Die Baustellen der Bundesliga-Klubs: Kaiserslautern

Versäumnisse auf allen Ebenen

Von Daniel Reimann / mySPOX-User SebastianZobel
Sonntag, 13.05.2012 | 19:02 Uhr
Die Kaiserslautern-Fans bewiesen am vorletzten Spieltag gegen Dortmund reichlich Galgenhumor
© Getty
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Nach der Saison ist vor der Saison! Die Bundesligisten arbeiten längst mit Hochdruck auf die Spielzeit 2012/2013 hin. SPOX beleuchtet die Baustellen aller 18 Vereine - im Duett mit der User-Redaktion. Den Anfang macht der 1. FC Kaiserslautern.

 

Von SPOX-Redakteur Daniel Reimann

"Die Baustellen der Bundesliga-Klubs" ist im Falle des 1. FC Kaiserslautern ein ganz und gar undankbarer Arbeitstitel. Wäre es doch so viel einfacher, die positiven Erkenntnisse der zurückliegenden Spielzeit darzulegen. Schließlich ist die Liste der Fehler und Versäumnisse beim FCK erheblich länger - und zieht sich durch alle Bereiche.

Angefangen bei Klub-Boss Stefan Kuntz, dem ein Großteil der Verantwortung bei den zahlreichen Fehleinkäufen zukommt. Die millionenschweren Bundesliga-Neulinge Itay Shechter und Gil Vermouth galten als Hoffnungsträger, eine ausreichende Eingewöhnungszeit wurde für sie jedoch nicht einkalkuliert.

Somit landeten zwei der begabtesten Fußballer im Kader dauerhaft auf der Ersatzbank, was einen schwerwiegenden Mangel an spielerischer Klasse zur Folge hatte, der aufgrund fehlender Kadertiefe nie kompensiert werden konnte. Winter-Flops wie Sandro Wagner oder Nicolai Jörgensen setzten dem Ganzen die Krone auf.

Von Kampfgeist keine Spur

Weitaus verheerender als nur die fehlende Qualität wirkte jedoch die Tatsache, dass die Mannschaft zentrale Tugenden des Abstiegskampfes vermissen ließ. Bedingungsloser Kampfgeist? Absolute Konzentration? Nichts dergleichen war in angemessenem Umfang zu erkennen - Ausnahmen bestätigen die Regel.

Weder Marco Kurz noch Krassimir Balakow schafften es, die Mannschaft auf das Ziel Klassenerhalt einzuschwören, wobei Letzterem deutlich weniger Zeit dafür blieb. Dass aufopferungsvoller Einsatz auch bei einem spielerisch stark limitierten Kader zum Nichtabstieg reichen kann, bewiesen Freiburg und Augsburg eindrucksvoll.

Für die kommende Spielzeit muss Kuntz seine Transferpolitik neu ausrichten, will er den Ansprüchen des sofortigen Wiederaufstiegs ernsthaft gerecht werden. Anstelle kostspieliger Experimente müssen gezielte Investitionen in die Verstärkung der Kadertiefe getätigt werden. Balakows Hauptaufgabe wird es sein, dem Team eine neue Identität zu geben und für die Mission Aufstieg zu mobilisieren.

Balakow: Konzepttrainer oder nicht?

Ist dieser Rahmen geschaffen, kann sich der Bulgare an die sportliche Detailarbeit machen, auch hier ist das Verbesserungspotenzial enorm.

Offensiv war der FCK an Harmlosigkeit nicht zu übertreffen (24 Tore), eine unterirdische Chancenverwertung zog sich wie ein roter Faden durch die Saison. Ein ordentlich abgestimmtes Zusammenspiel funktionierte nur phasenweise, oft wirkte es so, als würde das Team keiner klaren Spielidee folgen.

Da Balakow nach eigener Aussage kein Feuerwehrmann ist, kann er in dieser Hinsicht umso deutlicher machen, dass in ihm ein Konzepttrainer steckt.

Wie geht's weiter beim FCK? Das Gerüst bleibt - der Thron wackelt

Wann enden die Personaldebatten?

Um dem Coach diese Möglichkeit zu bieten, muss allerdings auch ein ruhigeres Umfeld geschaffen werden, wurde doch die zurückliegende Spielzeit von Personaldebatten, später auch von Schlammschlachten um die Person Stefan Kuntz überschattet.

Der Anfang dafür ist gemacht. Am 9. Mai erklärte sich Kuntz auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung und äußerte sich zu den zahlreichen Vorwürfen, die auch auf Vetternwirtschaft und Selbstbegünstigung hinausliefen.

Am Ende ging Kuntz als "Sieger" aus der Versammlung hervor, sein Posten ist nach der zuletzt gewachsenen Kritik wieder gestärkt. Dass diese nicht wieder aufkommt, hat Kuntz nun selbst in der Hand. Indem er aus den Fehlern der letzten Monate lernt - Ansatzpunkte gibt es bekanntlich genug.

