Drei Fohlen, Magaths Tscheche & ein Dauergast

Von SPOX
Sonntag, 12.02.2012 | 20:36 Uhr
Drei Gladbacher stehen nach der 3:0-Gala gegen Schalke 04 in der SPOX-Top-11
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In nur 32 Minuten nahm Borussia Mönchengladbach im Topspiel des 21. Spieltags Schalke 04 auseinander. Wen wundert's, dass es gleich ein Fohlen-Trio in die SPOX-Top-11 geschafft haben. Während sich mit Petr Jiracek und Daniel Caligiuri auf der Doppelsechs zwei Neulinge durchsetzten, ist Dortmunds Shinji Kagawa zum vierten Mal in Folge dabei.

Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen): Der Keeper erreichte als einziger Leverkusener Normalform, lediglich Kagawas Tor, als er nur noch eine Fußspitze an den Ball bekam, konnte der 19-Jährige nicht verhindern. Entschärfte beispielsweise Großkreutz' Großchance (65.).

Jannik Vestergaard (1899 Hoffenheim): Brachte Hoffenheim nicht nur nach vier Minuten in Führung, sondern ließ den Bremer Stürmern auch kaum Raum. Als Werder in der letzten halben Stunde anstürmte, rettete Vestergaard einige Male in brenzligen Situationen.

Slobodan Rajkovic (Hamburger SV): Nutzte die Verletzung von Bruma, um sich aus seinem Formtief zu befreien. Blieb in seinem elften HSV-Spiel zum ersten Mal ohne Gegentor. Noch mit Schwächen im Spielaufbau, gegen Köln mit seiner Schnelligkeit und Zweikampfstärke (88 Prozent gewonnen) aber extrem sicher. Verlor im kompletten Spiel nur zwei direkte Duelle und entschärfte damit immer wieder frühzeitig gefährliche Kontersituationen.

Khalid Boulahrouz (VfB Stuttgart): Defensiv wurde der Kannibale gegen Hertha kaum gefordert. Dafür glänzte er in der Offensive umso mehr. Zwei Torvorlagen und starke 91 Prozent angekommene Pässe sprechen eine deutliche Sprache. In dieser Form ist der Holländer für den VfB unverzichtbar.

Daniel Caligiuri (SC Freiburg): Sehr beweglich im Mittelfeld, sorgte immer wieder für mächtig Alarm in der Wolfsburger Abwehr. Seine Leistung krönte er mit seinem sehenswerten ersten Bundesligator und einer Torvorlage. Darüber hinaus hatte er noch eine zweite Großchance.

Petr Jiracek(VfL Wolfsburg): Der Sechser zeigte diesmal seine Offensivqualitäten, schaltete sich oft ins Angriffsspiel ein und stand zweimal an der richtigen Stelle. Beim 1:0 zog er kompromisslos ab, beim 3:2 hatte er das Glück des Tüchtigen. Seine Zweikampfbilanz in der Defensive war allerdings nicht gerade überragend.

Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach): Bereitete das 1:0 durch Reus vor und war auch darüber hinaus ein fleißiger Ankurbler des Gladbacher Offensivspiels. Der Youngster gab die Vorlage für drei weitere Torschüsse, brachte 82 Prozent seiner Pässe an den Mann und war von den Schalkern schlicht nicht in den Griff zu bekommen. Gewann 72 Prozent seiner Zweikämpfe.

Shinji Kagawa (Borussia Dortmund): Zum vierten Mal in Folge steht der Japaner in der Top-11. Ragte in einem eher durchwachsenen Spiel des BVB dank seiner wieselflinken Aktionen heraus. Entschied das Spiel, als er nach tollem Pass auf halbrechts Oczipka mit einem Haken aussteigen ließ und aus acht Metern ins lange Eck einschob. Spielte Großkreutz in der 65. herrlich frei, dieser scheiterte jedoch an Leno.

Juan Arango (Borussia Mönchengladbach): Ein Schuss, ein Tor, Arango! Dazu bereitete er den Treffer von Hanke vor und wies mit 82 Prozent eine starke Passquote auf.

Martin Harnik (VfB Stuttgart): Nachdem er in Liga und Pokal zuletzt zweimal auf der Bank Platz nehmen musste, schenkte Bruno Labbadia dem Österreicher gegen Hertha von Anfang an sein Vertrauen. Dies zahlte er mehr als nur zurück. Mit einer 100-Prozent-Ausbeute (zwei Torschüsse, zwei Tore) avancierte Harnik schon vor der Pause zum stärksten Spieler auf dem Feld. Zudem wurde ihm mit dem 5:0 noch ein dritter Treffer gutgeschrieben, als er und Herthas Kobiaschwili den Ball gemeinschaftlich über die Linie bugsierten. Sein erster Dreierpack seit der Jugend, so Harnik.

Mike Hanke (Borussia Mönchengladbach): Erzielte nach doppeltem Doppelpass ein herrliches Tor zum vorentscheidenden 2:0, gab noch weitere gefährliche Schüsse ab und war wieder extrem agil und laufstark. Zeigte gute Übersicht im Kombinationsspiel und schlug ein paar richtig starke lange Bälle. Einer der stärksten Spieler bei der Galdbacher Gala gegen Schalke.

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