Das Transfer-Finale: Wer kommt? Warum?

Das sind die letzten Neuen

Von SPOX
Dienstag, 31.01.2012 | 21:17 Uhr
Wechseln in die oder innerhalb der Bundesliga: Corluka, Borysiuk, Zidan, Chong Tese (v.l.)
© Getty
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Der Transferendspurt hatte es nochmal in sich. Einige Bundesligisten haben nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. SPOX fasst die Last-Minute-Wechsel zusammen und wagt eine Einschätzung. Warum wechselt Chong Tese nach Köln? Hilft Vedran Corluka Bayer Leverkusen weiter? Und wer ist Ariel Borysiuk?

Vedran Corluka (neuer Verein: Bayer Leverkusen)

Situation: Weil Hanno Balitsch nach Nürnberg verkauft wurde, Gonzalo Castro im Mittelfeld gebraucht wird und Daniel Schwaab bevorzugt als Innenverteidiger eingesetzt wird, herrschte bei Bayer zuletzt Notstand auf der Rechtsverteidigerposition, auf der man zuvor lange Zeit eher ein Luxusproblem hatte.

In den ersten zwei Rückrundenspielen verteidigte Danny da Costa rechts hinten. Der 18-Jährige machte seine Sache zwar ordentlich, doch für die anstehenden Aufgaben in Bundesliga und Champions League will man sich bei Bayer nicht nur auf einen Youngster verlassen.

Mit Corluka wurde nun ein richtig erfahrener Mann verpflichtet. Der 25-Jährige hat 118 Premier-League-Spiele für Manchester City und Tottenham Hotspur auf dem Buckel und bringt es auf 52 Länderspiele für Kroatien. Mit seinem Heimatland war er bei der EM 2008 dabei und wird auch, sofern nichts Außergewöhnliches passiert, für die kommende Europameisterschaft nominiert.

"Mit dieser Verpflichtung schaffen wir eine personelle Alternative auf hohem Niveau. Vedran Corluka ist ein gestandener Profi, der unserer Mannschaft sofort einen Qualitätsschub geben kann", so Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. In Tottenham kam Corluka zuletzt allerdings nur noch sporadisch zum Zug. Sein letzter Einsatz für die Spurs datiert vom 2. Oktober 2011.

SPOX-Meinung: An Spielpraxis mangelt es Corluka zwar, dennoch sollte der Kroate für Bayer eine sofortige Verstärkung sein. Und: Durch seine Verpflichtung erhöhen sich auf anderen Positionen Alternativen und Konkurrenzdruck. "Er ist nicht nur auf der rechten Seite einsetzbar, sondern auch als Innen- oder linker Außenverteidiger", sagt Rudi Völler.

Zudem wird Corluka auch Bayers Offensivspiel beleben. Während da Costa, Schwaab und auch Castro ihr Stärken eher in der Defensive haben, gilt Corluka auch als Verteidiger mit Offensivqualitäten, der technisch stark ist und für seine Flankenläufe bekannt ist. Die Tatsache, dass sich Leverkusen zusätzlich zum Leihgeschäft eine Kaufoption gesichert hat, macht den Transfer zu einer rundum gelungenen Sache.

Srdjan Lakic (neuer Verein: 1899 Hoffenheim)

Situation: Nun hat es also doch noch geklappt. Lakic wurde schon seit Wochen in Hoffenheim gehandelt. Am Wochenende sah es noch so aus, als sei der Wechsel geplatzt, weil ein Transfer Hoffenheims momentane wirtschaftliche Möglichkeiten übersteigt. Am Montagabend erklärte dann aber Dietmar Hopp gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung": "Wir freuen uns, dass wir eine für alle Seiten vorteilhafte Lösung gefunden haben."

Und die lautet: Lakic wird bis zum Saisonende von Wolfsburg zur TSG ausgeliehen. Eine Kaufoption oder ein Vorverkaufsrecht hat Hoffenheim nicht. Der Vertrag des 28-Jährigen bei den Wölfen läuft noch bis 2015. Eine Zukunft beim VfL ist für Lakic allerdings kaum vorstellbar.

Unter Felix Magath kam er in der Vorrunde zu zehn Einsätzen und nur fünfmal von Beginn an zum Zug. Einen Treffer erzielte er für Wolfsburg dabei nicht. Seit dem 14. Spieltag wartet Lakic auf seinen nächsten Einsatz, Magath sah allerdings andere Angreifer vorne, zumal der Kroate wegen Knieproblemen das Wintertrainingslager verpasste.

Weil beim VfL die Perspektive fehlte, war Lakic schon seit längerem bei anderen Klubs im Gespräch. Unter anderem hatten der VfB Stuttgart und Hannover 96 ihr Interesse bekundet. Den Zuschlag erhielt nun schließlich Hoffenheim.

SPOX-Meinung: Dass Lakic in der Bundesliga treffen kann, bewies er in seiner Zeit in Lautern. 16 Mal traf der Angreifer im ersten Jahr nach dem Aufstieg in 31 Spielen. Nach Ibisevic' Wechsel zum VfB musste Hoffenheim im Angriff noch etwas tun, zumal mit Obasi (Schalke) und Sigurdsson (Swansea) zuvor bereits zwei Offensivspieler abgegeben wurden und Ryan Babel, Peniel Mlapa und Knowledge Musona nicht unbedingt als Knipser gelten.

Zwar geht Lakic momentan die Spielpraxis ab, doch dank seiner Qualitäten wird er - läuft alles normal - in Hoffenheims Sturm erstmal gesetzt sein. Weil Lakic in seiner Spielweise durchaus Ibisevic ähnelt, könnte die Eingewöhnung recht schnell und reibungslos verlaufen. Und falls es nicht klappt, hält sich das Risiko durch das Leihgeschäft in Grenzen. Deshalb: guter Transfer.

Teil 2: Chong Tese (Köln) und Zlatko Junuzovic (Bremen)

Teil 3: Ivan Santini (Freiburg) und Ariel Borysiuk (Kaiserslautern)

Teil 4: Mohamed Zidan (Mainz) und Ja-Cheol Koo (Augsburg)

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