 

Es braucht Spieler, die sich den Arsch aufreißen

Von mySPOX-User SebastianZobel

Die abgelaufene Saison des FCK lässt sich eigentlich mit einem einzigen Wort zusammenfassen: katastrophal! Nach der schlechtesten Spielzeit der Vereinsgeschichte gibt es jede Menge Baustellen im Verein.

Der Kader

Besonders die so berühmten FCK-Tugenden haben wir Fans diese Saison schmerzlich vermisst: Kampfgeist, Siegeswille, unbedingter Einsatz. Es liegt nun an der Vereinsführung, Spieler zu holen, die vor allem charakterlich zum Betzenberg passen. Ein Spieler muss kein feiner Techniker sein, um auf dem Betze bejubelt zu werden. Was zählt, ist der Wille, sich für den Verein den Arsch aufzureißen.

Besonders die Stürmer enttäuschten. Der Transfer des erfahrenen Albert Bunjaku ist ein erstes positives Zeichen. Mit Andrew Wooten wurde zudem ein junger und bei den Fans sehr beliebter Stürmer mit einem Profivertrag ausgestattet. Es bleibt abzuwarten, wie und ob es mit Itay Shechter weitergeht.

Vielleicht sollte man dem Israeli ein weiteres Jahr Zeit geben sich zu beweisen. Ansätze sind sicherlich da und vielleicht würde auch ihm, wie so manch anderem Spieler in der Bundesliga, im zweiten Jahr der Durchbruch gelingen. Richard Sukuta-Pasu und Sandro Wagner hingegen würde niemand eine Träne hinterherweinen.

Auch der Kapitän, Christian Tiffert, hat ein schlechtes Standing. Für viele spielte er eine Alibi-Saison und hat es zu oft versäumt, auf dem Platz die Verantwortung zu übernehmen. Entweder er zeigt den Willen, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, oder auch er sollte sich einen neuen Verein suchen. Möglichweise war die Binde eine zu schwere Last und man sollte sie ihm im Falle eines Verbleibes wieder abnehmen.

Der Trainer

Krassimir Balakows Tage scheinen mittlerweile gezählt. Auf der außerordentlichen MV, die zwar nicht alle Fragen der Fans beantworten konnte, aber dennoch alle wieder enger zusammenrücken lies, deutete sich eine Entlassung an.

Viele Fans würden das sicherlich begrüßen, nachdem Balakow von Anfang an nicht sehr beliebt war. Falls der Verein sich also tatsächlich wieder von ihm trennt, müsste eine wirklich gute Alternative her.

Ein Trainer mit Zweitligaerfahrung, mit Stallgeruch, wie man so schön sagt. Die Erwartungen sind zweifelsohne riesengroß. Die Fans erwarten den sofortigen Wiederaufstieg, den die Vereinsführung auch offiziell als Ziel ausgegeben hat. Der Druck für den Trainer wird somit immens.

Die Vereinsführung

Die außerordentliche MV machte eines deutlich: Trotz massiver Kritik und zahlreicher Gerüchte um Kuntz und Co., steht die Mehrheit der Fans hinter der Vereinsführung. Doch die Verantwortlichen stehen unter genauester Beobachtung.

Es muss wieder öfter zum Dialog mit den Fans kommen, die sich vor allem in Dingen wie Transferpolitik und Finanzen mehr Transparenz wünschen.

Unter keinen Umständen kann Kuntz es sich leisten, noch einmal mit seinen Transfers so daneben zu liegen. Wenn Geld, wovon der Verein ohnehin nicht viel hat, für neue Spieler in die Hand genommen wird, müssen die Transfers einschlagen.

Fan-Fazit

Obwohl die Mannschaft so oft enttäuschte, stehen die Fans weiter hinter ihr. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Team, das so unterirdisch schlecht spielt, so bedingungslos angefeuert wird. Gerade auswärts waren immer wieder tausende Schlachtenbummler dabei, um ihren FCK nach vorne zu schreien.

Selbst als der Abstieg längst besiegelt war, strömten die Fans weiter ins Stadion und sorgten auch bei der derben Klatsche gegen den BVB im letzten Heimspiel für gute, wenn auch höhnische Stimmung.

Wenn der Funke vom Platz auf die Ränge überspringt, kann die Mannschaft von den Fans getragen und zu außergewöhnlichen Leistungen getrieben werden. Bleibt zu hoffen, dass die Spieler sich als würdig erweisen, das Trikot mit dem FCK-Wappen auf der Brust zu tragen. Denn wir Fans wollen uns nicht länger für das, was da auf dem Platz passiert, schämen müssen!

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