Sportchef reagiert auf Theater um Ex-Nationalspieler

Völler: Rundumschlag gegen Ballack und Berater

SID
Donnerstag, 02.02.2012 | 16:09 Uhr
Rudi Völler ist seit 2005 Sportdirektor bei Bayer Leverkusen
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Bayer: Die Highlights des Eröffnungsspiels
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Rudi Völler hat sein Schweigen gebrochen und sich mit deutlichen Worten an Michael Ballack und dessen Entourage in das Theater um den Mittelfeldstar bei Bayer Leverkusen eingeschaltet. In einer mehr als 30-minütigen Abrechnung hat der Weltmeister von 1990 seinem Ärger Luft verschafft und auch ein paar kritische Töne in Richtung Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser angestimmt.

"Ich erwarte von Michael, dass er sich selbst äußert, und nicht seinen Berater vorschickt, der Jurist ist und meint, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben", sagte Völler am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Leverkusen, nachdem er sich - auch krankheitsbedingt - eine Woche lang aus den emotional geführten Diskussionen ausgeklinkt hatte.

"Er war Kapitän der deutschen Nationalmannschaft - er braucht doch niemanden vorschicken."

Giftpfeile in Richtung Ballack-Berater

Insbesondere Ballacks Berater Michael Becker bekam von Völler gehörig sein Fett weg. "Becker hat die dunkelgelbe Karte bekommen. Es wird nicht mehr passieren, dass er uns als Verein so angreift. Sonst ist er das letzte Mal bei uns im Stadion gewesen", ergänzte Völler, nachdem er zuvor ein Gespräch mit Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser und Becker geführt hatte.

In diesem hat der frühere Teamchef der deutschen Nationalmannschaft Ballacks Berater offenbar verdeutlicht, dass dieser "ein paar Dinge zu akzeptieren hat, die der Verein vorgibt." Becker hatte seinen Mandanten in der ganzen Causa als "Bauernopfer" bezeichnet.

Verpflichtung von Ballack "mehr als richtig"

Doch auch Holzhäuser musste sich einige kritische Worte von Völler gefallen lassen. Das "Projekt Ballack" als gescheitert zu erklären, hält der frühere DFB-Teamchef für verfrüht. "Ich fand den Zeitpunkt nicht gut. Das hat Holzhäuser auch aus einer gewissen Verärgerung über Ballack heraus gesagt."

Streit hätte es zwischen ihm und dem Geschäftsführer aber nie gegeben. "Als Chef darf Wolfgang Holzhäuser auch einmal ein bisschen über das Ziel hinausschießen."

Denn trotz der massiven Kritik an den früheren Nationalmannschaftskapitän und dessen Umfeld hält Völler die Verpflichtung des 35-Jährigen nach wie vor für "mehr als richtig".

Die habe er auch gar nicht bereut. "Als wir Michael Ballack vor eineinhalb Jahren geholt haben, war uns klar, dass wir nicht den Michael Ballack von vor zehn Jahren verpflichtet haben." An einen verfrühten Abgang des Mittelfeldspielers Richtung Asien oder USA glaubt Völler nicht.

Völler warnt vor Untergangsstimmung

Bei allen Dissonanzen sei Ballack "ein richtig toller Charakter, aber das kommt manchmal nicht so rüber", sagte Völler und richtete einen flammenden Appell an den Mittelfeldstar. "Das muss man spüren, und spüren heißt nicht: Den Berater vorschicken oder auch manchmal die beleidigte Leberwurst spielen. Meine Bitte ist: Versteck dich nicht in deinem Schneckenhaus, dafür bist du viel zu gut und auch zu selbstbewusst."

Von Ballack erwarte er nun, dass er "alles für Bayer Leverkusen tut und sich so verhält, wie wir uns Michael Ballack vorgestellt haben." Dazu gehöre zwar auch, Ansprüche zu stellen, "aber am Ende entscheiden immer der Trainer und die Leistung, wer spielt."

Völler warnte davor, aufgrund von Personaldebatten und Nebenkriegsschauplätzen die sportlichen Ziele aus den Augen zu verlieren. "Eines darf nicht passieren: Dass wir eine Untergangsstimmung kreieren. Das geht nicht", sagte Völler. "Wir haben große Ziele, da wird keine Saison abgehakt. Jetzt zählt nur noch Bayer Leverkusen. Wir wollen angreifen, und dazu brauchen wir auch einen Michael Ballack."

Ob Ballack am kommenden Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart von Beginn an dabei sein wird, ist unwahrscheinlich. "Ich habe ungewöhnlicherweise meine Startelf schon im Kopf", sagte Leverkusens Trainer Robin Dutt. Auch habe Ballack "sehr gut trainiert", wie Dutt versicherte. "Aber wenn alle gut trainieren, muss man Entscheidungen treffen." Und die fiel zuletzt in Bremen gegen Michael Ballack aus.

Michael Ballack im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung