Fussball

"Toni Schumacher verbreitet Lügen"

SID
Trainer Stale Solbakken schießt scharf gegen seinen Ex-Klub 1. FC Köln
© Getty

Seine Entlassung sollte die Wende im Abstiegskampf bringen. Doch auch ohne Stale Solbakken stieg der 1. FC Köln aus der Bundesliga ab. Im "Kicker" rechnet der Norweger schonungslos mit seinem Ex-Klub ab.

Stale Solbakken über...

... das Grundproblem des 1. FC Köln: "Man hatte in Köln in den letzten zehn Jahren kein Konzept, keine Idee, wie man Fußball spielen will. Die braucht man aber, um Stabilität in den Klub zu bekommen. Zudem muss jeder erst an den Klub denken und dann an sich. All der Machtkampf muss weg. Man muss ehrlich sein. Der FC ist ein super Klub. Das Problem ist nur: Man sagt das eine und macht das andere."

... die Situation innerhalb der Mannschaft: "Ich habe die Rechnung für das bekommen, was hier in einer langen, langen Zeit passiert ist. Als ich kam, haben mir fünf Spieler gesagt, dass sie nicht mehr in diesem Klub spielen wollen. Nur Mohamad ist gewechselt. So hatten wir vier Spieler, die im Kopf tot waren."

... seine Entlassung: "Schlimm ist: Herr Spinner (der neue Präsident, d. Red.) hatte mir am Tag zuvor gesagt: 'Sie sind der Trainer in den letzten zehn Jahren, auf den wir stolz sind.' Toni Schumacher saß bei mir in der Küche und hat mir einen Tag vor dem Aus gesagt: 'Wir werden dich nicht entlassen. Du bist unser Weg.' Wenn es dann diese Entscheidung gibt, hat man ein falsches Spiel gespielt. Beide haben mich später nicht mal angerufen."

... Schumachers Vorwurf, er habe FC-Talente nicht gefördert: "Schumacher war 25 Jahre nicht in der Zeitung, spricht, als wäre er der Sportdirektor aus dem Himmel und verbreitet Lügen, ich wolle nicht mit jungen Spielern arbeiten. Als er in meiner Küche saß, hatte er nicht das Herz, dies zu sagen."

... über Michael Rensing: "Ich habe mit Torwartrainer Alexander Bade einen Torhüterwechsel diskutiert. Wir haben überlegt, Timo Horn zu bringen. Beide sind sehr gut. Rensing ist ein Linientorwart, soll ein Leader sein. Ein Torwart der alten Schule. Timo ist ein anderer Typ, ruhig, fußballerisch stärker, hat andere Kompetenzen. Vielleicht hätte er der Elf mehr Ruhe gegeben."

Der aktuelle Kader des 1. FC Köln im Überblick

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