Thomas Allofs: "Es gibt einen Fußball-Gott"

SID
Mittwoch, 16.05.2012 | 16:21 Uhr
Bei allem Jubel war F95-Trainer Norbert Meier (vorne) darauf bedacht, dass die Brille ganz bleibt
© Getty
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Völlig übermüdet nahmen die Aufstiegshelden von Fortuna Düsseldorf am Mittwoch mit großen Augenringen auf dem Rathausbalkon noch einmal ein Bad in der Menge. Nach einer kurzen Nacht ging der Partymarathon an der "längsten Theke der Welt" mit zigtausenden Fans unvermindert weiter. "Ich freue mich auf eine geile Zeit in der Bundesliga", rief Trainer Norbert Meier den Fans zu.

Zuvor hatten der Trainer und seine Mannschaft, die sich am Mittwoch in das Goldene Buch der Stadt eintrugen, bis in die Morgenstunden hinein in der Edeldiskothek "Nachtresidenz" die Nacht zum Tag gemacht. 15 lange Jahre musste der Traditionsklub, der zwischenzeitlich in die vierte Liga abgestürzt war und am Rande des finanziellen Abgrunds gestanden hatte, auf diesen sehnsüchtigen Moment warten.

"Es gibt einen Fußball-Gott. Jetzt in der Bundesliga angekommen zu sein, ist eine geile Geschichte. Wir sind zum Teil seit acht, neun Jahren zusammen. Es war ein sehr langer Weg", sagte Vizepräsident Thomas Allofs und Trainer Norbert Meier ergänzte: "Die wichtigste Erkenntnis ist, dass es keine Liga mehr gibt, in die wir aufsteigen können. Wir wurden ein halbes Jahr lang jeden Tag mit dem Aufstieg konfrontiert, ich kann es nicht mehr hören.

Jetzt haue ich mir die Kante voll." Unbeschreibliche Szenen spielten sich nach dem doppelten Schlusspfiff auf dem Rasen ab. Den Aufstiegshelden wurden quasi die Klamotten vom Leib gerissen. Der spanische Verteidiger Juanan erreichte nur noch mit einer Unterhose und einem Socken bekleidet die Kabine, Assani Lukimya wurde auf Händen durch das Stadion getragen und mittendrin feierte auch Hosen-Sänger und Edelfan Campino die Bundesliga-Rückkehr.

"Beste Woche des Lebens" für Jovanovic

Vorausgegangen war ein Wechselbad der Gefühle, das laut Präsident Peter Frymuth "ein Spiegelbild der letzten Wochen und Monate" war. Nach der überragenden Hinrunde mit 42 Punkten war die Fortuna als überlegener Herbstmeister bereits gefühlt in der Bundesliga angelangt. Es folgte eine schwache Rückserie (21 Zähler), in der sich die Düsseldorfer erst kurz vor dem Zielstrich in die Relegation retteten.

Und da war beim 2:2 im Rückspiel Ranisav Jovanovic mit seinem zweiten Düsseldorfer Treffer der Held des Abends. "Das war die beste Woche meines Lebens. Erst der Sieg in Berlin, dann die Geburt meines Kindes am Montag und nun der Aufstieg. Das sind Tage, die ich nie vergessen werde", sagte der gebürtige Berliner, der noch nicht einmal einen Vertrag für die kommende Saison hat.

Mannschaft vor Umbruch

Ohnehin stehen die Düsseldorfer vor einem kleinen Umbruch. Maximilian Beister kehrt nach dem Ende des Leihgeschäfts zum Hamburger SV zurück, Top-Torjäger Sascha Rösler (13 Treffer) beendet seine Karriere, Torhüter Michael Ratajczak hat ebenfalls keinen Vertrag für die Bundesliga und auch die Zukunft von Assani Lukimya ("Kann noch nicht sagen, ob ich hier bleibe") ist ungewiss.

"Es ist zwangsläufig, dass wir Spieler brauchen, die nachgewiesen haben, dass sie in der Bundesliga bestehen können. Wir brauchen eine Mannschaft, die vom Teamgeist kommt. Aber der Verein wird die richtigen Entscheidungen treffen", sagte Rösler, der mit dem vierten Aufstieg seiner Karriere (Ulm, Aachen, Mönchengladbach und nun Düsseldorf) diese erfolgreich beendete, aber weiter in den Verein eingebunden wird.

Als Neuzugang steht Rückkehrer Axel Bellinghausen (FC Augsburg) fest. Dazu kommen die unerfahrenen Talente Ronny Garbuschewski (Chemnitzer FC), Leon Balogun (Werder Bremen), Ivan Paurevic (Borussia Dortmund) und wohl auch Dani Schahin (SpVgg Greuther Fürth). "Wir arbeiten weiter so knallhart wie in den letzten Jahren", sagte Frymuth. Das dürfte auch nötig sein, ansonsten ist das Gastspiel im Oberhaus nur von kurzer Dauer.

Fortuna Düsseldorf - Hertha BSC: Daten zum Spiel

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