Prozess vor dem DFB-Bundesgericht

Protest von Hertha BSC erneut abgewiesen

SID
Freitag, 25.05.2012 | 22:47 Uhr
Richter Goetz Eilers (r.) wies den Einspruch der Hertha in zweiter Instanz zurück
© Getty
Advertisement
Serie A
Hellas Verona -
Benevento
Premier League
Leicester -
West Bromwich
Primera División
Las Palmas -
Celta Vigo
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano

Hertha BSC ist mit seinem Einspruch gegen die Wertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) auch in zweiter Instanz gescheitert. Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schloss sich am Freitagabend dem Urteil des DFB-Sportgerichts vom vergangenen Montag an.

Das zähe juristische Ringen um die Wertung des Relegationsrückspiels dauerte am Freitag mehr als elf Stunden, hat nun aber zumindest ein vorläufiges Ende. Damit ist Hertha BSC Stand jetzt abgestiegen.

Den Berlinern nur noch der Gang vor das Ständige Schiedsgericht des DFB, nachdem die Hertha bereits in erster Distanz vor dem DFB-Sportgericht gescheitert war. Bis dahin steht Düsseldorf als Bundesliga-Aufsteiger fest.

"Schwächung der Mannschaft nicht nachgewiesen

"Eine Schwächung der Mannschaft nach Paragraph 17.2 konnte nicht nachgewiesen werden", sagte der Vorsitzende Richter Goetz Eilers. Für die sogenannte Umwertung eines Spiels würden enge Maßstäbe gelten. "Diese konnten nicht erfüllt werden."

Bereits vor dem Urteilsspruch der Kammer hatte sich auch der DFB-Kontrollausschuss für eine Abweisung des Einspruchs ausgesprochen: "Die genannten Umstände können nicht dazu führen, dass das Spiel wiederholt wird."

Die Kosten des Verfahrens trägt Hertha BSC.

Aussage von "König Otto" sorgt für Kopfschütteln

Herthas Trainer Otto Rehhagel hatte zuvor als Zeuge der Berliner mit drastischen Worten seine Eindrücke vom Relegationsrückspiel bei Fortuna Düsseldorf geschildert. "Es war Chaos. Es war ein Ausnahmezustand", sagte Rehhagel. "Als es zum Sturm kam, habe ich mir gedacht: Otto, jetzt wird's gefährlich. Ich habe mir einen Ausweg gesucht", sagte der 73-Jährige.

Rehhagel betonte vor allem den angeschlagenen psychischen Zustand seiner Spieler nach dem Platzsturm: "Die Leute in der Kabine waren paralysiert. Ich konnte meiner Tätigkeit als Fußballlehrer nicht mehr nachkommen. Für mich war das alles irregulär."

Rehhagel mit unangebrachtem Weltkriegsvergleich

Auf die Frage, ob er Angst hatte, antwortete Rehhagel: "Ich habe 1943 bei der Bombardierung der Amerikaner in Essen im Keller gesessen, da hatte ich Angst."

Auch die weiteren befragten Spieler des Berliner Bundesligisten berichteten unisono von "Angst" und "Irritationen", ihre Aussagen wurden jedoch immer wieder vom Vorsitzenden Richter Goetz Eilers oder Düsseldorfs Anwalt Horst Kletke als widersprüchlich angemahnt.

Zu Beginn der Verhandlung hatte Herthas Anwalt Christoph Schickhardt für Verwirrung gesorgt und 16 Fotos vorgelegt, auf denen angeblich Vermummte und gewaltbereite Fans zu erkennen sein sollen. Dabei war anfangs nicht klar, von wem diese Bilder aufgenommen worden waren und ob sie als Beweismittel überhaupt zugelassen seien. Richter Eilers hatte während der Verhandlung immer wieder Zweifel an der Berliner Beweisführung und führte an: "Die Unterbrechung in der Schlussphase ist zum Teil auch von Hertha-Fans verursacht worden."

Stark hatte "keine Angst"

Zuvor hatte bereits ein weiteres Mal FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark als einer der Hauptzeugen ausgesagt. "Ich hatte keine Angst vor den Zuschauern", sagte er. Zudem bestätigte der 42-Jährige, dass ihn niemand aufgefordert habe, das Spiel fortzusetzen. Er sei bei der Bewertung während der Unterbrechung der Einschätzung der Polizei gefolgt. "Ich muss auf die Polizei vertrauen, wenn sie mir sagt, dass die Sicherheit gewährleistet sei", sagte Stark.

Der Sicherheitsbeauftragte des DFB für dieses Spiel, Ralf Ziewer, habe ebenfalls keine aggressiven Zuschauer auf dem Platz wahrgenommen. "Ich habe keine Vermummten auf den Platz rennen sehen. Die Düsseldorfer Fans, die ich gesehen habe, waren nicht aggressiv", sagte Ziewer. Auch Götz Bender, bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Spielplanung zuständig, widersprach einer der Kernaussagen der Berliner Verteidigung, dass gewaltbereite Fans die Spieler eingeschüchtert hätten.

Berliner Spieler "aggressiv"

"Ich habe keine gewaltbereiten Fans wahrgenommen", sagte Ziewer. Gleiche Aussagen tätigten auch Starks Assistenten Markus Wingenbach und Mike Pickel.

Wingenbach sprach zudem nicht von verängstigten Berliner Spielern, sondern von "aggressiven" und bezog sich dabei auf die Vorfälle nach Schlusspfiff, als einige Spieler der Hertha das Schiedsrichtergespann verbal und körperlich angegriffen haben soll.

Hertha lässt Optionen offen

Hertha BSC lässt sich die Option auf einen weiteren Einspruch gegen die Wertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf offen. "Wir wollen erst einmal eine Nacht über das Urteil schlafen. Dann werden wir uns mit Christoph Schickhardt beraten, wie wir weiter vorgehen", sagte Hertha-Präsident Werner Gegenbauer am späten Freitagabend.

Auch Hertha-Anwalt Schickhardt zeigte sich nach dem Urteil "enttäuscht", auf der Gegenseite herrschte dagegen Zufriedenheit. "Wir sind erleichtert. Das Bundesgericht hat richtig entschieden. Das ist eine sehr gute Sache für den Sport, weil der Fall ausführlich behandelt worden ist", sagte Fortunas Rechtsbeistand Horst Kletke. Nach zwei Instanzen sei der Fall "ordentlich und gründlich entschieden worden", sagte der Jurist. Kletke hofft nun auf Einsicht auf Berliner Seite und den Verzicht auf einen Gang vor das Ständige Schiedsgericht des DFB: "Jetzt ist es an der Zeit, sich der Entscheidung zu stellen", empfahl Kletke.

Hertha BSC in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung