Schalker wehrt sich gegen Medien-Hetze

Jones: Reus-Tritt "unter aller Sau"

Von SPOX
Mittwoch, 15.02.2012 | 13:10 Uhr
Jermaine Jones (r.) weiß, dass sein Tritt gegen Marco Reus "doof" war
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Di13:35
Der Härtetest für den FC Bayern München
CSL
So13:35
Shanghai Shenhua -
Beijing Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes

Jermaine Jones hat sein Schweigen gebrochen. Nach seinem Tritt gegen Marco Reus im DFB-Pokal und der anschließenden Sperre meldet sich der Mittelfeldspieler des FC Schalke 04 zu Wort. In einem Interview sprach Jones über eine mediale Hetzjagd, sein fragwürdiges Image und Probleme mit Felix Magath.

Am Donnerstag darf Jermaine Jones in der Europa League bei Viktoria Pilsen mal wieder spielen. In der Bundesliga kam Schalkes Mittelfeldspieler dagegen im neuen Jahr noch gar nicht zum Einsatz und muss auch in den kommenden Wochen noch zusehen.

Der Grund: Nach seinem Tritt gegen Gladbachs Marco Reus im Pokal kurz vor Weihnachten, wurde Reus vom DFB nachträglich für acht Wochen gesperrt. "Das war ein Fehler, die Aktion war nicht korrekt, auf gut deutsch gesagt: unter aller Sau. Deswegen spende ich ja auch jetzt eine erhebliche Summe für ein Kinderheim in Herne", sagte Jones im Interview mit "DerWesten".

"Mit 30 darf das nicht passieren"

Er habe sich deshalb auch unmittelbar nach dem Vorfall bei Reus entschuldigt, so Jones, der allerdings beteuert, nicht vorsätzlich gehandelt zu haben. "Es ist einfach eine Sache von Sekunden, in denen du einen Blackout hast. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es ungeschehen machen."

Wirklich nachvollziehen kann der US-Nationalspieler sein Handeln nicht. "Ich muss sagen: Wenn mir das mit 20 passiert wäre - okay, Jugendsünde. Aber ich bin jetzt 30, da darf das nicht sein."

Für die anschließende Sperre und die "Hetzjagd" auf seine Person in der Öffentlichkeit, hat Jones allerdings nur bedingt Verständnis: "Die Sache ist im Pokal passiert, und ich hätte es verstanden, wenn man gesagt hätte: Die ganze nächste Saison darf er im Pokal nicht spielen, und als Denkzettel geben wir ihm noch zwei, drei Spiele Sperre in der Liga obendrauf. Aber es ist so viel Druck von außen gekommen, dass der DFB die ganze Sperre auf die Bundesliga bezogen hat."

Problem: Image als Bad Boy

Jones vergleicht seine Situation dabei mit der von Real Madrids Pepe, der Lionel Messi im Spiel gegen den FC Barcelona auf die Hand gestiegen war, aber straffrei davon kam. "Das war nicht korrekt, das wissen wir alle, aber dann hat sein Trainer Mourinho gesagt: 'Ich glaube ihm, dass es keine Absicht war', und damit war die Sache mehr oder weniger erledigt", so Jones. "Wenn ich dagegen sehe, was nach meiner Aktion für ein Hype gemacht wurde, dann finde ich das nicht korrekt."

Den Grund dafür hat Jones in seinem Image als "Bad Boy" ausgemacht: "Ich kann zehn Spieler aufzählen, die auch mal Aussetzer hatten, und alle sind Persönlichkeiten gewesen: Ob nun Effenberg oder Kahn oder Matthäus. Aber bei keinem wird das so hoch gehangen wie bei mir, und das hat mit meinem Background zu tun."

Ändern will sich der 30-Jährige deshalb allerdings nicht, schließlich habe jeder großer Verein "ein positives Arschloch - das brauchst du in meinen Augen", so Jones.

"Mit Magath macht es keinen Sinn mehr"

Keine guten Erinnerung hat der Mittelfeldmann an seine Zeit unter Coach Felix Magath. "Das Problem war meine Schienbeinverletzung. Wenn ich mich nicht verletzt hätte, wäre ich wahrscheinlich Kapitän geworden und hätte alle Spiele gemacht, weil er auf mich stand."

So aber geriet Jones mit Magath wegen unterschiedlicher Auffassungen über den Reha-Verlauf aneinander. "Er war der Meinung, ich sollte ihm bedingungslos vertrauen, und ich fand, dass einiges zu viel war. Und so war es ja auch. Wenn ich auf mein Gefühl gehört hätte, wäre ich nur drei Monate ausgefallen - so aber wurde es ein Jahr."

Jones weiter: "Irgendwann machte es keinen Sinn mehr, mit ihm zusammenzuarbeiten, weil ihm meine Gesundheit oder die anderer Spieler egal war. Wenn du da bist, bist du da. Wenn nicht, wirst du ausgetauscht."

Jermaine Jones im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung