Heynckes: "Ich muss die Wende herbeiführen"

Von SPOX
Freitag, 24.02.2012 | 21:30 Uhr
Wirkt allmählich frustriert: Bayern-Trainer Jupp Heynckes (r.)
© Getty
Advertisement
Ligue 1
Live
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Live
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Live
Benevento -
SPAL
Primera División
Live
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Live
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston
Serie A
Florenz – AC Mailand
Premiership
Celtic -
Rangers
Serie A
Atalanta -
Cagliari
Serie A
Benevento -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Udinese
Serie A
AS Rom -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
SPAL
Serie A
FC Turin -
CFC Genua
Premier League
Liverpool -
Leicester
Championship
Barnsley -
Reading
Serie A
Inter Mailand – Lazio Rom
Premier League
Man Utd -
Southampton
Championship
Bristol City -
Wolverhampton
Serie A
Hellas Verona -
Juventus

Der Trainer nimmt die schlechten Leistungen der Bayern auf seine Kappe. Heynckes appelliert an die Spieler, wirkt dabei aber leicht resignierend. Boss Rummenigge packt die Mannschaft erneut an der Ehre. Das sensible Gebilde FC Bayern steht vor dem Spiel gegen Schalke 04 (So., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER) auf sehr wackligen Füßen.

Mit einem Lächeln betrat Jupp Heynckes am Freitagmittag das Mediencenter des FC Bayern München. Deutlich sichtbar für die ca. 50 anwesenden Journalisten. Die Botschaft: alles easy beim FC Bayern, erst recht in stürmischen Zeiten.

Wie es um Heynckes' Gemütszustand tatsächlich bestellt ist nach der 0:1-Pleite in der Champions League beim FC Basel, offenbarte sich in den darauffolgenden knapp 20 Minuten.

Mit besorgtem Blick und weicher Stimme sprach Heynckes über den sportlichen Niedergang seiner Mannschaft. Er hatte etwas mitzuteilen, wollte einen öffentlichen Appell an die Mannschaft richten.

"Wir müssen schnellstmöglich wieder zu einer Einheit werden. Es geht nur gemeinsam in eine Richtung. Individuelle Interessen müssen hinten angestellt werden", sagte Heynckes.

"Wir waren wohl zu sorglos"

Die gleichen Worte hatten die Bayern-Spieler bereits zwei Mal in dieser Woche gehört. Am Montag, als Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zur Mannschaft sprach, um sie wachzurütteln, und am Mittwoch auf dem Bankett nach dem Basel-Spiel, als wiederum Rummenigge eindringlich an den Teamgeist appellierte, "um gemeinsam aus der Scheiße wieder rauszukommen".

Nun hat Heynckes öffentlich nachgezogen - und wirkte dabei angeschlagen. Der Trainer hat keine Erklärung für die schwachen Leistungen seiner Spieler in der Rückrunde: "Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, dabei bleibe ich. Wir waren aber wohl etwas zu sorglos und haben gedacht: 'Das wird schon.'"

Bayern - Schalke: Die voraussichtlichen Aufstellungen

Heynckes muss sich den Vorwurf gefallen lassen, zu spät auf diese Genügsamkeit reagiert zu haben. Franz Beckenbauer warf ihm nach dem Basel-Spiel vor, zu lieb zu sein. "Er war erstaunlich locker. Dabei spielt die Mannschaft lethargisch", kritisierte der Bayern-Ehrenpräsident.

Heynckes' Forderung: Malochen!

Eigene Fehler oder Versäumnisse wollte sich Heynckes am Freitag nicht eingestehen ("Das sollen andere beurteilen"). Aber er steht gerade für die Entwicklungen der letzten Woche. "Ich bin der Verantwortliche und ich muss die Wende herbeischaffen", sagte Heynckes.

Die kann laut Heynckes nur gelingen, wenn die Mannschaft zu einer Einheit findet und anders Fußball spielt. "Wir müssen Fußball arbeiten und Ergebnisse erzielen. Dafür brauchen eine Kombination aus Kreativität und Maloche. Außerdem müssen die Spieler auf dem Platz viel mehr kommunizieren."

Kapitän Philipp Lahm nahm Heynckes von seiner Kritik ausdrücklich aus: "Philipp geht immer vorne weg und spricht intern sehr viel mit den Spielern."

Immerhin sieht Heynckes noch Zeichen dafür, dass die Mannschaft lebt. "Dass zwei Spieler (Badstuber und Müller, d. Red.) nach dem Basel-Spiel in der Kabine eine Meinungsverschiedenheit hatten, ist positiv. Eine gesunde Streitkultur ist ganz wichtig, das ist ja gerade in Bayern ein Thema." Der Coach ist sich sicher, dass durch die jüngste Niederlage "auch der Letzte aufgerüttelt wurde".

Rummenigge zum Dritten

Von oberster Stelle wird weiter Druck aufgebaut. Rummenigge schrieb in seinem Vorwort auf dass Spiel gegen den FC Schalke 04 im Programmheft "Bayern-Magazin": "Jetzt ist der Moment gekommen, an dem sich jeder einzelne Spieler fragen muss, ob sein Engagement und seine Leidenschaft ausreichen, um Erfolg zu haben. In den Wochen, die vor uns liegen, entscheidet sich für die Mannschaft, für den FC Bayern München, für uns alle, die Arbeit eines ganzen Jahres. Leidenschaft, Biss und Aggressivität sind in dieser Phase unabdingbar."

Dass der Boss höchstpersönlich drei Mal innerhalb einer Woche den Zeigefinger hebt und mehrfach an die Spieler mehrfach an der Ehre packt, ist selbst für den FC Bayern München sehr ungewöhnlich. Das "sensible Gebilde FC Bayern" (Ottmar Hitzfeld) steht derzeit auf sehr wackligen Füßen.

Für Hitzfeld war Lahms Aussage, der FC Bayern habe derzeit nicht viel Selbstvertrauen, ein Anzeichen, "dass die Mannschaft im Moment so ein bisschen auseinanderfällt".

"Uns fehlen Selbstverständnis, Ruhe und manchmal auch taktische Disziplin", sagte Heynckes. Alles Attribute, für die der FC Bayern normalerweise steht. Das "Mia san Mia" ist derzeit nicht vorhanden.

Noch sieht Heynckes die Saisonziele nicht als gefährdet an, schließlich habe man nach wie vor in allen Wettbewerben Titelchancen. Heynckes bleibt Optimist und kann nach wie vor "sehr gut schlafen". Der Trainer kämpft, wirkt aber bereits leicht resignierend. Ein Sieg gegen Schalke ist auch für den Trainer unabdingbar.

FC Bayern München: Kader, Ergebnisse, Termine

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung