Europa League vorrangiges Ziel

Bremer Personalfragen: Geht der, bleibt jener?

SID
Dienstag, 27.03.2012 | 14:21 Uhr
Klaus Allofs (l.) und Thomas Schaaf erwartet eine Menge Arbeit
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad

Tim Wiese kam als erster der Werder-Profis aus den Katakomben des Weserstadions zum Mannschaftstraining. Adrett frisiert wie immer und offensichtlich bestens gelaunt, plauderte der Nationaltorhüter angeregt mit dem Kollegen Sebastian Boenisch. Von dem Bruch zwischen Nase und Auge, den sich Wiese vor zweieinhalb Wochen zugezogen hatte, war nichts mehr zu sehen. Von einem Bruch mit den Klubverantwortlichen auch nicht.

Nachdem die Bremer beim 1:1 am vergangenen Wochenende beim Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Augsburg auf nahezu eine komplette Elf verzichten mussten, lichtet sich das Lazarett nun langsam. Philipp Bargfrede war am Dienstagmorgen ebenso dabei wie Wiese und Naldo. Für Marko Marin und Mehmet Ekici gab es hingegen noch kein grünes Licht und mit Sebastian Prödl, Marko Arnautovic, Aaron Hunt und Tim Borowski fehlen vier weitere Profis.

Als sich die Werder-Spieler am Dienstag an die Arbeit machten, strahlte die Sonne über dem Trainingsgelände. Denkt man an viele Meldungen der vergangenen Tage, müssten hingegen dunkle Gewitterwolken aufziehen. Die Bremer haben aus den vergangenen zehn Spielen lediglich elf Punkte gesammelt. Die Qualifikation für die Europa League ist in Gefahr geraten, und immer mehr Werder-Profis knüpfen angeblich ihr Bleiben daran, ob Werder sich für den internationalen Wettbewerb qualifiziert.

Allofs gibt sich gelassen

Der "Werder-Kindergarten" mit Talenten wie Tom Trybull, Florian Hartherz oder Niclas Füllkrug hat sicherlich Potenzial, aber ohne die Arrivierten an ihrer Seite würde es schwer für Werder. Für den Rest der Saison 2011/12 in der Liga und erst recht in Europa, sollte den Bremern die "Quali" gelingen.

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs gibt sich trotz der ungeklärten Personalfragen noch gelassen. Natürlich will auch er nach einem Jahr Pause wieder international dabei sein. Gar nicht einmal vorrangig aus finanziellen Erwägungen, sondern, so Allofs, in erster Linie "aus Imagegründen für den Verein". Der Manager weiß, dass die Europa League längst nicht eine solche Geld-Druckmaschine wie die Champions League ist. Und folgerichtig müssten die Führungsspieler selbst bei einer Qualifikation mit deutlichen Gehaltseinbußen rechnen.

Das mag nicht jeder, logisch. Nach seinen im Winter geäußerten Abwanderungsgedanken hat nun beispielsweise Innenverteidiger Naldo erneut erklärt, dass er sich seine Zukunft gut in Brasilien vorstellen könne. "Ich habe Ziele. Wenn hier alle Stars gehen, wird es schwer, sie zu erreichen", sagte der Verteidiger, der noch einen Vertrag bis 2013 besitzt.

Zukunft von Wiese und Pizarro unsicher

Ganz anders sieht es bei Wiese und dem zuletzt gesperrten Torjäger Claudio Pizarro aus. Wieses Vertrag läuft im Sommer 2012 aus und der Keeper hat sich mehrfach genervt darüber geäußert, dass es noch keine Gespräche gegeben hat. "Wenn es in Bremen zu Ende ist, ist es eben so. Und einen neuen Verein finde ich ganz sicher", sagt Wiese betont entspannt.

Claudio Pizarro ist rund um das Weserstadion omnipräsent. Auf Plakaten wirbt er potenzielle neue Werder-Mitglieder mit dem Slogan: "Ich will Dich!" Inzwischen ist hinlänglich bekannt, dass auch andere Klubs Pizarro wollen. Klubs, denen es deutlich leichter fiele, das exorbitante Gehalt zu bezahlen. Der Peruaner kann seinen Vertrag zum 31. März kündigen und wäre damit für jeden Verein - also auch für Werder - zu haben. Schlitzohr, das er nun mal ist, hält sich Pizarro derzeit noch alle Optionen offen.

Der Kader im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung