"Wenn Pep reingeredet wird, ist er weg"

Von Interview: Haruka Gruber
Mittwoch, 20.06.2012 | 15:34 Uhr
Pep Guardiola (r.) nahm mit Barca 2011 an einem Freundschaftsturnier des FCB teil
© Getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Indian Super League
Mumbai City -
Bengaluru
Copa del Rey
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man Utd
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)

Mehr als ein Gerücht: Die Bayern basteln an der Traumkonstellation auf der Bank. Gerhard Poschner, in Spanien als Spieler und Generaldirektor von Saragossa tätig gewesen, über Wahrscheinlichkeiten, den Pep-Führungsstil und den Menschen Guardiola.

SPOX: Nach übereinstimmenden Medienberichten bemüht sich der FC Bayern, Ex-Barca-Coach Pep Guardiola ab 2013 als neuen Cheftrainer zu verpflichten. Viele Fans zweifeln am Wahrheitsgehalt. Ist es so abwegig, dass etwas dran ist?

Gerhard Poschner: So eine unrealistische Konstellation ist es nicht: Warum sollte nicht einer der weltbesten Trainer zu einem der weltbesten Klubs wechseln? Vor fast 20 Jahren hat mit Giovanni Trapattoni auch einer der damals besten und erfolgreichsten Trainer überhaupt in München unterschrieben.

Guardiola: Der pessimistische Weltfresser passt zu Bayern

SPOX: Die Bundesliga gilt dennoch nicht als das bevorzugte Ziel internationaler Top-Trainer.

Poschner: Ich weiß, dass Guardiola ein Fußball-Besessener, ein Fußball-Fanatiker ist. Daher interessiert ihn nicht das spezifische Land, in dem er arbeitet. Vielmehr geht es ihm darum, an einem Projekt mit gesunden Strukturen und einer klaren Philosophie zu arbeiten. Ihm ist nichts wichtiger als die grundsätzliche Idee.

SPOX: Würde es Sinn machen, Barca-Strukturen in München einzuführen?

Poschner: Als Leitbild fände ich es gut. Was man im Camp Nou bestaunen kann, ist nur das Endprodukt einer mühseligen Arbeit von zehn, 20 Jahren. In Barcelona stimmt eben die Basis: Wie werden junge Spieler ausgebildet? Wie wird ihnen die grundsätzliche Idee vermittelt? Nur: Barcelona zu kopieren reicht nicht aus. Eine Kopie ist nie so gut wie das Original. Man müsste etwas Eigenes schaffen.

SPOX: Zum Beispiel?

Poschner: Wenn ich einfach nur die Gedanken spielen lasse: Vielleicht könnte man dem Barca-Spiel eine physische Komponente beifügen. Die deutsche Nationalmannschaft macht vor, wie die Mischung aus Barca und Real Madrid aussehen kann. Das Verspielte und das Kurzpassspiel wurde vermischt mit Geradlinigkeit und dem direkten Spiel in die Spitze. Das Beste herauspicken und weiterentwickeln - das könnte Guardiola reizen.

SPOX: Die Zeit zur Weiterentwicklung ist in München kaum gegeben - auch wegen den dominanten Führungspersönlichkeiten Rummenigge, Hoeneß und Beckenbauer.

Poschner: Guardiola zieht sein Ding durch. Wenn ihm reingeredet wird, packt er sein Köfferchen und sagt Tschüss. Dann ist er weg. Daher müssten die Bayern akzeptieren, dass nicht nur bei der Aufstellung am Samstag, sondern auch bei der Jugendausbildung und generell im sportlichen Bereich lediglich eine Meinung zählt. Die von Guardiola. Alles andere würde keinen Sinn machen, wenn man ihn holt.

SPOX: Mit Louis van Gaal hat sich der letzte ausländische Trainer mit der Klubspitze hoffnungslos verkracht. Ein abschreckendes Beispiel?

Poschner: Ich kenne van Gaal nicht persönlich, daher kann ich es nicht beurteilen. Aber mit Guardiola sehe ich keine Schwierigkeiten, wenn die Kompetenzen klar geregelt sind. Starke Persönlichkeiten haben keine Angst vor anderen starken Persönlichkeiten, das gilt für Guardiola besonders. Er ist ein hochintelligenter, feiner Mensch, der das nötige Fingerspitzengefühl und die Diplomatie mitbringt.

SPOX: Mit dem jetzigen Barca-Präsidenten Sandro Rosell soll er sich nicht gut verstehen.

Poschner: Grundsätzlich gesagt: Wenn Guardiola mit jemandem Probleme bekommt, würde ich die Schuld weniger bei ihm als beim Gegenüber suchen. (lacht)

SPOX: Zu Ihrer aktiven Zeit bei Vallecano spielten Sie mehrmals gegen Guardiola. Wie lernten Sie ihn kennen?

Poschner: Er war damals schon eine großartige Persönlichkeit mit einer unglaublichen Vision vom Spiel. Einfach herausragend. Was ihn besonders auszeichnet: Er war und ist ein hochanständiger, fairer Sportsmann. Immer bescheiden und gerecht. Solche Menschen sind auf dem Top-Niveau sehr selten. Das imponiert mir.

SPOX: In seiner ersten Saison als Barca-Cheftrainer machte er sich allerdings gleich unbeliebt: Er sortierte unter anderem Ronaldinho und Deco aus.

Poschner: Guardiola verurteilt nicht automatisch Spieler, nur weil er ein Zeichen setzen will. Seine große Stärke: Er versucht, alle Spieler ins Boot zu holen und von seiner Philosophie zu überzeugen. Erst wenn er merkt, dass gewisse Spieler nicht bereit oder in der Lage sind, das Beste für das Gesamtkonstrukt einzubringen, ist er konsequent.

SPOX: Zur vergangenen Saison wechselte mit Luis Enrique der Erfolgscoach von Barcas zweiter Mannschaft zum italienischen Spitzenklub AS Rom - und erlebte ein Fiasko. Nach einem Jahr wurde er gegangen. Sollte das zu denken geben?

Poschner: Nein, weil es eine komplett andere Konstellation war. Es ist so schon schwer, eine große Mannschaft zu trainieren. Es ist aber ungleich schwerer, als Profi-Newcomer in ein neues Land zu gehen und dort eine große Mannschaft wie Rom zu trainieren. Für Enrique wäre es besser gewesen, wenn er vorher in Spanien einen Erstligisten übernommen und dann den Sprung gewagt hätte. So war der Sprung zu groß.

SPOX: Guardiola ist anders als Enrique erfahren - doch das Erlernen von Deutsch ist für einen Spanier wesentlich schwerer als Italienisch.

Poschner: Ich bin anderer Meinung als viele in der Bundesliga: Mit etwas Geduld lässt sich die Sprachproblematik lösen. Entscheidend sollte die Qualität des Trainers sein - und die ist bei Guardiola zweifelslos vorhanden.

Guardiola: Eine einzigartige Karriere im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung