Die Saison 2011/2012 von A bis Z

Von Steak-Verkäufern und Wahnsinnigen

Von Fatih Demireli
Sonntag, 06.05.2012 | 19:05 Uhr
Er war der Buh-Mann der Saison: Paolo Guerrero grätschte sich in die Bundesliga-Annalen
© Getty
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Die Bundesliga-Saison 2011/2012 ist zu Ende. SPOX würdigt Meister Borussia Dortmund und blickt auf die größten Aufreger zurück. Unter anderem mit dabei: Arjen Robben, Paolo Guerrero, japanische Export-Schlager und mehr oder weniger erfolgreiche Trainer.

A wie Arjen verschießt: Dass Borussia Dortmund eigentlich schon am 30. Spieltag insgeheim Meister wurde, ist vor allem Arjen Robben zu verdanken. Der Niederländer verschoss beim Stande von 0:1 fünf Minuten vor Schluss einen Elfmeter in Dortmund und beendete in dieser Minute alle Münchener Titelhoffnungen, die man plötzlich hatte, weil der Vorsprung nur noch bei drei Punkten lag. Robben, der den Elfer Roman Weidenfeller in die Arme legte, hatte in der Nachspielzeit dann sogar eine noch größere Chance, verballerte aber auch diese. Immerhin: Im Estadio Bernabeu war der Niederländer treffsicher vom Punkt.

B wie Babak Rafati: Es ist das traurigste Kapitel der Bundesliga-Saison 2011/2012. Vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und FSV Mainz 05 versuchte sich Babak Rafati das Leben zu nehmen und konnte nur gerettet werden, weil seine Assistenten schnell reagierten. Der erfahrene Bundesliga-Schiedsrichter leidet an Depressionen und ist heute immer noch in Behandlung. Wir sind froh, dass es aufwärts geht und können nur erinnern: Leute, eigentlich ist es doch nur ein Sport...

C wie Capitano: Es gibt bei Michael Ballack keine Grauzone - entweder wird er geliebt oder wird gehasst, aber eines ist klar: Mit ihm geht eine der größten Figuren der deutschen Fußball-Geschichte von der Bundesliga-Bühne und es zeugte von wahrer Größe, dass die Fans des 1. FC Nürnberg den Capitano bei dessen Auswechslung im easyCredit-Stadion mit Standing Ovations verabschiedeten. Ballack zieht es in die USA, wo er seine großartige Karriere ausklingen lassen will. Und wer weiß: Vielleicht sehen wir ihn ja bald wieder in der Bundesliga, wenn der Capitano als Trainer zurückkommt.

D wie Duell um Reus: Der größte Shootingstar der Saison war Marco Reus auf jeden Fall, obwohl der Offensivspieler von Borussia Mönchengladbach eigentlich seit drei Jahren schon auf hohem Bundesliga-Niveau spielt. Weil in der abgelaufenen Saison auch seine Kollegen mitmachten und die Fohlen stark aufspielten, merkte es nur endlich jeder. Aufgefallen ist Reus auch in München und Dortmund. Um den Jahreswechsel herum gipfelte dann das Transfer-Duell um den Nationalspieler, der schließlich dem BVB sein Ja-Wort gab und Bayern eine Watsch'n versetzte, die sicherlich heute noch weh tut. Kostenpunkt für Dortmund: 17,1 Millionen Euro.

E wie Ein Leben lang: Die Bundesliga hat immer noch ihren Dino. Der Hamburger SV ist trotz seiner schlechtesten Bundesliga-Leistung der Geschichte nicht abgestiegen und ist damit immer noch der einzige Klub, der seit Gründung der Bundesliga ununterbrochen mit dabei ist.

F wie Fußball-Lehrer: Erfreulich, dass die Qualität des Spiels in der Bundesliga von Jahr zu Jahr besser wird. Dies ist vor allem ein Verdienst echter Fußball-Lehrer wie Lucien Favre, der aus dem Fast-Absteiger Borussia Mönchengladbach einen Champions-League-Qualifikanten gemacht hat. Oder Christian Streich, der nach Amtsübernahme in Freiburg eine Viererkette kreierte, deren Altersdurchschnitt bei knapp 20 liegt und trotz Weggang von Papiss Demba Cisse einen richtig ansehnlichen Fußball spielen ließ. Gratulation auch an Mirko Slomka, der nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der Europa League Hannover phasenweise aufregend spielen ließ. Stark auch wie Bruno Labbadias VfB Stuttgart in der Rückrunde aufgedreht hat. Weiter so!

G wie gestrecktes Bein: Was in jenem Augenblick in Paolo Guerrero gefahren ist, weiß der Peruaner wahrscheinlich heute noch nicht. Knapp 60 Minuten waren zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart gespielt, als bei Guerrero die Sicherungen durchbrannten. An der Eckfahne sprang er Stuttgarts Sven Ulreich mit einer Kung-Fu-Einlage von hinten in die Beine. Es war wohl nicht nur das brutalste Foul der Saison, sondern wohl seit Jahren. Selbst Mitspieler und HSV-Fans kritisierten Guerreros Einlage, für die er völlig zu Recht acht Spiele gesperrt wurde und erst zum Saisonende wieder eingreifen konnte.

H wie Helmes, das Stehaufmännchen: Irgendwann war es nur noch reine Schikane von Felix Magath. Patrick Helmes musste sich in Wolfsburg fühlen wie ein Steak-Verkäufer beim Treffen radikaler Veganer: total fehl am Platz. Wenn irgendein Klub im Winter die nötige Kohle zusammengekratzt hätte, wäre Helmes weg gewesen. Aber: Magath wollte den Stürmer, für den er keine Verwendung fand und in die 4. Liga abschob, nicht kostenlos hergeben. Also blieb Helmes nichts anderes übrig, als zu trainieren und zu hoffen, dass Magath die außergewöhnlichen Fähigkeiten, wegen derer er ja eigentlich geholt worden war, entdeckt. Am 23. Spieltag war es dann soweit: Gegen Hoffenheim stand Helmes unverhofft in der Startelf und schoss direkt ein Tor. Weitere neun Treffer folgten in der Rückrunde, so dass das Stehaufmännchen Helmes womöglich sogar noch in den EM-Kader von Joachim Löw rutscht. Sein größter Befürworter heißt übrigens Felix Magath.

I wie Idioten: Der Kölner Abstieg ist schade - aus vielerlei Hinsicht, aber vor allem, weil das RheinEnergieStadion bei jedem Heimspiel restlos ausverkauft ist und die echten Fans jede Woche für tolle Stimmung sorgen. Das gute Image der echten Kölner-Fans können auch nicht ein paar viele Idioten kaputt machen, die denken, dass in der Fußball-Welt Anarchie herrscht. Wenn sich Spieler des 1. FC Köln von den eigenen Fans verstecken müssen, Wege finden müssen, um ihnen aus dem Weg zu gehen; wenn Leverkusens freundlichem Fußballer Michal Kadlec die Nase gebrochen wird, weil er für einen anderen Klub spielt; wenn Schiedsrichter Florian Meyer das Bundesliga-Spiel zwischen Köln und Bayern München zehn Sekunden zu früh abpfeifen muss, um die Gesundheit der Spieler zu retten, dann läuft irgendetwas total falsch. Diese Idioten gehören nicht ins Stadion!

J wie Japaner, richtig starke: Es ist eine Japan-Mania in der Bundesliga ausgebrochen und wenn wir Woche für Woche Bundesliga gucken, verstehen wir warum: Die Japan-Fraktion hat auch in dieser Saison wieder die Bundesliga bereichert. Dortmunds Shinji Kagawa gehört zu den besten Spielern der Saison, Gotoku Sakai und Shinji Okazaki sorgen in Stuttgart für Furore, Hajime Hosogai war maßgeblich am Klassenerhalt des FC Augsburg beteiligt und auch Atsudo Uchida ist bei Schalke 04 eine wichtige Alternative. Lediglich Japans größte Bundesliga-Hoffnung hat es nicht geschafft, sich beim FC Bayern durchzusetzen. So wird Takashi Usami den Rekordmeister auch wieder verlassen.

K wie Keeper, junge: Deutschland hatte nie ein Torwart-Problem - in dieser Spielzeit hat sich allerdings eines aufgetan - ein echtes Luxus-Problem. Joachim Löw könnte acht Torhüter zur EM mitnehmen, weil es sich vor allem die jungen Keeper mehr als verdient haben. Marc-Andre ter Stegen gehört jetzt schon zu den besten Keepern der Bundesliga, Ron-Robert Zieler hat mit ein paar Ausnahmen eine sehr starke Saison gespielt und ist offiziell Löws dritter Mann. Bernd Leno war in Leverkusen eine der wenigen Positiverscheinungen: Der Youngster verdrängte Rene Adler komplett aus den Gedanken der Bayer-Fans. Aber auch Sven Ulreich und Thomas Kraft haben in dieser Saison einen großen Schritt gemacht. Das Dilemma all dieser talentierten Schlussmänner hat aber einen Namen: Manuel Neuer.

Seite 2: Von L bis Z

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