Fall Breno: Bayern wehrt sich gegen Vorwürfe

Von Martin Grabmann
Dienstag, 26.06.2012 | 10:16 Uhr
Der Prozess gegen Bayerns Breno wird am kommenden Mittwoch fortgesetzt
© Getty
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Im Prozess gegen Verteidiger Breno vom FC Bayern München erhob der als Zeuge geladene ehemalige Manager des Brasilianers am Montag schwere Vorwürfe gegen den deutschen Rekordmeister. Nun wehren sich die Verantwortlichen des FCB.

Es ist ein aufsehenerregender Prozess gegen den 22-jährigen Breno Borges, der scheinbar nie wirklich den Anschluss in Deutschland gefunden hat und nun angeklagt ist, das Haus, in dem er gewohnt hat, angezündet zu haben.

Am Montag wurde sein ehemaliger Manager Guillermo Dimiranda als Zeuge vernommen und erklärte, dass Breno in der Tatnacht nicht nur unter Alkoholeinfluss gestanden hätte, sondern auch ein Schlafmittel genommen hätte, das abhängig mache. Dabei deutete der Manager an, dass Medikamentenmissbrauch beim FC Bayern normal ist.

Hoeneß und Nerlinger dementieren

"Ich habe mehr als einmal zumindest von ihm gehört, dass er das Mittel nimmt und dass es vom Verein der Bayern kommt. Alle Spieler haben Zugang zu Medikamenten beim FC Bayern. Die haben sie genommen, um sich vor Spielen zu beruhigen", sagte Dimiranda, der auch davon sprach, dass Breno "Tierlaute" von sich gegeben habe und "besessen" gewesen sei.

Tabellenrechner: Wie schlägt sich der FCB 2012/2013?

Bei seiner Aussage später am Tag wies Brenos Mitspieler Rafinha die Vorwürfe gegen seinen Arbeitgeber zurück: "Zu mir hat er darüber nichts gesagt. Nein, davon weiß ich nichts."

Verständlicherweise wollten es die Bayern-Verantwortlichen darauf jedoch nicht beruhen lassen und melden sich nun selbst zu Wort. "Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen!", sagte Präsident Uli Hoeneß gegenüber der "Bild", Sportdirektor Christian Nerlinger fügte hinzu: "Diese Aussagen entbehren jeglicher Grundlage. Grundsätzlich gibt es beim FC Bayern keine Schlafmittel."

Brenos Frau im Zeugenstand

Der Prozess gegen Breno wird am Mittwoch fortgesetzt. Dann trit auch die Ehefrau des Angeklagten in den Zeugenstand. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen außerdem Brandsachverständige und psychologische Gutachter vor dem Landgericht München aussagen. Zudem soll der Mitschnitt eines Telefongesprächs von Brenos Ehefrau übersetzt werden.

Die Ehefrau des angeklagten Brasilianers war beim Ausbruch des Feuers nicht im Haus. Sie war kurz zuvor mit dem 22-Jährigen in Streit geraten und mit den drei Kindern weggefahren. Erst als das Gebäude voll in Flammen stand, kam sie am Brandort an. Der Staatsanwaltschaft zufolge konnte Breno allerdings nicht wissen, ob seine Familie zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Brandlegung bereits wieder in die Villa zurückgekehrt war.

Breno im Steckbrief

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