Hertha angespannt vor Relegations-Rückspiel

Ben-Hatira und Lell geraten aneinander

SID
Sonntag, 13.05.2012 | 12:24 Uhr
Christian Lell (r.) und Änis Ben-Hatira gingen im Training aufeinander los
© spox
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Zwei Tage vor dem Relegations-Rückspiel gegen Fortuna Düsseldorf ist die Lage bei Hertha BSC explosiv: Beim letzten öffentlichen Training dieser für Hertha verlängerten Saison gerieten am Sonntag Verteidiger Christian Lell und Offensivspieler Änis Ben-Hatira aneinander. Nach einem Foulspiel des früheren Bayern-Profis Lell revanchierte sich Ben-Hatira mit einem Kopfstoß.

Trainer Otto Rehhagel unterbrach das Training sofort, versammelte die Mannschaft und redete ihr ins Gewissen. Danach wurde die Einheit fortgesetzt.

Hertha BSC hatte mit viel Vorlauf für das letzte öffentliche Training dieser Saison geworben. Bereits am Freitag lud der Klub auf seiner Homepage zur Übungseinheit ein. "Ein wichtiges Signal" könnten die Trainingszuschauer der Mannschaft "mit auf den Weg geben", hieß es darauf. Doch der Appell verfehlte seine Wirkung. Keine 100 Besucher fanden sich auf dem Hertha-Gelände ein.

Dabei wären sie durchaus auf ihre Kosten gekommen. Die Profis von Hertha BSC absolvierten eine giftige Einheit, bei der Lell und Ben-Hatira mit ihrem Streit für den negativen Höhepunkt sorgten. Die Anspannung bei Rehhagels Mannschaft war allen anzumerken. Kurze Anfragen der wenigen Journalisten wurden schroff abgewiesen.

Rehhagel: "Es ist noch alles drin"

Der Haupstadtklub steht nach der 1:2-Heimniederlage im Hinspiel der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf bereits mit einem Bein in der Zweiten Liga, doch ein Funken Hoffnung versprühte zuletzt zumindest Rehhagel. "Es ist noch alles drin", hatte er nach dem Hinspiel gesagt.

Mut dürfte den Berlinern der Umstand machen, dass sie in der abgelaufenen Spielzeit auswärts mehr Punkte als im Olympiastadion holten. Zudem zeigte Hertha sowohl im letzten Bundesligaspiel gegen Hoffenheim (3:1) als auch bei der unglücklichen Niederlage gegen Düsseldorf ansprechende Leistungen.

Bei Fortuna ist man daher gewarnt. "Wir müssen am Dienstag noch einmal über die gesamte Spieldauer eine ebenso konzentrierte Leistung wie im Hinspiel abrufen. Hertha ist von den Einzelspielern sicherlich besser besetzt, deshalb darf man sich jetzt noch nicht in Sicherheit wiegen. Gelaufen ist nämlich noch gar nichts", sagte Norbert Meier am Sonntag dem TV-Sender "Sport1".

"Hertha wird bestimmt auch im Rückspiel wieder mehr Ballbesitz haben als wir", erklärte Meier und fügte hinzu: "Aber darauf sind wir eingestellt. Wir wollen aus dem Spiel heraus wieder Nadelstiche setzen."

Änis Ben-Hatira im Steckbrief

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