Rummenigge glaubt an Zukunft mit Arjen Robben

Rummenigge: Schweini auf Augenhöhe mit Xavi

Von SPOX
Montag, 20.02.2012 | 12:59 Uhr
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sieht Bastian Schweinsteiger auf Augenhöhe mit Xavi
© Getty
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Vor dem Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Basel (Mi., 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) macht sich der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, grundsätzliche Gedanken über den europäischen Spitzenfußball und die Stellung seines Klubs. Noch sieht er die Bayern nicht ganz auf Augenhöhe mit den Top-Drei der Königsklasse, Bastian Schweinsteiger allerdings halte dem Verglich mit Xavi und Andres Iniesta stand. Dazu: Optimismus in Sachen Arjen Robben - und ein Seitenhieb gegen Borussia Dortmund.

Im Champions-League-Hinspiel beim FC Basel am Mittwoch muss Bayern Münchens Bastian Schweinsteiger aufgrund einer Sprunggelenksverletzung noch passen. Als Trostpflaster gab es dafür nun immerhin ein dickes Lob von Karl-Heinz Rummenigge.

In einem Interview mit dem "Kicker" stellte Bayerns Vorstandsvorsitzender den 27-Jährigen auf eine Stufe mit den besten Mittelfeldspielern Europas: "Bis zu seiner Verletzung spielte Schweinsteiger super. Zwischen Bastian, Xavi und Iniesta sehe ich keine großen Unterschiede."

Schweinsteiger wird Matthäus überholen

Gerade deshalb trage Schweinsteiger auch die größte Führungsverantwortung innerhalb der Mannschaft: "Da ist er natürlich gefragt. Ohne große Verletzungen wird er den Rekord, den Lothar Matthäus mit 150 Länderspielen hält, brechen. Er genießt bei uns großen Respekt und hat eine Meinung. Mit ihm kann man auch über den Transfermarkt sprechen", so Rummenigge.

Im Gesamtvergleich mit den Top-Mannschaften in Europa sieht sich der Bayern-Boss indes noch nicht auf Augenhöhe mit den großen Drei: "Was die Träume unserer Fans in der Champions League betrifft: Ich hebe da bewusst warnend den Zeigefinger. Real, Barca und der AC Milan sind für mich die Superklubs und stehen etwas über uns, obwohl wir in den letzten zwei Jahren herangerückt sind."

England verliert an Boden

An Boden verloren habe dagegen der englische Fußball: "Mich würde es nicht wundern, wenn es im Viertelfinale keinen englischen Klub gäbe. Manchester City gehört dennoch zu den aktuell besten zehn Teams in Europa und in kürzester Zeit zu den fünf Topklubs - wenn man dort Geduld hat."

Die Betrachtung der internationalen Kräfteverhältnisse nutzte Rummenigge schließlich auch noch zu einem Seitenhieb gegen Meister Borussia Dortmund.

BVB-Trainer Jürgen Klopp und Manager Michael Zorc hatten vor einer Woche in einem "Kicker"-Interview die Prioritäten klar auf die Bundesliga gesetzt - und das Ausscheiden aus der Champions League betont entspannt kommentiert.

Rummenigge kritisiert Dortmund

Rummenigge legte diese Aussagen nun auf die Goldwaage und kritisiert: "Ich fand diese Aussage irritierend im Sinne der Bundesliga. Die Bundesliga braucht internationale Titel, um ihren guten Ruf zu untermauern." Die Kommentare aus Dortmund aber erweckten den Eindruck, "es habe Vorteile, in der Champions League früh auszuscheiden, wenn man sie nicht gewinnen kann".

Für das erklärte Ziel, Spanien im internationalen Vergleich zu überholen, "tun solche von Dortmund nicht geholten Punkte besonders weh". Dass Deutschland in der UEFA-Wertung auf Platz drei liegt, sei entsprechend "nur der Europa League und dem FC Bayern geschuldet".

Gute Gespräche mit Familie Robben

Versöhnlichere Töne findet Rummenigge allerdings bei internen Angelegenheiten. In Sachen Vertragverlängerung sei er bei Mario Gomez "vorsichtig optimistisch", auch bei Ivica Olic und Daniel van Buyten glaubt er an eine Zukunft in München.

Und schließlich ergriff er in der "Egoismus-Debatte" auch noch Partei für Arjen Robben. Dessen Eigensinnigkeit habe den 28-Jährigen zu "einem Weltklassespieler gemacht. Wir brauchen diesen besessenen Robben, der das Tor sieht und dafür sorgt, dass gewonnen wird."

Entsprechend zuversichtlich ist Rummenigge auch, dass der Niederländer in München verlängern wird: "Wir haben Geduld. Und wir werden eine Lösung finden", so der 56-Jährige. Das erste Gespräch mit Robbens Vater und Berater Hans sei "gut" gewesen: "Sie erklären immer wieder, dass die ganze Familie sich wohlfühle."

Karl-Heinz Rummenigge im Steckbrief

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