Offener Brief von Spinner

Köln stellt erste Weichen für die Zukunft

SID
Dienstag, 08.05.2012 | 10:38 Uhr
Der Präsident des 1. FC Köln Werner Spinner (l.) und Geschäftsführer Claus Horstmann
© Getty
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Die Zeit der Trauer ist vorbei: Zwei Tage nach dem fünften Abstieg aus der Bundesliga hat der 1. FC Köln in einem offenen Brief erste Weichenstellungen für die Zukunft bekannt gegeben. Vor allem im sportlichen Bereich soll zwar möglichst schnell, aber auch wohlüberlegt eine Lösung gefunden werden.

"Aktionismus hilft uns jetzt nicht weiter. Wir brauchen eine sportliche Doppelspitze, die fußballerische Kompetenz, Teamfähigkeit und eine langfristige Ausrichtung verbindet", teilte das neue Präsidium um Werner Spinner am späten Montagabend mit.

Der FC sucht neben einem neuen Trainer auch einen Sportdirektor. Frank Schaefer hatte bereits zu Beginn seiner zweiten Amtszeit angekündigt, nach der Saison nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Nach der Absage des Fürther Erfolgscoaches Mike Büskens soll nun Holger Stanislawski ganz oben auf der Wunschliste des FC stehen.

Gespräche mit potentiellen Kandidaten

Man werde mit den potenziellen Kandidaten nun in die finalen Gespräche eintreten, hieß es in dem Brief. "Seit der Entscheidung vom Samstag ist jedem Sportdirektor und jedem Trainer klar, unter welchen Voraussetzungen er beim 1. FC Köln beginnen würde", sagte Spinner.

Doch auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollen auf den Prüfstand gestellt werden. Durch die mit dem Abstieg verbundenen finanziellen Einbußen werde es laut Spinner zudem eine Neuordnung des Profikaders geben.

Neuordnung des Profikaders

"Mit Unterstützung der im Club vorhandenen sportlichen Kompetenz beginnen wir unmittelbar mit der Vorbereitung der Kaderplanung für die neue Saison", teilte Spinner mit.

Also auch in dem Fall, dass der FC vorerst keinen neuen Trainer oder Sportdirektor findet. Wobei der Traditionsklub bereits seit März vergeblich einen Nachfolger für Volker Finke sucht.

Spinner zeigte sich zuversichtlich, von der DFL die Lizenz für die 2. Liga zu erhalten. Außerdem kündigte er eine umfassende Prüfung der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer an.

Der 1. FC Köln im Steckbrief

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