta
Indian Super League
NorthEast Utd -
Bengaluru
Ligue 1
Bordeaux -
Strasbourg
Championship
Sheffield Utd -
Bristol City
Primera División
Alaves -
Las Palmas

Sie kamen vor einem Jahr mit großen Hoffnungen - und erlebten eine völlig verkorkste erste Saison bei ihrem neuen Klub. Nun versuchen Mehmet Ekici, Srdjan Lakic und Co. den Neustart. Die Perspektiven sind dabei aber durchwachsen.

Mehmet Ekici (Werder Bremen)

Während die Kollegen noch irgendwo am Strand die Beine hochlegten, schuftete Mehmet Ekici schon wieder fleißig. Nur zwei Wochen Verschnaufpause gönnte sich der Türke nach der vergangenen Saison - die er möglichst schnell abhaken will. Nur 21 Spiele absolvierte der Ex-Nürnberger, lediglich zweimal durfte er 90 Minuten ran. Wirklich in Tritt kam Ekici eigentlich nie. "Mehmet ist gesundheitlich oft zurückgeworfen wurde", erklärte Thomas Schaaf vor dem Start in die Vorbereitung. Und: "Jetzt kann er durchstarten."

Aber damit war es schnell schon wieder vorbei. Werders Trainingslager im Zillertal musste der 22-Jährige wegen einer Hüftverletzung vorzeitig verlassen. Wieder musste er individuell trainieren, wieder konnte er sich nicht im Kreise der Kollegen für einen Stammplatz empfehlen. Dabei stünden die Chancen gar nicht schlecht. Schaaf will künftig wohl in einer Mischung aus 4-2-3-1 und 4-3-3 spielen lassen - in jedem Fall aber mit einem klassischen Zehner.

Genau auf der Position sieht sich Ekici am stärksten. Die Rückennummer 10 hat er sich zumindest schon mal gesichert. "Das war mein Wunsch", sagt er. "Ich mag die Nummer, ich trage sie auch in der Nationalmannschaft - und ich denke, für meine Position ist sie geeignet." Sein großer Vorteil: Im aktuellen Werder-Kader gibt es für die offensive Mittelfeldposition eigentlich kaum Konkurrenz.

Srdjan Lakic (VfL Wolfsburg)

Was Srdjan Lakic in der letzten Saison widerfahren ist, das hat der Kroate schon einmal erlebt. In der Saison 2006/2007 stand er bei Hertha BSC unter Vertrag - und blieb eine Spielzeit lang ohne eigenen Treffer. Damals allerdings war Lakic noch ein eher unbeschriebenes Blatt. Vor einem Jahr hingegen war der Angreifer als einer der treffsichersten Stürmer der Liga aus Lautern nach Wolfsburg gekommen. Beim VfL kam der 28-Jährige allerdings nie in Tritt und wurde nach torlosen zehn Spielen nach Hoffenheim ausgeliehen.

Bei 1899 wollte Lakic einen Neustart hinlegen - und scheiterte erneut. Sieben Einsätze standen am Ende zu Buche. Und wieder: kein Tor. Hoffenheim ließ die Kaufoption verstreichen, Lakic musste nach Wolfsburg zurück. Ob es dieses Mal klappt? Immerhin räumt Felix Magath ihm eine neue Chance ein. Andere, wie Patrick Ochs oder Thomas Hitzlsperger, hat der VfL-Coach bereits nach einem Jahr wieder aussortiert. Auch auf die Reise nach China durfte Lakic mit, während sieben andere Akteure daheim bleiben mussten.

In den Tests traf Lakic bislang regelmäßig. Und dennoch wird es für ihn auch beim zweiten Anlauf schwer werden: Mit Bas Dost und Ivica Olic wurden zwei neue Angreifer verpflichtet, Patrick Helmes scheint nach seiner starken Rückrunde ohnehin gesetzt. Angesichts des Angebots im Sturm, würde Magath Lakic durchaus ziehen lassen. Allerdings: Die Interessenten halten sich in Grenzen. Nach einem kompletten Jahr ohne Treffer durchaus verständlich.

Ibrahima Traore (VfB Stuttgart)

Im Trainingslager in Donaueschingen war Ibrahima Traore mal wieder ganz vorne dran: Bei den Sprintübungen über das komplette Spielfeld konnte kein VfB-Profi mit dem Franzosen Schritt halten. Im letzten Jahr war das noch genau andersrum: Traore konnte nur selten mit seinen Kollegen mithalten.

Zwölfmal kam der Neuzugang vom FC Augsburg in der kompletten Spielzeit nur zum Einsatz, gar nur ein einziges Mal von Beginn an. Ein paar kleinere Wehwehchen plagten den Linksfuß zwar und im Frühjahr eine hartnäckige Gesäßmuskelverletzung - insgesamt aber stand als Fazit nach Traores erstem VfB-Jahr: nicht ausreichend.

Und dennoch startete der 24-Jährige optimistisch in die Vorbereitung auf diese Spielzeit. Der Grund: Mit Julian Schieber und Timo Gebhart haben zwei potenzielle Konkurrenten um einen Platz auf dem Flügel den VfB verlassen, mit Tunay Torun kam nur einer dazu. Allerdings: Nach schier endloser Verletzungsmisere hofft man in Stuttgart, dass endlich auch Johan Audel zur Verfügung steht.

