Image des "harten Knochens" passt nicht mehr

Huub Stevens tut Schalke gut

SID
Donnerstag, 02.02.2012 | 15:52 Uhr
Trainer Huub Stevens hat Spaß bei Schalke 04
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Super Cup
Real Madrid -
Barcelona
Copa do Brasil
Botafogo -
Flamengo
Copa do Brasil
Gremio -
Cruzeiro
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Huub Stevens tut Schalke 04 gut. Die Skepsis, die zu Beginn seiner zweiten Amtszeit beim königsblauen Traditionsklub im September herrschte, ist schon lange in Begeisterung umgeschlagen. "Er besitzt enorme Qualitäten als Mensch und als Trainer, die er genauso einsetzt, wie es die Mannschaft braucht", sagt Manager Horst Heldt.

Heldt hatte vor vier Monaten überraschend Stevens als Nachfolger des wegen eines Erschöpfungssyndroms zurückgetretenen Ralf Rangnick verpflichtet.

Während damals noch große Ungewissheit über den Saisonverlauf herrschte, ist die Stimmung in Gelsenkirchen inzwischen so gut wie in besten Tagen.

Mit Heimsieg zum Vereinsrekord

Am Samstag kann Schalke mit einem Heimerfolg gegen Mainz 05 einen Klubrekord einstellen. Sechs Siege nacheinander konnten vor Stevens als Trainer nur Rangnick (2004/05) und Mirko Slomka (2006/07) feiern.

Möglich wäre sogar der Sprung an die Tabellenspitze, wenn Dortmund in Nürnberg und Bayern München beim Hamburger SV Punkte liegen lassen würden. Dies würde Stevens aber nicht davon abbringen, die erste Meisterschaft für die "Knappen" seit 54 Jahren ins Auge zu fassen.

"Die Mannschaft ist in der Entwicklung. Wir lassen uns die Favoritenrolle nicht einreden", sagt er. Doch die Bundesliga-Bilanz des Teams unter seiner Regie mit neun Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen ist hervorragend. Die Vorsicht beim Formulieren von Saisonzielen hat Stevens beibehalten, ansonsten präsentiert er sich im Vergleich zu seiner ersten Ära in Schalke von 1996 bis 2002 fast wie ein anderer Mensch.

Heldt: "Er ist feinfühlig"

Er ist aufmerksamer, herzlicher und viel seltener schlecht gelaunt. Dem Image des "harten Knochens" und "Knurrers" entspricht er nicht mehr. "Er ist sehr feinfühlig, dabei aber klar und leistungsorientiert. Dazu ist er ein absoluter Teamplayer, der sich nicht wichtig nimmt", sagt Heldt.

Die Spieler erzählen, teilweise mit fast noch ungläubigen Unterton, jedem im Kader begegne Stevens mit großem Respekt. Ersatzspieler oder junge Profis erhalten die gleiche Zuwendung wie die Topstars Klaas-Jan Huntelaar oder Raul, der nach dem Abklingen einer Wadenverhärtung gegen Mainz wieder in das Team zurückkehrt.

Nach dem 4:1 in Köln am Samstag berichteten die Spieler von einer beeindruckenden Ansprache des Trainers, in der er an den Teamgeist appellierte. Nach dem Ausfall der Stammspieler Raul, Farfan, Höwedes, Jones, Fährmann und Holtby hat Stevens es geschafft, die normalerweise in der zweiten Reihe stehenden Profis ausgezeichnet zu integrieren.

Ein persönliches Meisterwerk

Während Rangnick oft über das komplizierte Innenleben des schwierig zu führenden Kaders klagte, verliert Stevens darüber kein Wort. Schalke ist ein Jahr nach der turbulenten Ära Magath wieder ein Team mit einem normalen Sozialleben.

Der Holländer, der Schalke zum UEFA-Pokal-Triumph 1997 und zu den DFB-Pokal-Siegen 2001 und 2002 führte, scheint sich vorgenommen zu haben, seine ganze Erfahrung für ein persönliches Meisterwerk einzubringen. "Verändert habe ich mich eigentlich nicht", sagt er, "ich bin vielleicht gelassener und reifer geworden."

Auch im taktischen Bereich hat Stevens die Mannschaft, die Vereinsführung und die Fans überrascht. Den einst von ihm geprägten Leitspruch "Die Null muss stehen" hat er abgewandelt: "Wir müssen ein Tor mehr schießen als der Gegner."

Schalke hat mit 45 Toren die meisten Treffer nach den Bayern erzielt, allerdings hat die Abwehr auch die meisten Gegentoren von den vier Spitzenteams kassiert, auch weil Stevens geht höhere Risiken eingeht als früher. In Köln nahm er nach dem 0:1 zur Halbzeit Verteidiger Atsuto Uchida raus und brachte in Jose Manuel Jurado nach Huntelaar, Chinedu Obasi und Ciprian Marica eine vierte Offensivkraft. "Das war der Schlüssel zum Sieg", sagte Stevens. Das er sich so deutlich einmal selbst lobt, war auch neu.

Der FC Schalke 04 im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung