Bundesliga-Positionsranking, Teil 2

Die Besten der Saison: Mittelfeld und Sturm

Von SPOX
Sonntag, 27.05.2012 | 22:16 Uhr
Sebastian Kehl holte mit dem BVB zwei Titel, Bastian Schweinsteiger (r.) blieb ohne
© Getty
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Eine lange Saison im Vereinsfußball ist zu Ende. Wer waren die besten Spieler der abgelaufenen Spielzeit 2011/2012? Die SPOX-Fußballredaktion hat sich zusammengesetzt, für jede Position eine Rangliste erstellt und fragt Euch nach Eurer Meinung. Teil 2: Mittelfeld und Sturm. Hier geht's zum ersten Teil.

Berücksichtigt wurden alle Akteure, die in der Bundesliga in mindestens der Hälfte der Spiele zum Einsatz kamen (17 Einsätze). Neuzugänge, die in der Winterpause aus einer anderen Liga kamen, müssen mindestens zwölf Einsätze vorweisen können. In die Bewertung flossen die Leistungen in der Bundesliga, im Europacup sowie bei Länderspielen ein. Spieler wurden der taktischen Position zugeordnet, die sie am häufigsten bekleidet haben. Nach den Torhütern und Abwehrspielern sind nun die Besten aus Mittelfeld und Sturm an der Reihe.

Die besten defensiven Mittelfeldspieler der Saison

1. Sebastian Kehl (Borussia Dortmund): Eine Saison auf diesem Niveau hätten ihm wohl nur noch wenige zugetraut. Blieb endlich mal weitgehend verletzungsfrei und blühte deshalb auf. Brauchte in der Hinrunde ein wenig, um auf Touren zu kommen. Dann aber fast unverzichtbar für den BVB und defensiv wie offensiv enorm wichtig. Dank seiner starken Leistungen war Sahins Wechsel irgendwann vergessen.

2. Bastian Schweinsteiger (Bayern München): Spielte groß auf - bis er sich das Schlüsselbein brach. Verletzte sich dann auch noch am Knöchel und kam anschließend nicht mehr so in Tritt, wie vor der Verletzungspause. Dennoch: Ohne ihn waren die Bayern schwächer. Ging stets als Leader voran - auch wenn es im CL-Finale mit dem Elfmeter nicht klappte.

3. Roman Neustädter (Borussia Mönchengladbach): Legte einen enormen Aufstieg hin in dieser Saison. War die ordnende Hand in der Rückwärtsbewegung der Borussia und der Taktgeber im Spiel nach vorne. Hatte mit 70 Ballkontakten im Schnitt pro Spiel die zweitmeisten Ballkontakte aller Bundesliga-Profis. Was ihm für ganz oben noch fehlt, ist die Torgefahr. Erzielte in 33 Liga-Spielen kein Tor.

4. Sven Bender (Borussia Dortmund): Knüpfte in der Hinrunde nahtlos an die Meistersaison an. Unermüdlicher Zweikämpfer und Abräumer, der sich zudem im Spiel nach vorne steigerte. Verlor nach der Winterpause wegen einigen Verletzungen allerdings den Rhythmus, was ihm eine höhere Einstufung verbaute.

5. William Kvist (VfB Stuttgart): War von Beginn an eine Verstärkung für den VfB. Anpassungsprobleme nach seinem Wechsel aus Kopenhagen? Fehlanzeige! Überzeugte mit klugem Zweikampfverhalten und guter Antizipation von Spielsituationen. Offensiv allerdings mit zu wenig entscheidenden Impulsen und in den ersten Spielen nach der Winterpause auch nicht mehr ganz so präsent.

6. Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund): Hat eine erste Saison in Dortmund mit Licht und Schatten hinter sich. Pendelte in der Vorrunde zwischen Tribüne und Startelf. Seine starken Auftritte in der Rückrunde ließen ihn in der Rangliste allerdings erheblich nach oben klettern. Hatte viele gute Ideen im Spiel nach vorne, forderte viele Bälle und schoss den BVB mit seinem Tor gegen Fürth erst ins Pokalfinale.

7. Lars Bender (Bayer Leverkusen): Der einzige Leverkusener Spieler, der in dieser Spielzeit einen deutlichen Schritt nach vorne machte. Spielte immer, wenn er fit war und machte auch in der Champions League eine gute Figur. Inzwischen auch regelmäßig ins Nationalteam berufen. Ist bei Bayer künftig als zentrale Figur eingeplant. Hätte er die letzten Wochen der Saison nicht verletzt verpasst, wäre wohl eine noch bessere Platzierung möglich gewesen.

8. Luiz Gustavo (Bayern München): Wechselte sich auf der Doppelsechs zunächst mit Tymoschtschuk ab. War dann allerdings in der Rückrunde die klare Nummer eins neben Schweinsteiger/Kroos. War als defensivstarke Ergänzung neben einem spielstarken Partner enorm wichtig. Aber: Nach vorne passiert zu wenig. Und: Macht zu viele unnötige Fouls.

9. Havard Nordtveit (Borussia Mönchengladbach): Bildete mit Neustädter eine starke Doppelsechs - die allerdings eine eindeutig defensive Ausrichtung hatte. War als Abräumer vor der Abwehr wichtig für die Stabilität der Borussia. Nach vorne allerdings noch unauffälliger als Nebenmann Neustädter.

10. Jermaine Jones (Schalke 04): War ein wichtiger Faktor für Schalkes gutes Abschneiden. War häufig derjenige, der mit Willen und Leidenschaft voranging. Ein spielerischer Überflieger wird er zwar nicht mehr, hatte aber auch im Spiel nach vorne immer wieder auffällige Aktionen. Sein Aussetzer gegen Reus im Pokal samt langer Sperre trübt seine insgesamt gute Saison jedoch erheblich.

Teil 2: Die besten rechten Mittelfeldspieler

Teil 3: Die besten zentral-offensiven Mittelfeldspieler

Teil 4: Die besten linken Mittelfeldspieler

Teil 5: Die besten Stürmer

Hier geht's zur Rangliste der Torhüter und Abwehrspieler

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