Zuletzt musste der Franzose zwar aufgrund von Oberschenkelproblemen erneut kürzer treten, Richtung Saisonstart soll der Linksfuß allerdings ein ernsthafter Kandidat für die Startelf sein. Und Traore? Der verletzte sich jüngst am Innenband und musste erstmal mit dem Training pausieren. Die Vorzeichen für ein besseres zweites Jahr könnten besser sein...

Anthony Ujah (FSV Mainz 05)

In Mainz war man äußerst gespannt auf diesen Neuzugang aus Norwegen, schließlich hatte der FSV für ihn ungewöhnlich tief in die Tasche gegriffen. 2,5 Millionen Euro machten die 05er locker, um den Angreifer nach Mainz zu losten. Viel Geld für die Rheinhessen. Dementsprechend ernüchtert war man von den Vorstellungen des neuen Mannes. Ein Doppelpack beim 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart - mehr war da nicht.

Und weil Ujah auch die taktischen Vorgaben nur unzureichend erfüllte, schien Coach Thomas Tuchel die Geduld mit ihm verloren zu haben. Die Folge: Bei einem passenden Angebot hätte der 21-Jährige Mainz verlassen dürfen. Das allerdings blieb aus, und so erschien Ujah zum Trainingsauftakt.

Inzwischen hat sich viel verändert. Das einstige Sorgenkind ist binnen weniger Wochen zu einem ernsthaften Anwärter auf die Startelf geworden. "Bei Anthony ist seit längerer Zeit eine deutlichere Entwicklung zu sehen. Seinen Willen unterstreicht er mit Leistung", sagt Tuchel. Und Manager Christian Heidel ergänzt: "Anthony fühlt sich hier wohl. Er hat im ersten Jahr sehr viel bei uns gelernt. Fußballerisch kann er alles, er muss sich jetzt noch an taktische Abläufe gewöhnen."

In den Testspielen trumpfte Ujah bislang stark auf, war teilweise bester Mann auf dem Platz und nicht mehr mit dem Ujah der Vorsaison zu vergleichen. Nun ist man in Mainz gespannt, ob er das auch in der Liga zeigen kann.

Per Ciljan Skjelbred (Hamburger SV)

Lange hatte sich der HSV im letzten Jahr darum bemüht, Per Ciljan Skjelbred nach Hamburg zu lotsen. Mitte Juli war der Transfer des Norwegers dann endlich perfekt. Das war allerdings so ziemlich die einzige Erfolgsnachricht, die es um Skjelbred in seiner ersten Saison gab.

Unter Michael Oenning kam der Mittelfeldspieler zu Beginn noch zum Einsatz (ohne aufzufallen), bei Thorsten Fink war er dann dagegen völlig außen vor. Mickrige 36 Minuten Einsatzzeit hatte Skjelbred in der Rückrunde. Eine echte Alternative zu den keineswegs überragenden Jarolim, Kacar, Rincon und Tesche war er eigentlich nie.

Für die Sommerpause stand Skjelbred deshalb auf der Verkaufsliste ganz oben. Gerne hätte man sein Gehalt anderswo eingesetzt. Allerdings: Heute ist Skjelbred noch immer da. Und plötzlich hat ihn Fink auch wieder auf der Rechnung, will ihm "eine Chance geben". Im Test gegen Barca stand Skjelbred in der Startelf.

"Ich will mit allem, was ich habe, kämpfen, Vollgas geben." Dass der HSV nach wie vor nach einem zentralen Mittelfeldspieler sucht, kümmert ihn wenig. "So ist das Leben, so ist Fußball. Es ist doch normal, dass ein Verein nach einer schwachen Saison versucht, gute Spieler zu kaufen." Nun will er aber erstmal zeigen, dass auch er selbst ein guter Spieler ist.

Rafinha (Bayern München)

Der Brasilianer kam vor einem Jahr für über fünf Millionen Euro vom FC Genua. Der Grund: Rafinha hatte den Nachweis seiner Bundesliga-Tauglichkeit bereits auf Schalke erbracht und sollte dafür sorgen, dass Philipp Lahm wieder von der rechten auf die linke Abwehrseite wechseln konnte.

Nach rund einem halben Jahr kehrte Lahm allerdings wieder auf rechts zurück. Trotz Rafinha. Der saß dagegen meist nur noch auf der Bank. Der 26-Jährige hatte Jupp Heynckes zu oft enttäuscht, vor allem in der Defensive, so dass auch Jerome Boateng im Ranking der Rechtsverteidiger vor Rafinha rangierte. Sein erstes Bayern-Jahr hatte sich der Ex-Schalker ganz anders vorgestellt.

An Trennung dachte im Sommer dennoch niemand - weder der Klub noch Rafinha selbst. Der hoffte vor allem darauf, in Abwesenheit der EM-Urlauber Lahm und Boateng Pluspunkte zu sammeln. Nach ein paar Wochen ist dieser Plan allerdings schon über den Haufen geworfen. Rafinha fällt mit einem Bänderriss rund vier Wochen aus. Die Perspektive nach seiner Rückkehr: könnte kaum schlechter sein.

Lahm ist fest für rechts eingeplant und Boateng nach der Dante-Verpflichtung weiter dessen erster Ersatz. Zudem kommt mit Youngster Mitchell Weiser ein weiterer Konkurrent. Und auch Xherdan Shaqiri kann notfalls außen verteidigen. Schlechte Aussichten also für Rafinha - selbst beim zweiten Anlauf.

Der Spielplan der Bundesliga

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung